Der „falsche“ Heilige Geist erobert immer mehr Territorium

Ich beziehe mich hier auf den vorhergehenden Artikel:

Der „falsche“ Heilige Geist.

Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich, diesen zuerst zu lesen.

1. Johannesbrief, Kapitel 4

Notwendigkeit, die Geister zu prüfen
1 Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen. 2 Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, daß Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist aus Gott; 3 und jeder Geist, der nicht bekennt, daß Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist nicht aus Gott. Und das ist der [Geist] des Antichristen, von dem ihr gehört habt, daß er kommt; und jetzt schon ist er in der Welt. 4 Kinder, ihr seid aus Gott und habt jene überwunden, weil der, welcher in euch ist, größer ist als der, welcher in der Welt ist. 5 Sie sind aus der Welt; darum reden sie von der Welt, und die Welt hört auf sie. 6 Wir sind aus Gott. Wer Gott erkennt, hört auf uns; wer nicht aus Gott ist, hört nicht auf uns. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums.

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In letzter Zeit bemerke ich, wie der antichristliche Geist immer mehr Territorium erobert. Zum einen kommt er durch die liberale Bibelkritik und durch die Emerging Church in die Gemeinde, zum anderen kommt er durch die Pfingst- und Charismatische Bewegung in die Köpfe der Gläubigen. Es herrscht Krieg, vor allem um die Person des Herrn Jesus Christus. Entweder wird seine absolute Gottheit geleugnet, oder sein vollkommenes Menschsein wird hinterfragt. Als verführerischer Geist ist der antichristliche Geist aktiv, indem er Visionen, Gesichte und himmlische Erscheinungen erzeugt. Er gibt sich außerdem als Geist Gottes aus und erzeugt wohlige, warme Gefühle in der Person, die er besetzt hat. Er rüstet seine Opfer mit vermeintlicher Kraft und Vollmacht aus, so dass diese meinen, sie wären besser als die „normalen, schwachen“ Christen, die bei ihnen als schwach und elend gelten, weil sie nicht solche Hochstimmungen haben und auch keine der Zeichen und Wunder erleben, die dieser Geist am laufenden Band produziert. Er wirkt angeblich das Zungenreden, Krankenheilungen und prophetische Visionen.

Dieser Geist, unter dem ich früher auch stand, wird mit der Zeit seine hässliche Fratze zeigen; das war bei mir auch der Fall. Man muss nur lange genug warten. Frucht geht immer langsam auf. Lasst euch durch die anfänglichen Erfolge und Wunder, die die Irrlehrer und falschen Propheten wirken, die von diesem bösen Geist besetzt sind, nicht täuschen, sondern wartet geduldig ab. Nach und nach werdet ihr feststellen, dass ihre Prophetien nicht eintreffen. Ihr werdet sehen, wie sie immer weiter von dem biblischen Jesus Christus wegkommen, anfangen die Bibel zu verdrehen, und zuletzt wird dieser Geist die von ihm besetzte Person wahrscheinlich kaputt machen. Die besetzten Menschen sind Getriebene, sie sind versklavt vom Teufel und Opfer einer gewaltigen Täuschung. Sie werden Schiffbruch erleiden, wenn sie sich nicht aus den Klauen dieser Dämonie befreien. Und dann werden sie leider zuletzt hören müssen:

Mt 7,23 Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!

Darum gilt es, die Menschen vor dieser falschen Sicherheit, in der sie sich wiegen, zu warnen und für sie zu beten, damit sie die Täuschung, der sie erlegen sind, durchschauen. Ich konnte diesem Geist nur entkommen, weil damals viele Menschen für mich gebetet haben. Nur durch die Gnade des HERRN Jesus Christus konnte ich gerettet werden.

Während die bibeltreuen Gläubigen sich früher mehr oder weniger gegen das Eindringen dieses Geistes zur Wehr setzen konnten, haben sich heute die Zeiten geändert. Der antichristliche Geist, der massiv in die Gemeinde eindringt, weil die Gabe der Geistunterscheidung anscheinend immer weniger praktiziert wird, breitet sich schwarmartig aus und hasst den echten Jesus Christus, und so ist es auch kein Wunder, dass die von ihm besetzten Opfer gegen die nüchternen, bibelfesten Gläubigen massiv vorgehen. Sie beschimpfen diejenigen, die diesen Geist ablehnen und vor ihm warnen, als Pharisäer, die den Heiligen Geist lästern würden, als richtend und als intolerant und verbohrt. Aber das ist kein Wunder, denn Kritiker sind ein Dorn im Auge dieser Schwärmer, denn sie halten ihnen ihre Sünden und Irrtümer mit dem Wort Gottes vor Augen. Die Sünde des Hochmuts ist bei ihnen sehr stark ausgeprägt und darum sind sie durch Kritik fast nicht zu erreichen. Hier hilft nur Gebet.

„Soll diese Kritik von Gott sein?“, fragen sie; denn sie können sich nicht vorstellen, dass sie sich gewaltig  irren und in letzter Konsequenz Feinde Gottes, des wahren Heiligen Geistes und des Evangeliums sind. (Wenn mich früher jemand kritisierte, dann wurde ich regelrecht wütend.)

Der Umstand, dass viele Menschen durch die Irrlehrer „zum Glauben kommen“, sollte uns nicht täuschen. Diese Erfolge sind nicht darauf zurückzuführen, dass sie die Menschen mit dem echten Evangelium erreicht hätten, sondern es ist der Sauerteig der Sünde und Wundersucht, die ihnen solche gewaltigen Erfolge bescheren. (Ich hätte mir niemals vorstellen können, dass die Wunder, die ich erlebte, satanischen Ursprungs waren.) Viele Menschen, häufig okkult vorbelastet durch die vielfältigen okkulten Praktiken, die heute gang und gäbe sind, lassen sich gerne von einem Wunder-Evangelium ködern, bei dem sie ihre Sünde nicht eingestehen müssen und ohne Buße direkt diesen antichristlichen Geist und seine Kraftwirkungen bekommen.

Den echten Heiligen Geist bekommt man jedoch nur, wenn man aufrichtig zu Jesus Christus kommt, seine Sünden bekennt und lässt und Jesus Christus den Herrn in seinem Leben sein lässt. Echter Glaube beginnt bei Golgatha. Doch bei vielen der Getäuschten beginnt der Glaube mit einer übersinnlichen Erfahrung, die durch den Teufel bewerkstelligt wurde. Dabei verehren sie dann auch noch einen anderen Jesus, glauben ein anderes Evangelium und haben einen anderen Geist (2Kor 11,4).

Die Entwicklungen, die ich in letzter Zeit beobachte, schockieren mich. In unserer westlichen Welt, die einmal ganz tief vom Evangelium geprägt war, ist der Abfall unheimlich schnell fortschreitend und wird immer extremer. Und das wird mit der Bibel in der Hand legitimiert. Biblische Wahrheiten werden dabei aber wie Perlen vor die Säue geworfen, die Wahrheiten wie Kot weggeworfen, weil man das Wort Gottes verdreht und missdeutet.

Die Furcht vor Gott geht verloren. Gott ist nur der senile liebe „Daddy“ der all unsere Wünsche zu erfüllen hat und unser Selbstwertgefühl aufbessern soll. Dieses Vatervakuum, das in unserer Zeit tatsächlich oft vorhanden ist, füllt der antichristliche Geist erfolgreich auf, indem er eine falsche Vater-Kind-Liebe vermittelt, die sentimentaler Gefühlsduselei entspricht. Was unter dem Strich dabei herauskommt sind „seelische Christen“, die von ihren Gefühlen statt vom Wort Gottes abhängig sind.

Ich denke wir alle sind mal mehr oder weniger von diesen endzeitlichen Entwicklungen betroffen. Keiner von uns kann behaupten, dass sein Glaubensleben immer nur perfekt und gut ist. Wir werden mit Sünde tagtäglich konfrontiert. Wir sind zu Laodizea geworden und uns fehlen viele Merkmale dessen, was einmal die Gemeinde Christi ausmachte, die Verfolgung, Anfeindung und Hass mit Liebe vergolten hat. Die dem Herrn Jesus uneingeschränkt folgte und sich selbst zurückstellte. – Wir müssen immer bei uns selber anfangen, wenn wir andere positiv beeinflussen wollen. Daher müssen wir uns gegen den antichristlichen Geist schützen, indem wir die Nüchternheit im Glauben bewahren und für die beten, die von diesem Geist in Besitz genommen wurden.

Wir leben in Zeiten, in den das Böse immer mehr triumphiert, während den Treuen, die zu Gott halten, immer mehr Schmähungen, Anfeindungen und Hass entgegenkommt. Wir leben in Zeiten, in denen jedes biblische Fundament zerstört wird, in denen das Unrecht und die Gesetzlosigkeit bis zur Unerträglichkeit zunehmen. Auch die Gemeinde ist davon betroffen, leider!

Spr 28,28 Wenn die Gottlosen obenaufkommen, so verbergen sich die Leute; wenn sie aber umkommen, so mehren sich die Gerechten.

Halten wir durch, denn:

Mt 10,22 Und ihr werdet von jedermann gehaßt sein um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.

Hier ist ein Video, das zeigt, wie dieser religiöse Geist die von ihm besetzten Opfer zu Narren macht:

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