Der unterschlagene Name

676521_web_R_by_Dieter Schütz_pixelio.de
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Offb 3,8 Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine geöffnete Tür gegeben, und niemand kann sie schließen; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet.

Als ich heute den Briefkasten geöffnet habe, lag ein Katalog darin. Vor einigen Wochen hatte ich ein Buch bei einem christlichen Verlag bestellt, der zur Gerth-Gruppe gehört. Dieser Verlag nun schickte mir einen Katalog zu, in dem die neuesten Bücher vorgestellt wurden, die der Verlag anbietet. Auf dem Titelbild war Margot Käßmann abgebildet, deren neuestes Buch auch zur Bestellung vorgeschlagen wurde. Auch ein Buch von Patricia Kelly und Bücher von anderen bekannten Schriftstellern wurden darin beworben. Viele Bücher in dem Katalog handeln von Lebenskrisen, der Suche nach dem Sinn im Leben und von allgemeinen Weisheiten, die das Leben besser machen sollen. Aber mir fiel etwas interessantes auf. Kein einziges Mal wurde der Namen „Jesus“ erwähnt. Der Name „Christus“ kam ungefähr 3-4 Mal vor, aber den Namen „Jesus“ habe ich nicht gesehen. Ist das nicht ein Bild für unsere Zeit? Der Mensch und sein Leben wird in den Mittelpunkt gerückt. Unsere Probleme, unsere Nöte und unsere Erfahrungen. „Gott“ kommt schon vor. Aber der Begriff „Gott“ ist zu allgemein gehalten. Jeder kann sich etwas eigenes darunter vorstellen. Man braucht heute schon noch eine Art von Gott, denn man will ja nicht ganz gottlos dahinleben. Aber der Gott, den sich viele in ihren Gedanken zurecht gezimmert haben, ist eben nicht der Gott, der er in Wirklichkeit ist. Man kann viel von Gott reden. Das tun auch die Esoteriker und New-Ager. Aber der echte Gott der Bibel wird immer ein Gott sein, der Spaltungen verursacht. Bei dem Namen „Gott“ bleiben die meisten Menschen neutral. Denn jeder hat sein eigenes Gottesbild. Aber beim Namen „Jesus“ geht eine Spaltung direkt durch die Menschheit. Bei diesem Namen kann keiner neutral bleiben. Für die einen ist es ein Namen des Anstoßes, für die anderen ein Namen, der Seeligkeit verspricht. Jesus teilt die Menschen in zwei Hälften. Die einen folgen ihm, die anderen verwerfen ihn. So war es schon immer und wird immer so sein.
Heutzutage kommen viele, die sich Christen nennen, ohne den Namen „Jesus“ aus. Ich muss gestehen, dass ich diesen Namen auch nicht oft Ungläubigen gegenüber zur Sprache bringe, weil ich aus meiner Erfahrung gelernt habe, dass mich dann die meisten Menschen danach ablehnen. Das hat dann leider auch mit Feigheit zu tun. Und das muss besser werden. Aber trotzdem müssen wir den HERRN erwähnen. Wir müssen diesen Namen, der der Rettungsruf für jeden verzweifelten Sünder ist, den Leuten sagen, die gerettet werden sollen.
Ich will nicht mit dem Finger auf diesen Verlag zeigen, denn ich bin auch nicht besser. Aber wir müssen den Namen des HERRN in unserer Theologie berücksichtigen. Sonst stehen wir in Gefahr, das ganze christliche Zeugnis, das Jesus geprägt hat, aufzugeben.
Die heutige Christenheit, für die auch dieser Katalog steht, findet auch Erwähnung in der Bibel. Der letzte Sendbrief an die Gemeinde in Laodizea drückt genau unseren Zustand aus:

Offb 3,
Sendschreiben an die Gemeinde von Laodizea
14 Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe: Das sagt der »Amen«, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes: 15 Ich kenne deine Werke, daß du weder kalt noch heiß bist. Ach, daß du kalt oder heiß wärst! 16 So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund. 17 Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluß, und mir mangelt es an nichts! — und du erkennst nicht, daß du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt. 18 Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird; und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst! 19 Alle, die ich liebhabe, die überführe und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße! 20 Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir. 21 Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe. 22 Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Heute könnte Laodizea so aussehen: Die Gemeinde in Laodizea ist nach heutigen Maßstäben reich. Sie bietet den Gottesdienstbesuchern vielleicht ein tolles Programm an. Mit toller Musik, tollen Bildern und ansprechenden Predigten. Sie hat vielleicht, wie die heutigen Gemeinden, tolle Kataloge und Büchertische, in denen viele Bücher angeboten wurden, einen tollen Jahreskalender, einen „What-would-Jesus-do“-Button auf den Kleidern und tolle Kerzen und Heiligenbilder. Aber Jesus ist nicht in dieser Gemeinde. Der Name „Jesus“ wird dort unterschlagen oder einfach umgedeutet in einen Wohltäter der Menschheit, der am Kreuz unglücklicherweise gestorben ist, weil er gegen das römische Imperium rebelliert hat. So ist es heute oft. Der Tod Jesu wird umgedeutet. Das ist jedoch nicht der biblische Jesus. Jesus Christus starb für unsere Schuld und nur der, der das erkennt, wird gerettet. Mit diesem Namen steht und fällt unser ganzes Heil. Keiner wird an diesem Namen vorbei kommen. Darum müssen wir diesen Namen aussprechen. Auch wenn es uns Ärger einbringt.

Apg 4,12 Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!

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