Der Vers, der nicht in der Bibel steht

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Es gibt einen Satz, den viele Menschen kennen. Er hört sich an, wie ein Auszug aus der Bibel. Viele, ich auch, haben ihn im Unterbewusstsein abgespeichert und er taucht immer dann auf, wenn wir in Nöte und Probleme kommen. Der Satz lautet: „Ich habe Jesus Christus mein Leben anvertraut. Da Jesus Gott ist, werde ich nie wieder Probleme haben, denn Gott ist allmächtig und wird jedes Problem lösen!“

Wenn wir Probleme und Nöte bekommen, und wenn wir diesen Satz im Bewusstsein haben, bekommen wir noch mehr Probleme, als wir so schon haben. Denn es bleiben uns nur zwei Möglichkeiten: Entweder ist der Satz eine Lüge oder Gott hat beschlossen, uns im Stich zu lassen.

Wenn wir jedoch die Bibel und die Worte Jesu darin untersuchen, werden wir feststellen, dass dieser Satz in der Bibel nicht vorkommt. Auch der Gesamtzusammenhang des Wortes Gottes gibt diesen Satz nicht her. Woher kommt er dann?

Ich denke, dass dieser Satz satanischen Ursprungs ist, oder dass er aus unserem sündigen Wesen entspringt. Wir zählen eins und eins zusammen und kommen auf eben diesen Schluss. Doch die Bibel beschreibt, dass gerade die Menschen, die Jesus Christus ihr Leben anvertraut haben, Probleme bekommen werden. Schon Paulus sagte:

Röm 5,3 Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen, weil wir wissen, daß die Bedrängnis standhaftes Ausharren bewirkt, 4 das standhafte Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung; 5 die Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.

Und weiter:

Apg 14,22 dabei stärkten sie die Seelen der Jünger und ermahnten sie, unbeirrt im Glauben zu bleiben, und [sagten ihnen,] daß wir durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen müssen.

Wir finden in der ganzen Bibel unzählige Glaubenshelden, die schwere Probleme hatten. Denken wir an den König David. Nachdem der König Saul verworfen worden war, wurde der König David in Verschwiegenheit zum König gesalbt (1. Sam 16). Er war der von Gott bestimmte neue König von Israel. Wenn wir nun den obenstehenden Satz, der nicht in der Bibel steht, anwenden, dann müsste es für David einfach gewesen sein, König zu werden. Dem war aber nicht so. Der König Saul versuchte mehrmals David zu ermorden, so dass David fliehen musste. David war jahrelang auf der Flucht vor König Saul und kam mehrmals in Todesgefahr. Nicht nur durch Saul. Einmal wollten ihn sogar seine eigenen Anhänger steinigen. David musste durch viel Nöte und Bedrängnisse hindurchgehen, obwohl Gott auf seiner Seite war. Er hatte Nöte, weil er Gott treu war.

Nicht zuletzt auch der HERR Jesus Christus hatte viele Bedrängnisse. Er wurde von der Masse des jüdischen Volkes verworfen und entging den fiesen Fallen und Mordanschlägen der engstirnigen Schriftgelehrten (Joh 10,31). Nicht einmal Gottes Sohn war von Bedrängnissen und Nöten sicher. Wenn Er nicht sicher war, wie viel weniger dann wir?

Wir Gläubigen vergessen oft, dass wir es neben Gott noch mit dem Widersacher Gottes zu tun haben: Dem Teufel. Der Teufel bekämpft Gott. Der Teufel bekämpft auch Gottes Kinder. Er ist es, der uns den obigen Satz eingibt und uns dann bekämpft. Er greift uns an, versucht uns zu zerstören und sagt uns im gleichen Atemzug: „Wenn Gott wirklich etwas an dir liegen würde, dann hätte er das nicht zugelassen!“ Er ist die Ursache des bösen, will dann jedoch Gott den „schwarzen Peter“ zuschieben, indem er uns dazu aufstacheln will, mit Gott zu hadern.

Auf der anderen Seite versucht er uns und bringt uns manchmal dadurch zu Fall. Wieder ist er eine Ursache für unsere Sünden und Probleme. Und wenn er uns dann zu Fall gebracht hat, verklagt er uns bei Gott.

Offb 12,10 Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Herrschaft seines Christus! Denn hinabgestürzt wurde der Verkläger unserer Brüder, der sie vor unserem Gott verklagte Tag und Nacht.

Wir sehen also, dass wir es mit einem Feind zu tun haben, der nicht unterschätzt werden sollte. Jesus Christus hat ihn zwar schon besiegt, aber noch ist er nicht in der Hölle und kann immer noch viel Schaden anrichten, wenn wir oder andere auf ihn hören. Es stimmt schon: Jesus Christus hat alles unter Kontrolle. Auch unser Leben. Aber der Feind ist immer noch aktiv; so wie David von König Saul verfolgt wurde.

Der Teufel hat wie König Saul damals noch nicht abgedankt. Er verfolgt die Gläubigen und bringt sie in Drangsal. Das können wir vor allem an den Christen in islamischen Ländern und in Nordkorea sehen. HERR Jesus hilf uns! Lass uns nicht auf diesen Lügner hereinfallen.

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