Das System meint es nicht gut

709517_web_R_K_B_by_Juergen Jotzo_pixelio.de
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„Bald beginnt der Ernst des Lebens.“ „Bald weht ein anderer Wind.“ So wurde ich verbal auf die Schule vorbereitet. Diese Worte waren richtig. Denn die Schule war nicht ein Ort, wo ich meine Gaben entwickeln sollte, sondern ein Ort, an dem ich systemkonform gemacht werden sollte. An meiner persönlichen Entwicklung war bis auf wenige gute Lehrer keiner interessiert. Die niederen Schulen sind nur dazu da, willige Arbeitssklaven heranzuzüchten, die Schüler an das staatliche System zu gewöhnen und sie mit allerlei unwichtigem Wissen zu füttern. Man lernt, dass nicht Gott der Schöpfer des Universums ist, sondern der Zufall. Man lernt die nachträglich gefälschte Geschichtsschreibung. Man lernt, dass wir froh sein müssen, in solch einem fortschrittlichen Land zu leben. Man lernt, seinen Ärger nicht zu äußern, da Zorn Konsequenzen haben kann. Man lernt auch, der Regierung zu vertrauen. Ich glaubte all das. Ich glaubte, dass die Regierung bestrebt ist, uns allen ein Leben in Frieden und Wohlstand zu ermöglichen. Ich glaubte, dass die Medizin dazu da ist, die Gesundheit zu bewahren. Und ich glaubte, dass ich eines Tages so leben könnte, wie ich es mir als Kind immer vorgestellt hatte. Ein Leben in Freiheit, mit Liebe und Erfüllung. Doch niemand ist daran interessiert, dass ich diese Dinge finde. Das System ist nicht daran interessiert, dass es mir gut geht. Das System ist daran interessiert, mich auszubeuten, mich zu benutzen und zu versklaven. Das ist das einzige Interesse des Systems. Mit den Jahren wird man reifer, und man ist nicht mehr so naiv wie als Jugendlicher. Man verliert seine Blauäugigkeit, wenn man im Leben missbraucht, geschnitten und gemobbt wird. Die Regierung z. B. ist nicht daran interessiert, dass es uns gut geht. Sie will uns beherrschen. Die Medizin will uns von Medikamenten abhängig machen und uns zu ihren Versuchszwecken missbrauchen. Der Arbeitgeber ist nur an seinem Gewinn interessiert, nicht daran, ob ich mich bei ihm wohlfühle oder nicht. Es geht nur ums Geld. Wenn du nicht mehr mitspielst, dann wird dir eben das Geld entzogen. Damit geht dann der gesellschaftliche Status, die sozialen Kontakte und das restliche Leben den Bach runter. Die Bildzeitung hetzt dann auch noch regelmäßig gegen die „Sozialschmarotzer“.

Fakt ist: Bis auf wenige Menschen meint es eigentlich keiner richtig gut mit mir.

Wer das kapiert hat, der ist schon auf einem guten Weg.

Doch es gibt noch jemanden, der es gut mit mir meint: Gott. Auf den ersten Blick scheint das nicht zu stimmen. Wenn ich so auf mein bisheriges Leben zurückblicke, dann könnte ich nicht auf die Idee kommen, dass Gott es gut mit mir gemeint hat. Zu viele Probleme, Nöte, Krankheiten, Schwierigkeiten, finanzielle Engpässe und Not haben mein Leben geprägt. Wenn ich nicht an Gott glauben würde, dann würde ich meinen, mein Leben stünde unter einem Fluch. Aber gerade diese Schwierigkeiten zeigen, dass Gott bei mir an der Arbeit ist. Denn Gott liebt mich zu sehr, als dass er mich so lassen könnte, wie ich von Natur aus bin: Ein Sünder. Durch alle diese negativen Erfahrungen in meinem Leben hat Gott an mir gearbeitet. Er könnte das nicht so tun, wenn er uns nur mit Wohlstand, Glück und Freude beschenken würde. Gott muss uns manchmal viele Dinge nehmen, damit Er unsere volle Aufmerksamkeit bekommt und uns sagen kann, wo es langgeht. Gott liebt uns zu sehr, als dass er einfach so zuschauen würde, wie wir in die Hölle gehen. Darum greift er manchmal hart durch, so dass es wehtut.

Das System dagegen ist so aufgebaut, dass es uns kaputtmacht. Wer im System integriert ist, der kann zwar viele Annehmlichkeiten und eine Art von Glück erleben, aber er wird dadurch kein besserer Mensch, sondern ein schlechterer. Das System kann sehr freundlich und tolerant auftreten. Es kann dir auch ab und zu ein Bonbon geben, aber nur, wenn du auch weiterhin brav alles mitmachst, was das System dir vorgibt. Es trägt eine freundliche Maske, hinter der sich eine grausame Fratze verbirgt. Es verleitet zu Sünde und Tod.

Bei Gott ist das meiner Meinung nach anders. Gott benutzt nicht immer tolerante Worte, sondern er stellt uns eine vernichtende Diagnose. Wie ein Arzt, der seinem Patienten die schlimme Wahrheit nicht vorenthalten darf, geht Gott mit uns um, weil wir alle durch die Sünde krank geworden sind. Aber hinter diesem in unseren Augen strengem Auftreten verbirgt sich ein Gott, der uns unwahrscheinlich liebt. Im Gegensatz zum System verspricht Gott uns für das Leben auf dieser Welt nicht sehr viel Glück, sondern Leid, Kampf und Anfechtung. Das alles dient jedoch dazu, um uns zu retten und aus uns wieder Menschen zu machen, die heilig sind und leben.

Das System dieser Welt und der Gott der Bibel sind miteinander im Krieg. Denn hinter dem weltlichen System steckt der Teufel, der immer noch Fürst dieser Welt ist, bis Jesus Christus seine Macht antreten wird. Darum sind wir als Christen dazu aufgefordert, uns von diesem System abzusondern. Natürlich sollen wir in der Welt bleiben – sonst müssten wir alle ins Kloster gehen – aber wir sollen so leben, dass diese Welt uns nicht negativ beeinflusst.

Dieses System ist seinem Ende nahe. Die Ideologien, Strategien und Denkgebäude werden bald alle zusammenbrechen, weil sie einfach nicht funktionieren. Im Gegensatz dazu werden diejenigen, die auf Gott vertraut haben, bald erlöst werden und in einer neuen Welt leben, die besser, gerechter und schöner ist als diese.

Jes 65,17 Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, so daß man an die früheren nicht mehr gedenkt und sie nicht mehr in den Sinn kommen werden;

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