Die Gemeinde herrscht noch nicht!

Wie im vorigen Artikel „Die Gemeinde ist nicht das alttestamentliche Israel“ bereits klar gemacht wurde, hat Jesus Christus mit der Erwählung der Gemeinde das irdische, auserwählte Volk Israel auf die Seite getan. Vorläufig, denn Gott wird sich Israel wieder zuwenden, er hat schon damit begonnen (Apg 15,16). Wenn die Gemeindezeit zu Ende ist, wird Jesus Christus sich wieder dem irdischen Volk Israel zuwenden, indem es im Land selber zu einer Erweckung kommen wird (Offb 7,4).

Zur Gemeinde gehörende Menschen kommen aus vielen Nationen und Sprachen. Die Gemeinde ist länderübergreifend. Beim Volk und dem Land Israel handelt es sich um ein festgelegtes und sehr eng verbundenes Herrschaftsgebiet. Während das Volk Israel somit die Verheißung hatte, eine Nation, ein Gottesstaat zu sein, hat die Gemeinde eine zukünftige Stadt, die noch kommen wird, bis dahin muss sie auf ihren Bräutigam, den Herrn Jesus Christus, warten. Das Himmlische Jerusalem:

Offb 21,9 Und es kam zu mir einer der sieben Engel, welche die sieben Schalen hatten, die mit den sieben letzten Plagen gefüllt waren, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau, die Braut des Lammes, zeigen! 10 Und er brachte mich im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die große Stadt, das heilige Jerusalem, die von Gott aus dem Himmel herabkam, 11 welche die Herrlichkeit Gottes hat. Und ihr Lichtglanz gleicht dem köstlichsten Edelstein, wie ein kristallheller Jaspis.

Die Gemeinde hat den Auftrag, Menschen zu Christus zu rufen und sie zu unterweisen (Mt 28,19-20), aber sie hat hier auf der Erde keinen Herrschaftsanspruch! Darum muss sich die Gemeinde der jeweiligen Regierung unterordnen:

1Petr 2,13 Ordnet euch deshalb aller menschlichen Ordnung unter um des Herrn willen, es sei dem König als dem Oberhaupt 14 oder den Statthaltern als seinen Gesandten zur Bestrafung der Übeltäter und zum Lob derer, die Gutes tun. 15 Denn das ist der Wille Gottes, dass ihr durch Gutestun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringt; 16 als Freie, und nicht als solche, die die Freiheit als Deckmantel für die Bosheit benutzen, sondern als Knechte Gottes.

Die einzige Ausnahme von der Unterordnung ist der Fall, dass die Regierung etwas vom Christen fordert, dass dem biblischen Gebot entgegengesetzt ist. Dann hat der Christ das Recht, entgegen der Gesetzgebung zu handeln (Apg 5,29). Ich persönlich glaube auch, dass ein Christ das Recht hat, seine Meinung zu äußern und Unrecht beim Namen nennen darf (vgl. Mt 14,3-5)! Dabei wird ein Christ sich zumindest in Gedanken auf die Seite der widerrechtlich Unterdrückten schlagen (Hebr 13,3)!

Es gab mit der Konstantinischen Wende eine ungute Entwicklung, als das Christentum, zu dem echte Christen und nicht echte Namenschristen (!) gehörten, zur Herrschaft gelangte. Die Römisch Katholische Kirche war entstanden. Wie das ausgegangen ist wissen wir. Die „Christenheit“ unter Führung der Päpste versklavte ganze Völker, tötete und beraubte sie, verbot unter anderem auch das Wort Gottes und führte die Menschen von Gott weg, statt zu Ihm. Das konnte alles geschehen, weil hiermit eine Herrschaft ausgeübt wurde, die nicht im Sinne Gottes war. Die Gemeinde wird herrschen, aber jetzt noch nicht!

Was sagt das mir, heute, am 13.03.2018, in Deutschland? Ich muss mich der Regierung so weit unterordnen, indem ich keine Verbrechen begehe (Röm 13,3), meine Steuern zahle (mit Rundfunkgebühren!) (Röm 13,6), und ansonsten ein treuer und guter Bürger, ja auch Mit-Bürger, bin. Trotzdem befinden wir uns heute schon in einer Zeit, in der Gesetze beschlossen wurden, die ein Christ nicht mittragen kann. Die „Ehe für Alle“ z. B. wird in der Bibel eindeutig als Sünde gesehen. Hier muss ein Christ normalerweise Stellung beziehen. Ich tue das nicht, weil ich viele Jahre selber in Unzucht gelebt habe, darum halte ich mich zurück! Aber auch die ungleiche Bestrafung, das Messen mit zweierlei Maß vor Gericht, macht mir schon länger Sorgen. Während man manche Gewalttäter eher nur mündlich ermahnt und laufen lässt, werden Menschen, die lediglich ihre nicht konforme Meinung sagen, sehr oft und manchmal viel zu hart sanktioniert. Was sich hier abzeichnet, ist eine ungute Entwicklung hin zur Diktatur. Wie lange darf man Sünde noch Sünde nennen? Wie lange darf man das Wort Gottes noch predigen und auslegen? Ich will weiterhin meine Meinung sagen dürfen, und ich habe auch als Staatsbürger das vom Grundgesetz verbürgte Recht auf freie Meinungsäußerung. Zuletzt muss ich noch sagen, dass wir mittlerweile von Menschen regiert werden, die das alte Deutschland, wie wir Älteren es noch kannten, zum Unguten verändern wollen (Flüchtlingsinvasion, übertriebener Umweltschutz, Bevölkerungsreduktion, Ausbeutung, hohe Steuern, soziale Ungerechtigkeit). Inwieweit man hier als Christ Widerstand leistet will, bleibt dem eigenen Gewissen des Lesers überlassen. (Ich werde mich weiterhin kritisch äußern, aber zur Gewalt will ich nicht greifen.) Es gilt aber auch:

Phil 3,20 Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter,

Trotzdem haben wir Christen jetzt noch nicht das Sagen! Wir warten auf unseren Herrn Jesus Christus und geben das Evangelium in Wort und Tat weiter! Das beinhaltet bis jetzt unsere Aufgabe!

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5 Gedanken zu „Die Gemeinde herrscht noch nicht!“

  1. Gott wird heimsuchen bis ins dritte und vierte Glied!
    Die Ehe für alle bringt nämlich eine Diskriminierungsgefahr von Kleinkindern: Das eigentlichen Problem ist die Homo-Adoption von Kleinkindern: Sicher wird das volle Adoptionsrecht hinzukommen. Aber das eigentliche Kindeswohl steht nur bedingt im Mittelpunkt der gleichgeschlechtlichen Adoptionswünsche und ist auch durch sicher in vielen Fällen gegebene, beachtliche Liebeszuwendung nicht zu garantieren. Denn eigentümlicherweise wird durch diejenigen, welche Freiheit in jeder Beziehung fordern, eine Beschneidung der Freiheit der Kinder billigend in Kauf genommen.
    Im Gegensatz zu einem Kind in einer Vater-Mutter-Gruppierung, erleidet das in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung heranwachsende Kind eine gewisse Deprivationssituation bzw. Diskriminierung, da ihm der enge Kontakt mit der Gegengeschlechtlichkeit verwehrt bleibt (Fehlende Aktivierung von wichtigen Spiegelneuronen).
    Die Frage nach dem Wohl des Kindes wird hier bei der versuchten Verwirklichung abstrakter Gleichheitsideen oder dem Versuch der Beseitigung eines auszuhaltenden, vielleicht unangenehmen Defizits, in der Regel gar nicht erst gestellt.
    [Einzelheiten über „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ sind in dem Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 6. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014: ISBN 978-3-9814303-9-4 nachzulesen]

    1. Wir sollten weder Bücher dieser Art schreiben noch lesen, was die Schrift eindeutig klarstellt muss man weder wissenschaftlich erforschen noch interpretieren. Um etwas zu verbessern, speziell für diese Kinder sollten wir beten ! Immer wieder beten !

      1. Lieber Jens,
        auf jeden Fall sollten wir für diese Kinder beten, da stimme ich zu. Doch weshalb sollten wir solche Bücher weder schreiben noch lesen?

  2. Lieber Petraulus,

    weil mir die Schrift allein genügt und mich der Heilige Geist in die ganze Wahrheit führt. So steht es geschrieben und so funktioniert dies bei uns auch praktisch.

    Weiterhin sind diese Bücher von Menschen geschrieben worden, welche immer (auch) versuchen ihre eigenen Ideen und Lehren weiterzugeben. Mir gefallen wiederum Bücher in welchen christlicher Glauben anderer Christen aus der Vergangenheit beschrieben wird (welches ja für uns sehr erbauend und lehrreich sein kann). Zum Beispiel dieses hier: http://ebooks.fcdi.de/m0/Dr_Comandis_Liebeswerk_in_Italien.pdf

    Vielleicht bin ich da auch etwas zu hart in meiner Denkweise, nur was ich die letzten Jahre alles schon gelesen und gehört habe brachte mich zu dem Entschluss allein bei der Schrift zu bleiben. Da stimmt so ca. 99,99 Prozent alles plus die ein paar schon bekannten Übersetzungsfehler. Bei der meisten von Menschen geschrieben Literatur ist das Verhältnis nützlich-fruchtbringend zum Verhältnis nutzlos-fruchtlos oft schon genau andersherum.

  3. Noch ein Denkanstoss zum Thema: „Wie im vorigen Artikel „Die Gemeinde ist nicht das alttestamentliche Israel“ bereits klar gemacht wurde, hat Jesus Christus mit der Erwählung der Gemeinde das irdische, auserwählte Volk Israel auf die Seite getan.“

    http://wir-sind-israel.de/texte/weiss.htm
    Wäre es möglich das Satan uns das Volk der Khasaren als Juden verkauft und wir Nordeuropäer, teilweise Nordamerikaner und Australier … das Volk Israel sind ?
    Es gibt da auf YT noch einen anderen Mehrteiler, der fing ganz gut an, alles historisch gut aufgearbeitet, aber da dieses Thema für mich nicht relevant ist, hab ichs mir auch nicht weiter angeschaut.
    Ich warte einfach ab und lasse mich überraschen, weil meinen Glauben stärken diese vielen Infos nun nicht wirklich. Aber interessant ist das schon. 🙂

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