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Im Dschungel der Gesetze

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Als Christ sollte man bemüht sein, sich an die Gesetze des Staates zu halten, in dem man lebt. Natürlich nur so lange wie diese Gesetze mit den Geboten von Jesus Christus übereinstimmen. Wenn das nicht mehr der Fall ist, darf ein Christ nach Gottes Anweisung entgegen der Gesetzgebung dieses Staates handeln, auch wenn es der betreffenden Regierung nicht passt und der Christ deswegen bestraft werden kann.

Heute habe ich bei einem Amt angerufen und wollte eine rechtliche Auskunft. Ich wollte wissen, wie ich in einem speziellen Fall vorgehen soll, damit ich nicht mit dem Gesetz, bzw. dem Amt in Kollision komme und rechtswidrig handele. Während des Gesprächs wurde ich von Person zu Person weitergereicht, keiner wusste bis jetzt einen Rat. Jetzt habe ich noch eine Telefonnummer, die ich morgen anrufen kann, von einem Mann, der angeblich Bescheid weiß. Ohne diese Beamten beleidigen zu wollen, – sie tun, was sie können -, fiel mir gleich auf, dass das Ganze symptomatisch für unsere westliche Kultur und unsere schnelllebige Zeit ist: Wir haben so viele unterschiedliche Gesetze, Satzungen und Regeln, dass wir beinahe völlig den Überblick darüber verloren haben. Nicht nur der ‘normale’ Bürger, sondern auch die Leute, die sich damit auskennen, bzw. auskennen sollten. Dazu kommt noch, dass die Leute in unserem Land, die das Sagen haben, gerade in unseren Tagen alte und bewährte Gesetze verändern, abschaffen und viele neue erfinden. Man weiß damit nicht mehr, was gerade gilt und was nicht. Und bekanntlich „schützt Unwissenheit nicht vor Strafe“. Mich würde einmal interessieren, wie viele Din-A4-Seiten es ergibt, wenn man die ganzen neuen Gesetze und Änderungen der letzten 20 Jahre einmal zusammengefasst vorliegen hätte. Nicht nur von der BRD, sondern vor allem auch von der EU. Es muss sich meiner Meinung nach um einen gewaltigen Berg handeln…

Interessant ist jedoch, dass es Gott geschafft hat, sein ganzes Gesetz für Israel kurz und prägnant wiederzugeben:

2Mo 20,1 Und Gott redete alle diese Worte und sprach: 2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt habe. 3 Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!

4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist. 5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, 6 der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.

7 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen! Denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.

8 Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn! 9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; 10 aber am siebten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. 11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist, und er ruhte am siebten Tag; darum hat der HERR den Sabbattag gesegnet und geheiligt.

12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt!

13 Du sollst nicht töten!

14 Du sollst nicht ehebrechen!

15 Du sollst nicht stehlen!

16 Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten!

17 Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten! Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch irgendetwas, das dein Nächster hat!

Von diesen 10 Geboten kann man alle weiteren Gesetze ableiten. So wissen wir, dass die ganzen 613 Gesetze der Thora, die für Israel gelten, nicht für die Gemeinde (!), die Aufschlüsselung und Ausführung zu diesen 10 Geboten sind. Diese 10 Gebote haben auf einer halben Din-A4-Seite Platz! Erstaunlich! Würden sich alle Menschen an diese 10 Gebote halten, dann hätten wir das Paradies auf Erden!

Das Gesetz wäre schon gut, aber leider ist es der Mensch nicht. Daher verwundert es nicht, dass wir so viele Gesetze haben. Der Mensch ist stets bestrebt, über dem Gesetz zu stehen, darum werden die Gesetze an den Menschen angepasst, nicht mehr, wie es der Fall sein sollte, der Mensch an das Gesetz. Vor allem die Elite will über dem Gesetz stehen.

Der Mensch gibt nicht gerne zu, dass er ungerecht ist, daher erfindet er Gesetze, die sein ungerechtes Handeln rechtfertigen sollen, auch wenn offenkundig ist, dass es falsch ist. Wir in Deutschland haben das in den letzte Wochen sehr deutlich gesehen.

Es wird nicht mehr lange dauern, ja eigentlich ist es jetzt schon so weit, dass der wiedergeborene Christ in Europa, bzw. Deutschland mit manchen Gesetzen, die in der letzten Zeit beschlossen wurden, kollidiert. Man denke z. B. an die „Ehe für Alle“. Christen, die der Bibel mehr als der deutschen Regierung glauben, können nur die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau, die verbindlich geschlossen wurde, anerkennen. Alles andere nennt die Bibel Sünde. Ich glaube, dass es nicht mehr lange dauert, bis das Ansprechen auf diese Sünde rechtliche Konsequenzen haben wird.

Das ist natürlich nur eine Vorausschattung des kommenden Weltführers, des letzten satanischen Diktators über die ganze Welt:

Dan 7,23 Er sprach: »Das vierte Tier bedeutet ein viertes Reich, das auf Erden sein wird; das wird sich von allen anderen Königreichen unterscheiden, und es wird die ganze Erde fressen, zerstampfen und zermalmen. 24 Und die zehn Hörner bedeuten, dass aus jenem Reich zehn Könige aufstehen werden; und ein anderer wird nach ihnen aufkommen, der wird verschieden sein von seinen Vorgängern und wird drei Könige erniedrigen. 25 Und er wird [freche] Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben, und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern; und sie werden in seine Gewalt gegeben für eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit. 26 Aber das Gericht wird sich setzen und ihm die Herrschaft wegnehmen, um sie endgültig zu vertilgen und zu vernichten. 27 Aber das Königreich, die Herrschaft und die Macht über die Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Allerhöchsten gegeben werden; sein Reich ist ein ewiges Reich, und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen!« (Hervorhebung von mir)

Die Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken (2Thess 2,7). D. h. wir sehen jetzt schon, wohin die ganze Sache führen wird, – in eine grauenhafte Diktatur. Das, was wir heute erkennen, wenn wir wach sind, sind die Vorbereitungen darauf.

Wenn wir uns heute an das staatliche Gesetz halten wollen und gleichzeitig für Gott leben wollen, dann müssen wir unsere Bibel sehr gut kennen. Es gibt noch viele Gesetze, die wir halten müssen, wie z. B. unsere Steuern zu zahlen (Lk 20,25). Dazu gehört meiner Meinung auch der Rundfunkbetrag, wobei dieses Gesetz an sich zwar ungerecht ist, aber es ist laut Lk 20,25 für Christen zu halten. Wir sehen aber in den Medien heute sehr häufig, wie Rufmord betrieben wird. Während manche Tun und Lassen können, was sie wollen, weil sie zum Establishment gehören, zeigt man sofort auf kritische Menschen deren Meinung nicht passt und ‘vernichtet’ diese Leute medial und auch privat. Würde man sich an das neunte Gebot halten, wäre das nicht der Fall, denn es heißt ja „du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten“, was im Neuen Testament u. a. auch mit Eph 4,25 und 1Petr 2,1 gefordert wird. Gleichzeitig müsste man auch ehrlich Fehler und Sünden der ungerechten Leute ansprechen dürfen, wenn man das Gebot ernst nehmen würde und wenn man es umgekehrt anwendet. Das wird heute in einigen Fällen aber stark sanktioniert.

Die Änderungen an bewährten Gesetzen, das Zurechtbiegen von Recht und Ordnung nach seinem eigenen Gutdünken, das Rechtfertigen von Unrecht durch viele, viele neue Gesetze zeigen, dass wir zeitlich nicht mehr sehr weit von der Machtergreifung des Tieres entfernt sind. Möge vorher die Entrückung stattfinden…

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