Die große Gefahr

Es ist faszinierend zu beobachten, wie anhand der Krim-Krise eine Trennlinie durch Deutschland geht. Auf der einen Seite stehen die deutsche Regierung, die auf der Seite der USA ist, und die Massenmedien, die durch das Internet massiv an Glaubwürdigkeit verlieren. Was vor über 20 Jahren noch undenkbar war, tritt jetzt ein. Die Leute glauben nicht mehr, was ihnen von den Mainstream-Medien vorgekaut wird. Sie organisieren sich, was man auch an den neu belebten Montagsdemonstrationen in vielen deutschen Großstädten sieht.

Die Menschen in Deutschland und auch in der gesamten EU haben genug von der Bevormundung durch den Staatsapparat der EU-Bürokraten. Sie haben genug vom Euro und genug von den Lügen. Die Unzufriedenheit wächst.

Was mir bei den ganzen Videos, die ich die letzten Tage im Netz gesehen habe, aufgefallen ist, ist eine Solidarisierung vieler unterschiedlicher Gruppen zu einem großen Ganzen. Es liegt eine Euphorie in der Luft, wenn man sich die Montagsdemonstrationen im Web anschaut. Das Ziel, eine neue Gesellschaft und eine neue Zivilisation zu schaffen, liegt nahe. Alte, verkommene Werte, Betrug, Korruption und Systeme sollen abgeschafft werden und es soll eine bessere Welt entstehen, so der Tenor von vielen Demonstranten und Rednern.

Doch gerade, wenn wir Christen sind, sollten wir hier sehr wachsam sein. Wir wissen, dass es niemals dazu kommen wird, eine schöne neue Welt zu schaffen. Denn dies wird immer an der Sündhaftigkeit von uns Menschen scheitern. Wir Christen wissen, dass wir selber oft nicht das tun, was wir eigentlich wollen und müssen wie Paulus sagen:

Röm 7,19 Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das verübe ich.

Wir wissen aus der ganzen Geschichte, dass es niemals gelungen ist, dauerhaft Frieden und Sicherheit zu haben und es wird auch jetzt nicht gelingen! Frieden und Sicherheit sind zwar in aller Munde, aber doch unerreichbar fern. Es wird immer an der sündigen Natur des Menschen scheitern, dass es zu dauerhaftem Frieden und Sicherheit kommt. Denn der Mensch kann nicht mit Macht umgehen und er wird seine Macht immer verbissen verteidigen. Die schöne neue Welt bleibt für das 1000-jährige Reich vorbehalten, wenn Jesus Christus von Jerusalem aus herrschen wird. Dann wird Friede und Sicherheit sein.

Der gleiche Paulus warnte uns im 1. Thessalonicherbrief auch davor, dass diese Worte, jetzt gebraucht, nicht zutreffen werden:

1Thess 5,3 Wenn sie nämlich sagen werden: »Friede und Sicherheit«, dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen.

Im zweiten Brief an die Thessalonicher warnt der Apostel Paulus vor dem Antichristen. Der Antichrist wird als Mann des Friedens auftreten.

Ich weiß nicht, was als nächstes geschieht, aber es könnte (!?) so kommen:

Wenn wir zurückdenken, wie Adolf Hitler an die Macht kam, dann können wir annehmen, dass es beim Antichristen ähnlich sein wird. Adolf Hitler machte sich die Unzufriedenheit in Deutschland zunutze. Wir sehen in ganz Europa eine gewaltige Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Und genau hier liegt die Gefahr. Sollte es vorher noch Unruhen geben, dann muss vielleicht nur ein Mann auftreten und den Völkern aus dem Herzen sprechen – und alle werden ihm folgen. Zuvor wird vielleicht alles destabilisiert werden. Es könnte Kriege, Aufstände, Hunger, Seuchen und große Nöte geben. Hier sehe ich eine große Gefahr. Wenn man Hunger hat, dann ist man sehr leicht gewillt, einen Ausweg zu suchen. Und es könnte (?!) ein Mann auftreten der genau diesen Ausweg verspricht.

Das alles sind natürlich nur Vermutungen, aber es ist schon öfter so gekommen. Nachdem ein Regime gewaltsam abgesetzt worden war, kam das nächste an die Macht, das noch viel schlimmer und grausamer als sein Vorgänger war. So können wir es z. B. in den islamischen Ländern wie Ägypten, Libyen verfolgen und auch in anderen. Der arabische Frühling z. B. ist zum arabischen Albtraum geworden.

Die Menschen brauchen komischerweise immer einen Leitwolf. Wir warten aber nicht auf einen Leitwolf, sondern auf das Lamm. Wir warten auf Jesus Christus. Seien wir daher wachsam! Lassen wir uns von der Euphorie nicht so leicht anstecken. Bleiben wir nüchtern!

Share Button

Related Post

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.