Die Verschiebung der Prioritäten (Teil 3)

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Wir können auch, ja wir müssen davon ausgehen, dass sich sämtliche Prioritäten verschoben haben. Heute muss es superlativ sein; die amerikanischen Fernsehprediger machen es vor. Letztendlich steckt dahinter ein anderer Geist, der nicht derselbe ist wie der echte Heilige Geist. Es handelt sich um „einen bzw. mehrere Geist(er) von unten“, auch Schwarmgeist genannt (vgl. Mt 7,22; 2Kor 11,4; 2Tim 3,8; 1Joh 4,1). Hinter diesen Geistern stehen die Dämonen, die gefallene Engelwelt. Während Gott Glauben ohne sichtbare Beweise fordert (Hebr 11,1), ziehen diese Dämonen ein Feuerwerk an übernatürlichen Zeichen, Wundern und Kraftwirkungen ab, um die Menschen zu beeindrucken, vom wahren Gott fernzuhalten und hinter sich herzuziehen. Sie stecken letztendlich hinter dieser neuzeitlichen Wunderwelle.

Wenn in der Christenheit mehrere verschiedene Geister unterwegs sind, die jeweils für sich beanspruchen, Gott zu sein, dann führt das zu Konfrontationen. Während der Geist Gottes uns die Bibel aufschließt und erklärt, verdrehen die anderen Geister Gottes Wort oder reißen Bibelstellen aus dem Zusammenhang, um ihre verderblichen Lehren einzuführen. Natürlich sagen sie anfangs nicht offen, dass sie vom Wort Gottes wegführen wollen, das wäre zu auffällig. Sie wollen, dass ihre Opfer religiös bleiben, denn sonst könnten sie durch diese die wahren Gläubigen nicht verwirren und vom rechten Weg abbringen. Mit der Zeit jedoch, tritt das Wort Gottes mehr und mehr in den Hintergrund, bis es nur noch aufgeschlagen am Tisch liegt, während der Redner im Gottesdienst mit seinen übernatürlichen Erlebnissen und Wundererfahrungen prahlt und seine Lehre mit seinen Erfahrungen begründet. Dann wird nur noch ab und zu ein Satz aus der Bibel vorgelesen, damit man die Glaubwürdigkeit nicht ganz verliert und den christlichen Schein aufrecht erhält.

Da diese Geister aus der finsteren Welt kommen, reagieren sie, wenn sie ertappt werden, aggressiv und wütend. Bibeltreue Gläubige, die dieses Treiben anhand der Bibel aufdecken, werden denunziert und verächtlich behandelt. Man sieht das daran, dass die „charismatischen Persönlichkeiten“ nicht gerade zimperlich mit ihren Kritikern umgehen. Während Gottes Wort uns auffordert, Ermahnungen und Zurechtweisungen anzunehmen (vgl. Phil 2,1-2), reagieren die „Wundertäter“ (vgl. Mt 7,22) wie getretene Hunde: Zuerst jaulen sie auf, dann fletschen sie in der Regel die Zähne. Zu Beginn werden sie weinerlich und dann belegen sie ihre Kritiker meist mit den Namen „Pharisäer“, „intolerante Fundamentalisten“ oder bezeichnet sie als „Gesetzliche, die den Geist dämpfen“. Manchmal gehen sie so weit und unterstellen ihnen auch, „den Heiligen Geist gelästert zu haben“ und damit in die ewige Verdammnis zu kommen. Ihre Reaktion ist nicht geistlich. Während der echte Christ Unrecht erdulden (1Kor 6,7) oder sein Gegenüber in Liebe zurechtweisen sollte (Lk 17,3), führen diese Leute regelrechte Hetzkampagnen gegen die wahren Gläubigen. Dabei kommt ihnen nicht einmal in den Sinn, dass sie möglicherweise im Unrecht sein könnten, so stark und überzeugend wirken diese Geister auf sie ein. In der Regel sind sie gegen berechtigte Kritik immun.

Doch wir haben nun einmal nur das Wort Gottes, durch das wir die Geister prüfen können. Selbst, wenn angeblich sogar Tote auferweckt werden, ist das noch lange kein Beweis, dass hier der echte Gott am Werk ist (vgl. Offb 13,3;12). Auch hier hat eine Verschiebung stattgefunden. Wer heute mit der Bibel und der biblischen Lehre argumentiert und gegebenenfalls Missstände und Fehler anspricht, der wird bald darauf mit dem Etikett „Pharisäer“ versehen. Dabei wird vergessen, dass selbst der Sohn Gottes, Jesus Christus, immer wieder die Schrift zitierte, wenn sein Umfeld ihm Fragen stellte. „Es steht geschrieben“,  was „steht im Gesetz“, „die Schrift sagt“ waren Aussagen, die regelmäßig aus seinem  Mund kamen,  wie auch aus dem Mund der Apostel. Als der Herr vom Teufel versucht wurde, griff er auf das fünfte Buch Mose zurück und schlug ihn mit der Schrift in die Flucht (Mt 4,1-11). Die Schwärmer haben normalerweise keine vernünftigen Argumente auf ihrer Seite, daher bleibt ihnen nur die Denunziation ihrer Kritiker, d. h. sie werden persönlich.

Einfaches Lesen und Nachdenken über Gottes Wort wurde so verschoben, dass „innere Eindrücke“, Visionen oder innere Stimmen gesucht werden. Wer noch die Bibel studiert wird mit den oben erwähnten negativen Beschimpfungen versehen, denn „der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig“, wird behauptet. Dass mit diesem Ausdruck aus 2Kor 3,6 in Wirklichkeit etwas ganz anderes gemeint ist, als man in schwärmerischen Kreisen behauptet, wird auch hier übersehen. Man fragt sich auch nicht, aus welcher Quelle diese Eindrücke kommen, sondern geht davon aus, dass alles Übernatürliche direkt von Gott kommen muss.

So fand eine Verschiebung vom Wort zum inneren oder äußeren Bild statt, wobei diejenigen, die das Wort noch anwenden, belächelt, aber auch bekämpft werden.

Offb 13,13 Und es tut große Zeichen, so daß es sogar Feuer vom Himmel auf die Erde herabfallen läßt vor den Menschen. 14 Und es verführt die, welche auf der Erde wohnen, durch die Zeichen, die vor dem Tier zu tun ihm gegeben sind, und es sagt denen, die auf der Erde wohnen, daß sie dem Tier, das die Wunde von dem Schwert hat und am Leben geblieben ist, ein Bild machen sollen. 15 Und es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres einen Geist zu verleihen, so daß das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, daß alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten.

2Tim 3,8 Auf dieselbe Weise aber wie Jannes und Jambres dem Mose widerstanden, so widerstehen auch diese [Leute] der Wahrheit; es sind Menschen mit völlig verdorbener Gesinnung, untüchtig zum Glauben. 9 Aber sie werden es nicht mehr viel weiter bringen; denn ihre Torheit wird jedermann offenbar werden, wie es auch bei jenen der Fall war.

Warum ist dieser Artikel so scharf, mag sich der Leser fragen. Ich war früher selber so und weiß, wie diese Leute denken, da ich selber so war! Wer mehr dazu lesen will, der sollte den verlinkten Artikel lesen:

Meine persönlichen Erfahrungen mit dem Schwarmgeist

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