Christus ist der beste Therapeut

DSCN0661 (Medium)„Geht nicht – gibt’s nicht!“ Dieser Spruch eines Baumarktes ist allgemein bekannt. Der Mensch von heute traut sich zu, alle Probleme selbst lösen zu können. Der Mensch von heute bildet sich ein, er sei der Mittelpunkt des Universums, die Krone der Schöpfung und der Mensch, der mit seinem Verstand und ein bisschen Eigeninitiative der Meister und Herr seines Leben sei. Wir haben unglaubliche technische Errungenschaften, von denen wir meinen, sie würden unser Leben verbessern und vereinfachen. Auch auf dem Gebiet der Gesundheit tut man so, als hätte man für jede Krankheit und jedes Gebrechen die perfekte Behandlung parat. Man meint, dass man nur die richtigen Medikamente und die richtige Behandlung haben müsse, damit man wieder „funktionieren“ würde. Doch ich stellte das genaue Gegenteil davon fest.

Es gibt heute Krankheiten, die haben mit der Seele zu tun. Einen gebrochenen Arm kann man schienen und in Gips legen. Eine Grippe kann man mit Antibiotika heilen. Ausgefallene Zähne kann man mit einer Brücke wieder herrichten. Aber eine angeschlagene Seele ist nicht so einfach zu behandeln. Schon der weise König Salomo wusste:

Spr 18,14 Ein männlicher Mut erträgt sein Leiden, wer aber kann einen niedergeschlagenen Geist aufrichten?

Es gibt eine Form von geistlich, seelischen Krankheiten, die sehr schwer zu behandeln sind. Zu ihnen zählen Depressionen, Burnout, Schizophrenie, Zwangserkrankungen, Süchte, Magersucht, Alkoholismus, Drogensucht und viele andere mehr. Nicht alle dieser Krankheiten und Sünden können auf die Schnelle geheilt werden. Oft dauert es lange Zeit, bis sich eine Verbesserung einstellt. Wenn man sich in der Psychiatrie umschaut, dann sieht man, dass viele Patienten immer wieder und wieder in Behandlung kommen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Erfolgsquote in der Psychiatrie relativ klein ist. Man gibt zwar Medikamente – aber diese helfen nur bedingt. Sie mildern vielleicht die Symptome, aber die Krankheit selber können sie nicht heilen. Die menschliche Seele ist kompliziert und unglaublich komplex, so dass man sich bis heute noch nicht einig ist, wie sie zu behandeln sei. Es gibt unzählige verschiedene Therapieformen, Theorien und Ideologien, die versuchen eine psychische Krankheit zu heilen, aber die Erfolgsquote ist auch hier relativ klein. Man hat auch festgestellt, dass manche Patienten einfach nur dadurch eine Besserung erfahren, weil sie über ihr Problem reden können und jemand ihnen zuhört. Die Therapie ist dabei zweitrangig. Manchmal sogar schädlich!

Jahrelang war ich auch eine Dauergast in der Psychiatrie. Aufgrund meiner psychischen Krankheit konsultierte ich unzählige Ärzte und Geistheiler. Ich war in Behandlung in verschiedensten Einrichtungen. In einer weltlichen und in einer christlichen Klink. Ich nahm verschiedenste Medikamente, probierte verschiedene Therapieformen aus. Aber hier konnte mir nicht geholfen werden. Ich musste immer wieder feststellen, dass viele Psychiater und Ärzte genauso ratlos wie ich waren. Sie gaben es zwar nicht offen zu, aber wenn man hinter die Fassade blickte, konnte man es sehen. Eine verwundete Seele ist eben nicht einfach zu heilen.

Im Nachhinein betrachtet erscheint es mir heute richtig, dass ich schon früh Gott suchte. Als ich dann mein Leben Jesus Christus übergab, stellte sich eine wesentliche Verbesserung ein, aber manche Probleme sind noch ungelöst. Jesus Christus ist der perfekte Therapeut. Weil er uns Menschen geschaffen hat, kennt er sich wie kein anderer mit der menschlichen Natur und Seele aus. Er weiß, was wir brauchen. Er kennt unseren Charakter und unsere Sünden, denn er durchleuchtet jedes Herz:

Jer 17,10 Ich, der Herr, erforsche das Herz und prüfe die Nieren, um jedem einzelnen zu vergelten entsprechend seinen Wegen, entsprechend der Frucht seiner Taten.

Jesus Christus erforscht nicht nur das Innere des Menschen, er hat auch die richtige Therapieform parat: Das Evangelium. Wenn man an das vollbrachte Werk am Kreuz glaubt, seine Sünden bekennt und Jesus Christus nachfolgt, dann wird er auch anfangen, den Gläubigen zu therapieren. Der Gläubige muss jedoch bereit sein, den Anweisungen des großen Arztes gehorsam zu sein. Nur dann ist die Therapie erfolgreich. Jesus Christus ist nicht so ungeduldig wie wir. Wir wollen oft ein schmerzfreies Leben. Wir wollen schnelle Lösungen für unsere Probleme. Jesus Christus dagegen hat viel Geduld. Wachstum war schon immer ein lange dauernder Prozess. Wenn der Bauer im Frühjahr aussäht, dann muss er meist bis zu Herbst warten. So wird auch das Innenleben des Menschen – wenn der HERR des Universums sich dessen annimmt – auf langfristige Zeit verändert. Geduld, Geduld und nochmal Geduld sind für die Heilungsprozesse der Seele nötig. Natürlich kann Jesus Christus auch sofort Heilung und Veränderung schaffen. Bei den meisten Christen dauert es jedoch längere Zeit, bis sich gute Frucht und auch Heilung bemerkbar machen.

Gerade Christen sollten nicht dieser Welt gleich sein und sich wie die ungläubigen Menschen vollständig auf Ärzte und Psychiater verlassen. Sie sollten stattdessen bei jedem Problem zuerst ihren HERRN aufsuchen und dann zum natürlichen Arzt gehen. Natürlich darf man auch die Medizin in Anspruch nehmen, da Gott auch die Medizin gemacht hat, um dem Menschen zu helfen. Wir dürfen nicht leichtfertig auf lebensgefährliche Krankheiten reagieren, indem wir nicht zum Arzt gehen. Das wäre nicht weise. Aber wir sollten uns immer bewusst sein, dass Jesus Christus größer als unsere Therapeuten und Ärzte ist. Er ist es im Endeffekt, der heilt. Gerade in der Psychiatrie gibt es viele schädliche Therapien, die Christen nicht in Anspruch nehmen sollten, da diese Therapien dem Evangelium direkt widersprechen und nicht gottgewollt sind. Stattdessen haben Christen das Vorrecht, in jeder Situation sofort durch Gebet mit dem Schöpfer des Universums verbunden zu sein. Zuerst zum Thron und dann vielleicht zum Telefon! Gerade unsere Seele sollten wir nicht anderen Menschen überlassen, sondern dem Arzt, dem Experten, der sich damit auskennt:

Mt 9,12 Jesus aber, als er es hörte, sprach zu ihnen: Nicht die Starken brauchen den Arzt, sondern die Kranken.

Ps 50,15 und rufe mich an am Tag der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich ehren!«

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.