Das richtige Ziel bestimmt den richtigen Weg

DSCN1071 (Large)„Der Weg ist das Ziel“, lautet ein altes Sprichwort. Das ist jedoch nicht ganz korrekt. Denn wenn der Weg das Ziel wäre, dann wären wir ewig unterwegs. Nein, man sollte schon Ziele in seinem Leben haben. Doch welches Ziel ist das richtige?

Wenn man ein Kind ist, dann ist das vorläufige Ziel, in den Kindergarten und in die Schule zu kommen. Danach will man die Schule hinter sich bringen und bereitet sich auf den Beruf vor. Ist man erst im Beruf, will man normalerweise Karriere machen, eine Familie gründen und vielleicht auch ein eigenes Häuschen mit Garten und einer Kellersauna. Hat man diese Ziele erreicht, dann wartet man irgendwann, wenn man älter ist, auf die Rente. Doch worauf wartet man dann noch? Man hat alles gehabt, hat vielleicht Enkel und eine Familie, doch worauf wartet man dann? Auf den Tod? Viele wachen hier auf. Sie merken, dass sie eines Tages sterben müssen. Sie müssen alles zurücklassen. Alles, was sie sich angesammelt haben, ihre Familie und das, was sie sich aufgebaut haben. Je älter man wird, umso mehr Bekannte und Freunde muss man beerdigen. Man merkt, dass die eigene Lebenszeit langsam abläuft und fragt sich: „Wozu das alles?“ Waren diese Ziele richtig?

Jesus Christus hat uns ein anderes Ziel vorgegeben. Wohl dem, der dieses Ziel anstrebt. Jesus sagte:

Mt 6,33 Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!

Dieser Satz stammt aus der Bergpredigt und ist im Zusammenhang zu unseren Bedürfnissen auf dieser Welt erwähnt. Denn zuvor sagt Jesus:

Mt 6,25 Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung?

Jesus weiß, dass wir materielle Bedürfnisse haben. Er weiß, dass wir Arbeit brauchen, eine Unterkunft, Nahrung und Kleidung. Doch die höchste Priorität, das Ziel, ist nicht diese Dinge zu bekommen, sondern das Reich Gottes anzuvisieren. Das ist das letztendlich Ziel. Wenn wir dieses Ziel haben, dann wird Gott für alle die Dinge sorgen, die wir auf unserem Weg brauchen. Das Reich Gottes ist der Ort, wo Jesus herrscht. Das Reich Gottes ist heutzutage mitten unter den Christen, auch Gemeinde genannt:

Luk, 17,20 Als er aber von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht so, daß man es beobachten könnte. 21 Man wird nicht sagen: Siehe hier! oder: Siehe dort! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.

Danach wird Jesus Christus, wenn er wiederkommt, mit den Juden von Jerusalem aus über die ganze Welt und alle Nationen herrschen. Das ist die nächste Phase des Reiches Gottes. Auch tausendjähriges Reich genannt. Danach wird Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, in denen all diejenigen leben werden, die das Rettungsangebot Gottes angenommen haben und sich erlösen ließen. Das wird die Endphase des Reiches Gottes sein. Letztendlich das Gesamtziel.

Unser Ziel nun sollte sein, nach dem Reich Gottes zu trachten. Zuerst sollten wir dafür sorgen, dass unsere Schuld vergeben ist, dafür ist Jesus Christus am Kreuz gestorben. Danach sollten wir Jesus Christus die Herrschaft über unser Leben geben. D. h. ihn HERR sein lassen, denn das ist er sowieso schon. Danach sollen wir danach trachten, das Ziel zu erreichen, das Gesamtziel. Auf dem Weg dahin sollen wir danach trachten, nach der Lehre des Neuen Testaments zu leben. Das nennt man Heiligung. Doch wir sollen stets das Ziel haben, mit dabei zu sein, wenn Jesus Christus wiederkommt und die Herrschaft antritt. Wir sollen auf das „was droben“ ist fixiert sein:

Kol 3,1 Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.

Kol 3,2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist;

Alles Irdische ist vergänglich. Wie oben beschrieben, können wir nichts mitnehmen, wenn wir sterben. Darum sterben viele Menschen nach einem erfüllten Leben so verzweifelt, weil sie zwar viele Ziele erreicht haben, aber nicht das große Ziel verfolgt haben, das Jesus vorgegeben hat. Viele werden sich auf dem Totenbett der Sinnlosigkeit ihres Lebens bewusst und sterben in Verzweiflung.
Darum sollten wir stets die Worte des Mose vor Augen haben:

Ps 90,12 Lehre uns unsere Tage richtig zählen, damit wir ein weises Herz erlangen!

Luther übersetzte:

Ps 90,12 Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.

Die Todesrate aller Menschen liegt noch immer bei 100 Prozent. Uns alle erwartet der Tod, wenn nicht Jesus Christus vorher wiederkommt, um diejenigen, die an ihn glauben, zu entrücken. (Bei der Entrückung werden die verstorbenen Heiligen und die lebendigen Heiligen von der Erde hinweg genommen. Die toten Heiligen werden auferstehen.)

Jesus Christus hat uns also ein Ziel angegeben, das über den Tod weit hinausgeht. Wenn wir dieses Ziel anstreben, ist der Tod nur eine kleine Übergangsphase ins ewige Reich Gottes, wo wir dann für immer leben werden. Denn Jesus Christus ist selber vom Tod auferstanden und hat den Tod besiegt:

1Kor 15,55 Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?«

Wenn wir uns also unserer Sterblichkeit bewusst werden (das wirkt ernüchternd und schockt uns zuerst), können wir bereit und willens sein, das große Ziel anzustreben. Dieses Ziel wird dann unseren ganzen Weg bestimmen. Der Weg wird dann nicht an einem vergänglichen Ziel enden, sondern an einem ewigen.

Daher sorge dafür, dass dein Ziel das richtige ist! Das kannst du heute noch tun.

Joh 14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!

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