Ein sicheres Konto im Himmel

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Vor kurzem veröffentlichte ein christliches Werk die Beträge der Jahreseinnahmen mitsamt dem gemachten Gewinn. Man freute sich, dass man so viel Überschuss erwirtschaftet hatte und ein finanzielles Polster anlegen kann. Wäre es nicht besser gewesen, wenn dieses Werk das überschüssige Geld an bedürftige Menschen weitergeleitet hätte, denn dann hätte solch eine Tat vielleicht noch mehr Durchschlagskraft als sämtliche Verkündigung unter dem Jahr? Aber man bekommt den Eindruck, dass hier nicht mehr das Retten von Seelen im Vordergrund steht, sondern das finanzielle Interesse überwiegen könnte. Natürlich kennt man die Motive nicht, aber der Eindruck bleibt. Auch auf dem christlichen Büchermarkt scheint das so zu sein. Irgendwie wird das Evangelium verwässert, so dass eine massentauglich eingängige, psychologisch wohltuende Brühe entsteht, die dem kaputten Menschen von heute die Seele oberflächlich tröstet und ihm erklärt, dass er unendlich wertvoll ist. Das verkauft sich heutzutage sehr gut, aber der Nutzen für den Einzelnen ist in Frage zu stellen. Man vergisst dabei auch, dass echter Trost nur auf Golgatha gefunden werden kann, und dieser Trost kostet uns nichts (Jes 52,3; Offb 22,17). Nur das vergossene Blut Jesu Christi kann uns helfen.

Man hat im christlichen Sektor bereits weitgehend die Managementmethoden der Welt übernommen, damit auch das Streben nach Gewinn und Gewinnmaximierung. In der Christenheit ist das nichts Neues, schon der Apostel Paulus schrieb:

1Tim 6,6 Es ist allerdings die Gottesfurcht eine große Bereicherung, wenn sie mit Genügsamkeit verbunden wird. 7 Denn wir haben nichts in die Welt hineingebracht, und es ist klar, dass wir auch nichts hinausbringen können. 8 Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen! 9 Denn die, welche reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstricke und viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen in Untergang und Verderben stürzen. 10 Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen; etliche, die sich ihr hingegeben haben, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viel Schmerzen verursacht.

Sollten Christen nicht in erster Linie ihrem Herrn und Gott mit ihren Gaben dienen? Sollten sie nicht ihren Überschuss den Bedürftigen geben (Eph 4,28; Gal 2,10; 2Kor 9,7)? Heute stehen die dunklen, schwarzen Wolken eines möglichen Finanzcrashes am Himmel. Wir wissen nicht wann er genau kommt, aber wir wissen, dass er kommt. Was bringt es dann, wenn wir auf dem Konto eine große Summe haben? Wenn eine heftige Finanzkrise kommt, dann ist das Geld sowieso futsch. Warum als nicht in den Himmel, in die zukünftige Welt investieren, das wäre doch viel wichtiger!? Wenn Gott sieht, dass man ihn mit seinen Gütern ehrt, wird er dann nicht auch für einen sorgen, wenn eine solche Krise kommt:

Spr 3,9 Ehre den HERRN mit deinem Besitz und mit den Erstlingen all deines Einkommens, 10 so werden sich deine Scheunen mit Überfluss füllen und deine Keltern von Most überlaufen.

Zudem sammelt sich jeder, der seinen Besitz mit Bedürftigen teilt einen Schatz im Himmel. Man sollte daher immer reichlich in die Ewigkeit investieren:

Mt 6,19 Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen. 20 Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen! 21 Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.

Geld ist eine große Gefahr für das Glaubensleben. Am besten, man hat nicht allzu viel. Damit soll nicht gesagt werden, dass Reichtum Sünde ist, aber die Gefahr besteht, dass man sich nur noch darum dreht:

Pred 5,9 Wer Geld liebt, bekommt vom Geld nicht genug, und wer Reichtum liebt, nicht vom Gewinn. Auch das ist nichtig!

Wenn die Krise kommt, ist es für uns nur noch wichtig, dass uns Gott versorgt. Das ist aber heute genauso. Wir schreiben allzu gerne unseren Verdienst unseren eigenen tollen Fähigkeit zu und vergessen dabei, dass unser ganzes Leben allein von Gott abhängt. Er gibt die Kraft zur Arbeit oder nicht. Er bestimmt, ob man krank ist oder nicht. Ob man reich oder arm ist usw. Die Zeit könnte nicht mehr fern sein, wann wir dieses wieder ganz genau durchbuchstabieren müssen und Not ausbricht. Dann nutzt der ganze Reichtum nichts mehr. Aber ein Konto im Himmel geht nicht verloren!

Natürlich heißt das nicht, dass man nichts mehr sparen darf.  Nicht auf der anderen Seite vom Pferd fallen!  Aber die Priorität sollte stimmen.

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