Gottes Geduld ist keine Schwäche, sondern eine Gelegenheit

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Seit der Himmelfahrt Jesu sind nun fast 2000 Jahre vergangen. Während schon die ersten Christen auf seine Rückkehr hofften, sind viele Tage ins Land gegangen. Das nehmen sich viele Atheisten heute zum Anlass, um zu sagen: „Nach einer so langen Zeit, ist es unwahrscheinlich, dass dieser Jesus wiederkommt! Die Christen haben sich mit ihrer Hoffnung geirrt. Er wird nie zurück kommen.“

Leute, die das behaupten, irren sich in einem gewissen Punkt. Sie rechnen nicht mit der Geduld Gottes, die größer ist, als es jede menschliche Geduld jemals ist. Der Apostel Petrus sagte:

2 Petr 3,3 Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, daß am Ende der Tage Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln 4 und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist! 5 Dabei übersehen sie aber absichtlich, daß es schon vorzeiten Himmel gab und eine Erde aus dem Wasser heraus [entstanden ist] und inmitten der Wasser bestanden hat durch das Wort Gottes; 6 und daß durch diese [Wasser] die damalige Erde infolge einer Wasserflut zugrundeging. 7 Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen. 8 Dieses eine aber sollt ihr nicht übersehen, Geliebte, daß ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag! 9 Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, daß jemand verlorengehe, sondern daß jedermann Raum zur Buße habe.

Die Bibel sagte voraus, dass es länger dauern würde und dass sich Leute erheben würden, die über die lange Zwischenzeit spotten würden.
Sie leugnen auch, wie Petrus vorausgesagt hat, dass Gott schon einmal massiv in die Weltgeschichte eingegriffen hat, nämlich als Gott durch die Sintflut alle Menschen umgebracht hat, bis auf acht Überlebende (Noah und seine Familie); und sie leugnen auch den Schöpfungsbericht, weil sie an die Evolutionstheorie glauben.
In der Zeit vor der Sintflut hat Noah den Menschen gepredigt. Sie sollten zu Gott umkehren, doch sie glaubten Noah und Gott nicht. Sie glaubten nicht, dass Gott tatsächlich strafen würde. Doch nach vielen Jahren kam die Sintflut und brachte alle um.
Auch die Spötter, die heute auftreten, glauben das nicht. Sie legen diese lange Zwischenzeit als Schwäche des christlichen Glaubens und damit auch als Schwäche Gottes aus. Doch wie Vers 9 sagt, ist das keine Schwäche, sondern Gottes Geduld mit uns Menschen. Er will gerne jedermann retten. Aber es ist klar: Nicht jeder glaubt und will sich retten lassen.

Gott schaut lange zu und hat Geduld. Wir können das auch an der Geschichte Israels sehen. Nachdem Salomo, der Sohn David´s, auf den Thron Israels kam und König wurde, fiel er nach einiger Zeit von Gott ab und betete fremde Götter an, was Gott ausdrücklich verboten hatte. Gott hatte Israel angedroht, dass ein fremdes Volk kommen würde, sie versklaven und aus ihrem Land reißen würde, wenn sie nicht an Gott und seinen Geboten festhalten würden (5. Mose 28,15-69).
Man könnte nun meinen, dass Gott sofort nachdem Abfall Salomos ernst gemacht hätte. Gott ließ sich jedoch Zeit und wollte Israel zur Umkehr zu ihm bringen. Es folgte eine Periode von mehreren hundert Jahren, in denen Gott immer wieder zu den Königen, die auf Salomo folgten und auch nicht die Gebote hielten, redete. Er redete durch die Propheten, die er immer wieder schickte. Nach mehreren hundert (!) Jahren, war das Maß voll. Die Babylonier überfielen Israel, zerstörten den Tempel und führten das Volk in die babylonische Gefangenschaft. Gott hatte lange gewartet, aber dann griff er plötzlich und schnell massiv durch, indem er Israel durch die Babylonier bestrafte. Gott hatte diese Katastrophe zugelassen und sogar herbeigeführt.

Auch in der Kirchengeschichte finden wir ein solches Beispiel: Die Römisch-Katholische Kirche. Die Römisch-Katholische Kirche hatte auch mal das Zeugnis, das Evangelium auszustrahlen. Sie geht auf die Urchristenheit zurück. Doch in diese Kirche drang nach und nach das Heidentum ein und mit der Zeit war es nur noch dem Klerus erlaubt, die Bibel auszulegen und sogar zu lesen. Er übte Macht aus. So gab es in der Christenheit eine ungünstige Entwicklung und sie entfernte sich durch ihre viele Sünden gegen Gott immer weiter von Ihm.
In den sieben Sendschreiben wird diese Kirche prophetisch erwähnt!

In Offenbarung  2 steht unter anderem:

Sendschreiben an die Gemeinde von Thyatira

18 Und dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe: Das sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie eine Feuerflamme und dessen Füße schimmerndem Erz gleichen: 19 Ich kenne deine Werke und deine Liebe und deinen Dienst und deinen Glauben und dein standhaftes Ausharren, und [ich weiß], daß deine letzten Werke mehr sind als die ersten. 20 Aber ich habe ein weniges gegen dich, daß du es zuläßt, daß die Frau Isebel, die sich eine Prophetin nennt, meine Knechte lehrt und verführt, Unzucht zu treiben und Götzenopfer zu essen. 21 Und ich gab ihr Zeit, Buße zu tun von ihrer Unzucht, und sie hat nicht Buße getan. 22 Siehe, ich werfe sie auf ein [Kranken-]Bett und die, welche mit ihr ehebrechen, in große Drangsal, wenn sie nicht Buße tun über ihre Werke. 23 Und ihre Kinder will ich mit dem Tod schlagen; und alle Gemeinden werden erkennen, daß ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht.

In der RKK hatte der Klerus die Macht an sich gerissen, was mit der „Frau Isebel“ ausgedrückt wird. Es hatten Leute die Macht, die sie eigentlich nicht haben sollten. So, wie eine Frau nicht lehren soll und keine Führungsaufgabe hat (außer in bestimmten Situationen), so hat der Klerus nicht das Recht Führung und Macht an sich zu reißen. Das Römisch-Katholische Messopfer ist dabei das in Vers 20 erwähnte „Götzenopfer“. Die Lehre von der Transsubstantiation ist nicht biblisch, sondern etwas, was Gott hasst.
Doch auch hier können wir wieder beobachten, wie Gott „Zeit, Buße zu tun“ gab. Es gingen viele Jahrhunderte ins Land in der Gott Zeit zum Umkehren schenkte. Solange bis Martin Luther kam, das Evangelium neu entdeckte und die aus der Sicht der Katholischen Kirche katastrophale Reformation auslöste.
[Aus der RKK wird nun langsam die Hure Babylon. Sie wird mit allen Denominationen, die mit ihr die Ökumene eingehen, von Gott grausam bestraft werden (Offb 17 und 18). Gott hat jedoch jetzt noch Geduld und ruft die wahren Gläubigen aus ihr heraus (Offb 18,4).]

Wir sehen also, dass Gott innerhalb der Menschheitsgeschichte immer eine lange Zeit mit dem Aufruf zur Buße gab. Doch irgendwann war die Geduld zu Ende und Gott griff massiv ein und strafte. (Das waren jetzt nur drei Beispiele, aber in der Bibel finden wir noch mehr.)

Auch die Lebensjahre des Menschen, die nicht nur von Leid geprägt sind, sondern auch von Freude, sind eine Zeit, in dem jeder Einzelne zu Gott umkehren soll. Gott straft nicht nur mit Katastrophen, sondern lockt auch durch Liebe.

Zeit, die Gott gewährt, ist immer eine Zeit, sich Gott zuzuwenden, sich von der Sünde und dem alten Leben abzuwenden und um ein Leben in der Beziehung zu Gott zu führen. Doch viele Menschen nehmen das zum Anlass, zu spotten und noch mehr zu sündigen:

Pred 8,11 Weil der Richterspruch über die böse Tat nicht rasch vollzogen wird, darum ist das Herz der Menschenkinder davon erfüllt, Böses zu tun.

Lasst uns Gottes Geduld nicht verachten. Sie ist kein Zeichen von Schwäche; sie ist ein Zeichen von Gnade und Zeit zum Umkehren. Doch so sicher wie das „Amen“ in der Kirche, wird diese Zeit einmal zu Ende sein, denn Gott lässt sich nicht spotten:

Gal 6,7 Irrt euch nicht: Gott läßt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.

Gott hat bereits seit 2000 Jahren Geduld, aber jetzt nähert sie sich langsam dem Ende. Darum kehre heute um!

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