Mein Fahrrad

Ich Gott zutiefst dankbar für Trekking-Fahrrad. Da ich ja Frührentner bin und das Internet als Missionsfeld nutze, so gut ich kann, lese ich täglich die neuesten Meldungen. Aber ich bekomme auch Zuschriften von Menschen, von denen es manchen nicht gut geht, auch von solchen, die ungerecht behandelt werden. Zudem habe ich in meinem privaten Umfeld Menschen, die auch solche Probleme haben. Wenn ich also die neuesten Meldungen aus Politik, Kirche und Wirtschaft lese und höre, dann muss ich manchmal zwangsweise auf mein Fahrrad steigen und den aufkommenden, furchtbaren Zorn damit bekämpfen, dass ich mich bis zur völligen Erschöpfung verausgabe. Ich möchte daher auch behaupten, dass mich mein Fahrrad schon des Öfteren davor bewahrt hat, beleidigende Aussagen, Mails oder Kommentare zu verfassen. Würde ich meinen Frust nicht so abreagieren, dann hätte ich gewiss bald eine gerichtliche Anzeige wegen Beleidigung am Hals, wenn ich die betroffenen Personen mit negativen Äußerungen anschreiben und belegen würde. Der Leser kann sich höchstwahrscheinlich nicht vorstellen, wie ich manchmal in meiner Wohnung vor mich hin schimpfe…

Es ist zwar unter manchen Christen verpönt, aber ich trinke auch regelmäßig Bier, allerdings mache ich auch regelmäßige Pausen zwischendurch. Ich will das keinem anderen empfehlen, denn Bier macht abhängig, und ich bin es in gewissen Grad auch schon, aber wenn ich das nicht tun würde, dann müsste ich womöglich auf verschriebene Tranquilizer zurückgreifen, welche mir die Ärzte wegen meiner Krankheit früher meist verschrieben haben. Ich denke, da ist Bier noch verträglicher. Natürlich wird der reife Christ jetzt sagen, dass ich meine Sache in ein Gebet formulieren soll und den Zorn und die Sorgen an Gott abgeben soll. Diese Person hätte auch Recht. Aber wir leben in einer Zeit der Gottesfinsternis, vielleicht nur gefühlt, aber sie ist vorhanden. Ich weiß auch, dass Gott da ist, aber es scheint mir, als hätte er sich verborgen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich schon seit Monaten keine Gebetserhörung mehr hatte. Es gab schon früher solche Zeiten in meinem Leben, daher verfalle ich nicht mehr in Panik. Das ist eben so! Hier gilt es, standhaft auszuharren.

Ich habe momentan auch noch den Eindruck, – vielleicht täusche ich mich auch -, dass sich die Fronten verhärten. Diejenigen, die auf Gottes Seite sind, festigen ihren Standpunkt, und diejenigen, die vom Geist den Antichristen beeinflusst sind, ebenso. Dazu gehören die meisten Politiker, Beamte, Richter, der Klerus, die Kirche und die Medienleute. Diese Leute sind auch eine beliebte Zielscheibe des Teufels, weil sie die Richtung in unserem Land angeben, aber auch viele grün-links-versiffte Bürger in diesem Land, die dem antichristlichen Neomarxismus frönen und sich als Social-Justice-Warrior in ihrer scheinbaren Gerechtigkeit, die nur anderen vorschreibt, was diese zu tun und zu lassen haben, aufhalten. Leider sind diese einfach nur verblendet. Von den Landeskirchen ganz zu schweigen, die zutiefst vom Teufel unterwandert und beeinflusst sind…

Ich hätte schon wieder den Wunsch, auf´s Fahrrad zu steigen, aber heute ist schlechtes Wetter…

Doch diese Dinge sollten uns näher zur Bibel treiben, näher zu Gott. Harren wir standhaft aus!

Ps 27,14 Harre auf den HERRN! Sei stark, und dein Herz fasse Mut, und harre auf den HERRN!

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