Geht es uns wirklich besser als unseren Vorfahren?

511421_web_R_B_by_Karl-Heinz Laube_pixelio.de
511421_web_R_B_by_Karl-Heinz Laube_pixelio.de

Wir leben in einer Zeit der atemberaubenden Geschwindigkeit. Vor Kurzem sah ich mir den Klassiker „Stirb Langsam“ aus dem Jahr 1988 an. Bruce Willis spielt darin einen Polizisten, der, eingeschlossen in einem für die damalige Zeit hochmodernem Hochhaus, gegen Terroristen vorgeht. Direkt am Anfang des Films betritt Bruce Willis, alias John McLane, die Rezeption und sucht an einem PC mit Touchscreen nach dem derzeitigen Aufenthaltsort seiner Frau in dem Haus. Voller Stolz wird die technische Errungenschaft des Touchscreens in diesem Film präsentiert. Für die damalige Zeit war das eine gewaltige technische Neuerung. Heute hat so gut wie jedes Smartphone einen Touchscreen. Niemand macht sich darüber Gedanken. Es ist zur Normalität geworden. Die Technik, die wir heute zur Verfügung haben, schreitet in großen Entwicklungs-Schritten voran. Jedes Jahr übertreffen sich die Hersteller in technischen Raffinessen, die das Leben noch einfacher machen sollen. Das Internet entwickelt sich stets weiter. Während man in den 80er Jahren noch ein Telefon-Modem brauchte, um den Cyperspace betreten zu können, ist heute in jedem kleinen Bistro W-Lan verfügbar. Sogar in einsamen ländlichen Gegenden ist man stets mit dem Netz verbunden.

Man sollte meinen, dass mit der fortschreitenden Technisierung auch das Leben einfacher werden müsste. Die Menschen müssen nicht mehr so hart arbeiten, wie die Jahrhunderte zuvor. Maschinen nehmen ihnen zum größten Teil viele schwierige Arbeitsschritte ab. Auch der Haushalt ist dank Mikrowelle, Geschirrspüler und Staubsauger einfacher zu bewältigen geworden. Im Supermarkt findet man unzählige verschiedene Lebensmittel, die nur noch warm gemacht werden müssen. Dank der modernen Logistik haben wir Zugang zu exotischen Lebensmitteln, Genußmitteln und Produkten, von denen unsere Vorfahren nur träumen konnten. Das alles ist in der Regeln mit günstigen Preisen verbunden. Während es früher noch Schneider, Bäcker, Metzger, Uhrmacher, Schuster und Bauarbeiter gab, die ihr eigenes kleines Geschäft pflegten, ja in einer Zunft tätig waren, werden die heutigen Produkte in Massen durch die moderne Industrie hergestellt. Vereinzelt gibt es zwar noch das Handwerk, aber ist beständig am Schwinden. Nur in den Fällen, in denen menschliches Geschick noch gefordert ist, haben sich Inseln in der industrialisierten Welt gehalten. Nicht jede Arbeit kann von Maschinen ausgeführt werden. Manchmal ist der Mensch noch erforderlich.

Haben diese Errungenschaften und Neuerungen unser Leben verbessert? Sind wir nicht immer noch Suchende? Trotz technischer Raffinessen geht es uns nicht besser. Vielleicht geht es uns sogar noch schlechter als den vorangegangenen Generationen. Wir leben im Chaos, in der Zerrüttung und im ständigen Krieg gegen unser Schicksal. Wir leben in der Endzeit. Das ist die Zeit, die dem zweiten Kommen von Jesus Christus vorausgeht.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.