Der Arbeiter ist seines Lohnes wert

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Heutzutage ist es nicht mehr selbstverständlich, dass ein Arbeiter den Lohn für seine Arbeit verdient, damit er erstens davon leben kann und sich zweitens auch ein wenig Luxus gönnen kann. In unserer angeblich so gerechten und demokratischen Welt herrscht ein beispielloses Lohndumping vor. Es gibt unzählige Zeitarbeitsfirmen, die eine nicht unbedeutende Summe vom Lohn des Zeitarbeiters abgreifen. Manche sind gezwungen für einen Appel und ein Ei zu arbeiten. Viele haben sogar zwei bis drei Jobs, um überhaupt überleben zu können. Die soziale Ungerechtigkeit nimmt dermaßen überhand, dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird. Dabei wird dem Arbeiter dann suggeriert, dass er doch eigentlich froh sein müsse, dass er überhaupt Arbeit habe. Es würden viele Leute Schlange stehen, die froh wären, solch ein Arbeit zu haben. Ansonsten drohe das böse Hartz 4.

Gott – ich spreche vom Gott der Bibel – ist nicht so. Wenn wir die Bibel durchgehen, dann sehen wir, dass Gott absolut gerecht ist. Das schließt auch mit ein, dass ein Arbeiter den gerechten Lohn für seine Arbeit bekommen soll:

1Tim 5,18 Denn die Schrift sagt: »Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, wenn er drischt!«, und »Der Arbeiter ist seines Lohnes wert«.

Wenn wir dieses Leben auf dieser Welt betrachten, dann sehe wir uns einer riesigen Baustelle gegenüber. Vor allem Christen, die von Gott erlöst wurden, sehen dieses Leben als kurze Übergangsphase für das nächste Leben in der Ewigkeit. Laut Bibel wird dieses Leben, dass wir auf dieser Welt als Christen führen, ausschlaggebend sein, wie wir das nächste Leben verbringen werden. Gott hat für jeden echten Christen ein Erbteil und Lohn vorgesehen. Natürlich haben wir so eine Großzügigkeit von Gott nicht verdient. Das Einzige, was wir wirklich verdient haben, wäre die Hölle. Doch Gott hat mit seinem Sohn Jesus Christus beschlossen, dass die Gläubigen für ihre Arbeit – vor allem im Reich Gottes – belohnt werden sollen. Das ist Gnade. Sollten sich auch in unserem Leben als Christen Enttäuschungen an Enttäuschungen reihen, so hat uns doch Gott nicht vergessen. Die Leiden der jetzigen Zeit fallen gar nicht ins Gewicht gegenüber der Herrlichkeit, die wir bekommen werden:

Röm 8,18 Denn ich bin überzeugt, daß die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.

Natürlich leben wir unser Leben so gut wir können, weil wir Gott dankbar sind, er uns verändert und auch weil wir ihn lieben und ihm gefallen möchten. Doch es ist durchaus nicht falsch, sich bewusst zu machen, dass wir je nach Einsatz in diesem Leben unseren Lohn bekommen werden. Gerade das sollte auch ein Ansporn sein, sich wieder aufzuraffen und die Aufgaben, vor die Gott uns stellt, in Angriff zu nehmen. Wohl bewusst, dass unsere Mühe sich lohnen wird.

Sogar der Apostel Johannes dachte an den Lohn, als er folgendes schrieb:

2Joh 8 Seht euch vor, daß wir nicht verlieren, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangen!

Und Jesus Christus sagt am Ende des letzten Buches der Bibel, dass er Lohn mitbringen würde:

Offb 22,12 Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird.

Die Knechte Gottes sollen Lohn bekommen:

Offb 11,18 Und die Heidenvölker sind zornig geworden, und dein Zorn ist gekommen und die Zeit, daß die Toten gerichtet werden, und daß du deinen Knechten, den Propheten, den Lohn gibst, und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen, und daß du die verdirbst, welche die Erde verderben!

Gott ließ sich nicht nur herab, um für uns am Kreuz zu sterben, um uns zu erlösen, nein, er lässt sich auch dazu herab uns für unsere mangelhafte Arbeit zu belohnen, denn wir sind eigentlich nur unnütze Knechte (Lk 17,10). Wenn wir auch kurzzeitig vor Unglück, Leid und Katastrophen nicht verschont bleiben, so lasst uns doch am Vertrauen festhalten, dass Gott wirklich eines Tages alles zurechtrücken wird. Sind wir auch verachtet und verfolgt, so geht das nicht von Gott aus, wenn wir echte Christen sind (Jes 54,15). Es dauert nicht mehr lang; lasst uns daher das Vertrauen festhalten:

Hebr 10,35 So werft nun eure Zuversicht nicht weg, die eine große Belohnung hat!

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