Himmel oder Hölle?

700891_web_R_by_Erwin Lorenzen_pixelio.de
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Neulich habe ich das Buch „Wie wird es in der Hölle sein?“ von Hans-Werner Deppe gelesen. Ich muss ehrlich sagen, dass mich dieses Buch zutiefst erschüttert hat. H. W. Deppe orientierte sich in dem Buch vor allem an den biblischen Aussagen zur Hölle; andere Ansichten aus anderen Religionen oder die mittelalterliche Vorstellung von der Hölle erwähnt er zwar, aber lehnt diese durchgehend ab. Die Hölle ist ein sehr ernstes Thema, und der Autor beschreibt diese sehr eindrücklich. Darum war dieses Buch für mich sehr erschütternd. Ja, es machte mir sogar Angst. Doch wir können die Hölle nicht ignorieren. Kein anderer als der Erlöser Jesus Christus sprach im Neuen Testament am meisten von der Hölle. Das sollte uns zu denken geben; gerade heute, wo von der Hölle nicht mehr gepredigt wird. Mir selber wäre es auch am liebsten, wenn es keine Hölle gäbe. Schon die Vorstellung daran, dass es eine ewige Strafe gibt, die nie aufhört, lässt mich bis in meine Knochen erschaudern. Ja, ein Fegefeuer wäre nicht schlecht, von wo die Menschen nach einer zeitlichen Strafe doch in den Himmel aufsteigen dürfen. Oder die Vorstellung, dass nach dem Tod der Sünder einfach bis zur Nichtexistenz verbrennt, wäre auch nicht schlecht. Aber eine endlose furchtbare Qual – das übersteigt meine Schmerzgrenze. Doch der gütige, liebende Gott wird unbußfertige Sünder in Hölle werfen lassen. Das ist eine Tatsache, die die Bibel sehr eindrücklich und mit schrecklichen Worten klarmacht. So schlimm die Hölle auch ist – niemand müsste eigentlich dort hinein. Ich spreche hier von Menschen. Jesus Christus starb am Kreuz, damit kein Mensch in die Hölle müsste, denn Gott will alle Menschen retten (1Tim 2,4). Das Heil steht für jeden Menschen bereit, der umkehren will und zu Jesus Christus kommt. Kein Mensch müsste in die Hölle, wenn er nicht dort landen wollte, denn Gott hat die große Rettungsaktion der Menschheit schon vor Grundlegung der Welt geplant. Ursprünglich war die Hölle nur für den Teufel und seine Dämonen gedacht (Mt 25,41).

Doch viele Menschen werden dort landen, weil sie nicht gerettet werden wollten. Das ist die schlimme Tatsache. Was bleibt Gott dann anderes übrig, als diese Menschen zu verdammen? Jeder Mensch hat ein Gewissen, ein Gerechtigkeitsempfinden und kann an der Schöpfung erkennen, dass ein Gott existieren muss. Jeder Mensch weiß, was gut und böse ist. Und jeder Mensch müsste eigentlich erkennen, dass er es von Natur aus nicht schafft gut zu sein. Man muss dabei nur einmal ehrlich mit sich selber werden. Von da an wäre es kein weiter Weg zum Evangelium. Doch die meisten Menschen schaffen es, ihr Gewissen auszuschalten, zu verändern oder auch zu betäuben.

Jesus Christus hat am Kreuz die Hölle erduldet. Ich denke, dass es sogar für Gottes Sohn sehr schlimm war, die Hölle zu erdulden. Er wurde von seinem Vater getrennt und bezahlte unsere Schuld. Das war gewiss kein Spaziergang oder leicht für ihn. Er ließ sich unsere Erlösung sehr, sehr viel kosten. Doch wenn der Mensch darauf nicht reagiert? Wenn er sagt: „Dieser Jesus war zwar ein moralisch hochstehender Mensch, aber mehr auch nicht. Was geht es mich an?“ – was soll Gott dann tun? Wer keine Arznei schluckt, die ihm der Arzt verschrieben hat, ist letztendlich selber schuld, wenn er an seiner Krankheit stirbt. So ist es auch mit uns Menschen. Wer die Rettung nicht will, wird verloren gehen. Jeder Mensch ist für sich selber vor Gott verantwortlich. Wer nicht will, dem kann auch nicht mehr geholfen werden. Dabei wäre es so einfach! Allein schon die Anrufung des Namens Jesu allein rettet:

Apg 2,21 Und es soll geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden.«

Anruf genügt!

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