Der Kessel kocht weiter

Verrückt! Da bezeichnet ein in Deutschland lebender Türke die Deutschen als „Köterrasse“ und ein deutsches Gericht lässt ihn gewähren. Meine erste Reaktion darauf war Wut und der Wunsch einen ähnlichen Begriff für die Türken zu erfinden. Doch einen solchen gibt es in unserer Gegend schon lange. Er klingt auch nicht gerade freundlich. Hier wird sich gegenseitig nichts geschenkt. Die Deutschen sind auch nicht besser und haben sich über die Türken auch oft lustig gemacht oder sie verspottet.

Aber genau solche Meldungen lassen die Emotionen hochkochen. Und das ist so gewollt. Ich glaube, wir sind nicht mehr allzu weit von der Aussage aus der Offenbarung des Johannes entfernt, wo es heißt:

Offb 6,4 Und es zog ein anderes Pferd aus, das war feuerrot, und dem, der darauf saß, ihm wurde gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen, damit sie einander hinschlachten sollten; und es wurde ihm ein großes Schwert gegeben.

Ich bin jetzt 40 Jahre alt und ich kann mich an keine Zeit erinnern, bei der die Emotionen dermaßen hochkochten wie heute. Man wird von den Medien, die über die Politik und das Weltgeschehen berichten, regelrecht zum Hass provoziert. Wir Menschen haben ja, egal ob gläubig oder ungläubig, ein gewisses Gerechtigkeitsempfinden. Doch die täglichen Meldungen verletzen uns darin ständig. Ständig hört und sieht man, wie eine oder mehrere Personen sich über Recht und Ordnung hinwegsetzen und damit noch Erfolg haben. Im gleichen Atemzug bekommt derjenige, der das Unrecht anprangert, einen auf den Deckel. Entweder wird er dann denunziert, verliert seine Arbeit oder wird anderweitig mundtot gemacht. Das macht etwas mit uns. Wir werden nicht nur zunehmend emotional abgestumpfter, wir werden zunehmend dahin gebracht, dass wir das Recht selber in die Hand nehmen und selber Gewalt ausüben wollen. Wer ohn-mächtig ist, will wieder mächtig sein. Je mehr Menschen das wollen und selber zu Gewalttätern werden, umso mehr verlieren wir den Frieden in unserem Land und auch unsere Sicherheit. Wer die Polizeimeldungen liest, der erkennt, dass wir eine unglaublich hohe Verbrechensrate haben müssen, wobei wir nur die Spitze des Eisbergs kennen. Es wird vieles verschwiegen. Wenn aber dann noch eine Person kommt und behauptet, Frieden und Sicherheit zu bringen, dann haben wir Hitler 2.0.

Die Weltmenschen müssen das hinnehmen, aber Christen haben immer noch einen Ansprechpartner: Gott. Wir sind nicht auf Gedeih und Verderb den weltlichen Elementen ausgeliefert. Wir haben einen Fürsprecher, einen Mittler bei Gott:

1Tim 2,5 Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus,

Auch wenn es hier unten immer dunkler wird, so haben wir doch Grund zur Hoffnung:

Röm 15,13 Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit Frieden im Glauben, daß ihr überströmt in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes!

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