Gott ist nicht frauenfeindlich!

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Dem allmächtigen Gott, der in der Bibel beschrieben wird, wird heutzutage oft vorgeworfen, dass er frauenfeindlich wäre, weil es laut neutestamentlicher Lehre einer Frau nicht gestattet ist, zu lehren. Auch, weil Paulus geschrieben hat, dass einer Frau in der Gemeinde das Sprechen nicht gestattet sei, wird das als Engstirnigkeit des Christentums ausgelegt.

Hier sind die beiden Stellen, die soviel Anstoß erregen:

1Kor 14,34 Eure Frauen sollen in den Gemeinden schweigen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie es auch das Gesetz sagt.

1Tim 2,12 Ich erlaube aber einer Frau nicht, zu lehren, auch nicht, daß sie über den Mann herrscht, sondern sie soll sich still verhalten

Eine Frau hat also bei den Gemeindezusammenkünften keine Führungsrolle von Gott erhalten, außer, dass sich ältere Frauen um jüngere Frauen kümmern sollen, damit sie:

2Tit 2,3 daß sich die alten Frauen gleicherweise so verhalten sollen, wie es Heiligen geziemt, daß sie nicht verleumderisch sein sollen, nicht vielem Weingenuß ergeben, sondern solche, die das Gute lehren,
4 damit sie die jungen Frauen dazu anleiten, ihre Männer und ihre Kinder zu lieben,
5 besonnen zu sein, keusch, häuslich, gütig, und sich ihren Männern unterzuordnen, damit das Wort Gottes nicht verlästert wird.

War Paulus, der im Auftrag Jesu Christi redete, ein Frauenhasser? Ist Christus gar ein Frauenhasser, weil Frauen keine Führungsposition inne haben?

Hier will ich aufzeigen, dass dem nicht so ist. Wir sehen das an einem alttestamentlichen Beispiel sehr gut: An Hanna!

Hanna war mit einem Mann, Elkana, verheiratet, der neben ihr noch eine andere Frau hatte. Im Gegensatz zu dieser, Peninna, konnte sie keine Kinder bekommen. Zur damaligen Zeit waren Kinder etwas wertvolles, was sich jede Frau wünschte. Eine Frau, die keine Kinder bekommen konnte, galt als nicht von Gott gesegnet. Nicht nur das machte Hanna zu schaffen, auch ihre Rivalin Peninna ärgerte sie regelmäßig deswegen. Die ganze Geschichte kann man hier nachlesen:

http://www.bibleserver.com/text/SLT/1.Samuel1

Hanna bat Gott um einen Sohn, den sie ihn ganz Gott weihen wollte. Sie wollte ihn nicht für sich behalten, sondern ihn, nachdem er entwöhnt war, ganz Gott hingeben. Er sollte ein Nasiräer auf Lebenszeit werden. Ein Näsiräer auf Lebenszeit ist ein Mann, der ganz Gott hingeben leben soll. Das tat er dann auch. Sein Name war: Samuel.

Samuel wurde ein Richter, eine Führungsperson in Israel. Er salbte zwei Könige: Saul und David. Er war sein ganzes Leben lang ein großer Mann Gottes, der Gott wohlgefällig lebte. Das alles kann man in den beiden Samuel-Büchern nachlesen.

Dies alles wäre ohne das Gebet und die Opferbereitschaft Hannas nicht geschehen. Sie hatte ihr Bestes gegeben und war mitverantwortlich dafür, dass Gott mit Samuel und den darauf folgenden Ereignissen, die eingeleitet wurden, Geschichte schrieb.

Im Neuen Testament wird dies so ausgedrückt (Die Fortsetzung von obigem, zitiertem Text):

1Tim 2,13 Denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva.14 Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber wurde verführt und geriet in Übertretung;15 sie soll aber [davor] bewahrt werden durch das Kindergebären, wenn sie bleiben im Glauben und in der Liebe und in der Heiligung samt der Zucht.

Männer können keine Kinder bekommen, das können nur Frauen. Väter haben oft keine so starke Bindungen an die Kinder, wie die Mütter sie haben. Gott schreibt mit Frauen eine andere Heilsgeschichte als mit Männern. Obwohl Männer Führungspersonen in der Gemeinde sein sollten, sind es doch die Mütter, die diese Männer wesentlich geprägt haben. (Viele bekannten Männer in der Kirchengeschichte, die für Gott gearbeitet haben, hatten gläubige Mütter und Großmütter.)

Gott ist nicht frauenfeindlich. Er hat nur beiden Geschlechtern unterschiedliche Aufgaben gegeben. Wir sehen an Hanna, wie eine einzige Frau die Heilsgeschichte wesentlich beeinflusst hat, dadurch, dass sie ihren Sohn Gott übergab. Christliche Frauen können denselben Dienst tun, indem sie ihre Kinder im Glauben erziehen. Sie wirken dann indirekt an der Heilsgeschichte mit, auch wenn sie nicht auf der Kanzel stehen. Diese Aufgabe ist mindestens genauso wichtig wie das Lehren der Männer.

Außerdem war der erste Mensch, der Jesus nach der Auferstehung sah, eine Frau:

Mk 16,9 Als er aber früh am ersten Tag der Woche auferstanden war, erschien er zuerst der Maria Magdalena, von der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte

Und letztendlich hatten auch der HERR Jesus Christus und Johannes der Täufer, wie wir alle, Mütter. Was wären wir ohne Mütter?

Und auch wenn eine Frau keine Kinder bekommen kann, ist sie trotzdem wertvoll. Sie kann Jesus auf ihre Weise dienen. (Auf Frauen, die Jungfrauen bleiben, liegt im Neuen Testament auch ein besonderer Augenmerk.) Wir lesen zudem von einigen Frauen, die Jesus gedient haben und nicht unwichtig waren:

Mt 27,55 Es waren aber dort viele Frauen, die von ferne zusahen, welche Jesus von Galiläa her gefolgt waren und ihm gedient hatten;

Fazit: Gott ist kein Frauenhasser, wie ihm zu Unrecht manchmal vorgeworfen wird. Frauen sind genauso wichtig für Gott, wie die Männer es sind. Nur dass Gott mit beiden Geschlechtern unterschiedliche Geschichten schreibt. Die Aufgaben von Mann und Frau, die unterschiedlich sind, ergänzen sich jedoch.

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3 Gedanken zu „Gott ist nicht frauenfeindlich!“

  1. Was für ein Gewäsch. Die Bibel ist absolut frauenfeindlich und dass eine Frau sich dem Mann unterzuordnen hat, die böse Schuldige am Sündenfall (und an ihrer eigenen Vergewaltigung vermutlich auch. ..) ist und außer als gehorsame Gebärmaschine nicht viel zu melden hat, wäre für mich einer der besten Gründe, aus der Kirche auszutreten, wenn ich dort je Mitglied gewesen wäre. Deine Argumente sind mir nicht nachvollziehbar. Es steht so in der Bibel, weil die von machthungrigen Männern zur Zeit absoluten Patriarchates verfasst wurde. Sorry, meine Meinung . Ich vermute, du bist ein Mann?

    1. Ganz genau. Weil die Frau allein am Sündenfall schuldig wurde heisst es in der Bibel „durch ADAM kam die Sünde in die Welt“ und weil die Frau an ihrer eigenen Vergewaltigung schuld ist, rächt Absalom Tamar Absalom, der „ihr Gewalt angetan hatte“.
      Eh klar. Und “ die Kirche“, in die man aus- und eintreten kann, ist völlig deckungsgleich zur Gemeinde Christi….
      Mannmannmann, da werd ich echt genervt, wenn sich Leute ein wichtiges Urteil bilden, ohne sich vorher richtig an der Quelle zu informieren.
      Ach ja, ich bin eine Frau, die sich aus feministisch-links-atheistischer Prägung freiwillig in die biblische frauenfeindliche Unterdrückung bekehrt hat

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