Die Hölle

700891_web_R_by_Erwin Lorenzen_pixelio.de
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Es gibt ein bestimmtes Thema in der Bibel, über das nicht gerne gesprochen wird. Schon alleine die Vorstellung davon lässt mich erschaudern. Das Thema wird heute nicht mehr in den großen Volkskirchen gepredigt, aus Angst „die Schäfchen“ zu vergraulen. Nur noch in fundamentalistischen Kreisen wird darauf eingegangen. Ich spreche von der Hölle. Viele Menschen, aber auch Christen, haben ein Problem mit der Vorstellung, dass es eine ewige Verdammnis gibt, die niemals endet. Darum haben manche Christen daraus eine zeitlich begrenzte Hölle gemacht. Sie behaupten u.a., dass die Hölle nur zeitlich begrenzt wäre, oder dass die Menschen dort einfach noch einmal sterben – diesmal für immer. Andere, die die Allversöhnung lehren, sagen, dass niemand in die Hölle kommen wird und das letztendlich alle Geschöpfe mit Gott versöhnt werden, sogar der Teufel. Der Mensch ist erfinderisch, wenn es darum geht, eine unangenehme Wahrheit abzumildern und zu leugnen. Jesus Christus griff jedoch dieses Thema in seiner Verkündigung auf. Kein anderer predigte so viel von der Hölle als Jesus Christus. Das Wort „Hölle“ kommt in den Evangelien in der Schlachter 2000 Übersetzung, die ich zu meinen Studien benutze, acht Mal vor. Fünf mal im Matthäusevangelium, zwei mal im Markusevangelium und einmal im Lukasevangelium. Nur noch der neutestamentliche Prophet Jakobus benutzt das Wort im Jakobusbrief. Wir sehen also, dass Jesus Christus am meisten davon sprach. Er sprach noch noch an einigen anderen Stellen davon in einer sehr bildhaften Sprache, die den Schrecken der Hölle aufzeigt.

Die anderen Stellen und der Kontext sprechen immer von einer ewigen Strafe. Wir können davon ausgehen, dass, wenn das ewigen Leben ewig ist, auch die Verdammnis ewig ist. Für beide Daseinsformen werden die gleichen Begriffe benutzt. Wäre die Hölle kein ewiger Ort, dann hätte Jesus Christus sicherlich nicht mit solch deutlichen Worten, die auch Angst erzeugen, davor gewarnt. Würde der Mensch einfach noch einmal nach dem Tod komplett ausgelöscht werden, dann bräuchte sich niemand vor der Hölle zu fürchten. Denn es wäre so, als wäre man nie geboren gewesen. Für manchen Depressiven wie mich ist das keine schlimme, sondern eine angenehme Vorstellung. Aber Jesus Christus benutzte Worte wie „Feuer“, „Wurm“, „äußerste Finsternis“ und „Pein“ für die Hölle. Das klingt nicht gerade danach, dass man einfach aufhören würde zu existieren. Das klingt nach einer ewigen Qual. Das ist das Schlimmste, was man sich vorstellen kann. Etwas Schlimmeres gibt es nicht!

Doch die gute Nachricht ist: Niemand muss in die Hölle, wenn er sich bewusst wird, dass er ohne Gott gelebt hat und Buße tut! Wer zu Jesus Christus umkehrt, seine Schuld bekennt und Jesus in sein Leben lässt, der muss nicht an diesen Ort. Die Hölle ist nicht für Menschen bestimmt, sondern für die von Gott abgefallenen Engel, die Dämonen. Gott will alle Menschen retten:

1Tim 2,4 welcher will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Jesus Christus ging so weit, sich selbst zu opfern, damit wir nicht an diesen Ort müssen. Wer nicht in die Hölle kommen will, den kann er davor retten.

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