Buchtipps zu Enttäuschung, Zweifeln und der Abkehr vom Glauben

DSCN1159 (Large)Zweifel – wer kennt sie nicht? Gerade in unseren Tagen findet ein Frontalangriff auf des Wort Gottes statt mit dem Ziel, die Gläubigen anzugreifen und zu verhindern, dass sich die Ungläubigen zu Jesus Christus bekehren können. Der Teufel versucht alles, feuert aus allen Rohren und benutzt viele Tricks, weil er verhindern will, dass Jesus Christus so viele Menschen wie möglich retten kann, bzw. sie sich von ihm retten lassen. Eine beliebte Taktik ist der Zweifel. Nicht nur Ungläubige haben Zweifel, auch Gläubige können Zweifel haben. „Ist der christliche Weg und sein Urheber wirklich der echte?“ „Hat die Naturwissenschaft nicht schon längst bewiesen, dass es keinen Gott gibt?“ „Was ist mit der Evolutionstheorie?“ „Ist Gott vielleicht sogar böse, meint er es wirklich gut mit uns?“ „Ist Gott nur eine Erfindung der Juden?“ – Solche Fragen können Christen wie auch Nichtchristen wahnsinnig machen und letztendlich jede gute Aktivität, jedes Gebet und den Glauben lähmen. Am meisten wird dabei das Vertrauen in Gott erschüttert.

Diese Fragen sind aber auch berechtigt. Man kann sich entscheiden, ohne Beweise trotzdem zu glauben, obwohl man für viele Annahmen eigentlich keine guten Argumente vorliegen hat. Aber wenn man sich selber gegenüber ehrlich ist, dann will man auch wissen, ob man tatsächlich auf dem richtigen Weg ist; dass der Glaube eben keine Erfindung oder Krücke für schwache Menschen ist, sondern logisch und schlüssig ist. Gläubige werden ja oft als naive Trottel gesehen, die wider besseres Wissen am Glauben festhalten. Wer gilt schon gerne als ein frommer Trottel? Gläubige wollen auch sicher sein, dass ihr Glaube der Realität entspricht. Trotzdem und vielleicht auch gerade deswegen fallen manche Christen vom Glauben ab. Sie finden, dass der Glaube in ihrem Leben nicht funktioniert. Sie wollen die Sünde auskosten. Oder ihr Glaube wird von ihrer Umwelt durch Druck und scheinbar bessere atheistische Argumentationen erstickt. Manchmal trägt auch noch ein schwerer Schicksalsschlag dazu bei, mit Gott zu brechen. Es gibt viele Gründe, nicht zu glauben oder nicht mit dem Glauben anzufangen. Doch sind diese auch richtig? Für Menschen, die von Zweifel geplagt sind, die von Sorgen schier erdrückt werden, die an Gottes Güte, ja auch Seiner Existenz zweifeln, sind folgende drei Bücher, die ich selber besitze, eine große Hilfe.

Das Buch „Von Gott enttäuscht“ von Philip Yancey ist ein Buch, dass ich über die Jahre immer wieder aus dem Bücherregal geholt habe. Weil ein Freund des Christen auf Grund seiner Enttäuschung über Gott den Glauben aufgegeben hatte, machte sich der erfolgreiche christliche Autor an die Arbeit, die ungelösten Fragen, die im Leben vieler Christen auftreten können und die sie vom Glauben abbringen wollen, zu bearbeiten. Ich finde das Buch einfach nur klasse. Philip Yancey´s bester bearbeiteter Punkt ist meiner Meinung nach die Frage, „wie Gott sich fühlt“. Wir Menschen neigen dazu, immer uns und unseren Standpunkt zu sehen. Aber es wäre vielleicht auch einmal wichtig, den Standpunkt Gottes zu kennen. Auch das Buch Hiob wird von ihm im zweiten Teil bearbeitet. Der Leser findet also in dem Buch viel mehr Argumente für Gott und den Glauben als dagegen, und er bekommt viele gute Argumente, warum Gott so handelt wie er handelt. Oft liegt es an uns, nicht an Gott.

Das zweite Buch, dass ich empfehlen will, ist das Buch „Wenn du zweifelst“ von Bobby Conway. Bobby Conway geht in diesem Buch apologetisch vor und nimmt den Leser an die Hand und führt in durch das große Thema „Zweifel“. Er schildert nicht nur die verschiedenen Gründe für Zweifel, sondern bohrt tiefer. Damit weckt er auch Zweifel am Zweifel. Das Buch ist nicht nur für den Verstand, sondern auch für die seelische Verfassung eine echte Hilfe, das es nicht nur intellektuell, sondern auch seelsorgerlich geschrieben wurde. Wer Probleme mit Zweifeln hat, sollte dieses Buch unbedingt im Bücherregal haben. Aber auch wenn er noch keine Probleme mit Zweifeln hat, sollte er es für den Fall haben, wenn sie aus heiterem Himmel auftreten.

Das dritte Buch „Wenn jemand nicht mehr glauben kann“ von Tom Bisset schildert die inneren Konflikte, Ursachen und Beweggründe, warum sich Menschen von Gott wieder entfernt haben, warum sie dem Glauben den Rücken zugekehrt haben. Tom Bisset schildert anhand von Beispielen, warum vor allem junge Gläubige und Kinder aus gläubigen Familien von Gott weggehen. Der Autor hat dazu mit verschiedenen Menschen gesprochen und es auch teilweise selber miterlebt. Ich bin mit dem Buch noch nicht ganz fertig, aber das was ich gelesen habe, war sehr gut. Diese Thematik ist auch für christliche Familien und Eltern wichtig, die Kinder haben. Für jemanden wie mich, der sich aus der „Welt“ zu Jesus Christus bekehrt hat und nicht in einer echten christlichen Familie aufgewachsen ist, ist diese Lektüre zum besseren Verständnis, was Kinder christlicher Eltern und deren Gemeinden erleben, sehr informativ. Das Buch will sich aber für alle Arten von Christen verstanden wissen. Auch für Zweifler ist dieses Buch zu empfehlen, wobei der Autor darauf verzichtet, die Frage der ewigen Errettung zu stellen.

Mit diesen drei Büchern ist man gar nicht schlecht ausgerüstet, wenn man selber oder eine Person, die man kennt, mit Zweifeln, Enttäuschung oder dem Gedanken, Gott hinter sich zu lassen, zu kämpfen hat. Zuletzt sollte wir daran denken:

Jud 22 Und erbarmt euch derer, die zweifeln; (Luther 1984)

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