Ist das Buch der Wahrheit von Mary Divine Mercy göttlichen Ursprungs?

Nachfolgend stelle ich meine Analyse des Buches (Das Buch der Wahrheit) von der irischen Seherin, die sich Mary Divine Mercy nennt, vor. Das kleine Buch, das ich geschrieben habe, um die Theologie und die Visionen der Seherin von einem biblischen Standpunkt aus zu betrachten, kann unten als Open-Office, PDF und Word-Dokument heruntergeladen werden.

(Wer das Büchlein auf seinem E-Book Reader im Epub-Format lesen will, der kann HIER klicken und das Buch von einer Cloud herunterladen .)

Nachdem MDM schon als Hochstaplerin und Betrügerin entlarvt wurde, hat sie dennoch noch Anhänger, die ihre Botschaften weiter verbreiten und ihr nach wie vor Anerkennung zollen. Aus diesem Anlass habe ich das Buch, dass vorher für 99 Cent im Handel zu erwerben war, hier auf meinem Blog eingestellt. In dem Buch wird bewiesen, dass die Botschaft von MDM nicht mit der Botschaft der Bibel kompatibel ist. Die Botschaft von der Prophetin widerspricht sogar der richtigen biblischen Lehre. Überzeugen Sie sich selbst davon:

Zum Download:

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Ist das Buch der Wahrheit von Mary Divine Mercy göttlichen Ursprungs?

Eine kritische Betrachtung zur Botschaft der verborgenen Prophetin

 

Kapitel 1 – Einleitung

Kapitel 2 – Wie prüfe ich Privatoffenbarungen?

Kapitel 3 – Ein Bild, das sich in okkulter Weise bewegt

Kapitel 4 – Was ist das Buch der Wahrheit?

Kapitel 5 – Das Siegel Gottes zum Download?

Kapitel 6 – Eine Prophetin die Heilsgeschichte schreibt?

Kapitel 7 – Ein Himmel voller Leid?

Kapitel 8 – Eine weltweite Erleuchtung?

Kapitel 9 – Kritik ist nicht erlaubt!

Kapitel 10 – Jesus im Tabernakel?

Kapitel 11 – Zusammenfassung

Kapitel 12 – Die echte Warnung Jesu Christi

 

Kapitel 1 – Einleitung

Privatoffenbarungen haben in der Tradition der Römisch – Katholischen Kirche eine lange Geschichte. Nicht wenige Feiertage, Dogmen und Traditionen gehen auf übernatürliche Ursprünge zurück. So geht z. B. das Fronleichnamsfest auf eine gewisse Juliana von Lüttich zurück, das Dogma der „Unbefleckten Empfängnis“ auf Marienerscheinungen und das Tragen der „Wundertätigen Medaille“ auf die Visionen einer Frau namens Katharina Labouré. Diese Ergänzungen zum katholischen Glauben, die nach und nach über die Jahrhunderte hinzukamen, gingen meist auf übernatürliche Jesus-, Marien- und Engelserscheinungen zurück. Die menschlichen Medien, die diese Erscheinungen hatten, gaben das Geoffenbarte an ihre Beichtväter und Seelsorger weiter. Letztendlich entschied dann die Römisch – Katholische Kirche, welche Offenbarungen als richtig und welche als falsch anzusehen sind. Meistens dauerte die Prüfung der mystischen Erlebnisse der Seher viele Jahre. Die Mühlen in der RKK laufen eben langsam. Zuständig dafür ist die Glaubenskongregation dieser Kirche.

Ich zitiere aus wikipedia:

Im Jahr 1974 verfaßte die Glaubenskongregation ein Dokument zur Beurteilung der Echtheit von Erscheinungen. Der damalige Präfekt der Glaubenskongregation war der kroatische Kurienkardinal Franjo Seper. Das lateinische Dokument ist von Papst Paul VI. im Jahr 1978 unterzeichnet worden. Es trägt den Titel Normen der Heiligen Kongregation für die Glaubenslehre über die Vorgangsweise bei der Beurteilung angeblicher Erscheinungen und Offenbarungen (Normae Sanctae Congregationis pro doctrina fidei de modo procedendi in diudicandis praesumptis apparitionibus ac revelationibus).

Das Dokument wurde allen Bischöfen und Ordensoberen der Welt übermittelt, aber bisher nicht veröffentlicht. Der Präfekt der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen, Erzbischof Angelo Amato, sagte gegenüber der Tageszeitung ‘Avvenire’: Das sei nicht notwendig gewesen, da die Inhalte vor allem die Bischöfe und Ordensoberen beträfen.

Über die Jahre hinweg wurden viele übernatürliche Erscheinungen anerkannt. So z. B. die Erscheinungen in Fatima, Lourdes, LaSalette und Guadalupe. Dagegen wurden die übernatürlichen Begebenheiten in Heroldsbach und Naju (Südkorea) als nicht von Gott inspiriert angesehen.

Die Richtigkeit oder Unrichtigkeit anderer Orte wie Medjugorje und Marpingen steht noch nicht fest.

Seit dem 8. November 2010 wird eine neue Offenbarung einer Seherin in Irland verbreitet. Die Seherin gab sich den Namen „Mary Divine Mercy“. Zu deutsch: „Maria von der göttlichen Barmherzigkeit“. Die Botschaften, die zuerst unter dem Begriff „The warning, second coming“ (dt. „Die Warnung“) vor allem im Internet verbreitet wurden, sind jetzt im deutschsprachigen Raum unter dem Begriff „Das Buch der Wahrheit“ auch in Form von zwei Büchern erhältlich.

Die deutsche Internetplattform ist: http://www.dasbuchderwahrheit.de/

Mary Divine Mercy verkündet eine Endzeit-Botschaft, die ihr angeblich von Jesus Christus, Maria und Gott-Vater diktiert wird. Die Botschaften sind meist medial empfangene Botschaften, die in der Ich-Form gesprochen, bzw. aufgeschrieben werden. Diese Diktate, medial übertragen, nehmen den Leser in erzählender Art und Weise in ein Endzeitszenario mit hinein, das die Spannung in dem Kampf von Licht und Finsternis, von Jesus gegen Satan und von Gläubigen und Ungläubigen beschreibt. Die Botschaften sind zum Teil in beängstigendem wie auch packendem Stil geschrieben. Der Leser fühlt sich mit hineingenommen in den Kampf zwischen Gut und Böse. Die Folge davon ist, dass die Anhänger der Warnung Gebetsgruppen und Netzwerke aufgebaut haben, um sich in diesem Kampf gegenseitig zu unterstützen.

Vom Klerus der Katholischen Kirche kamen bis jetzt viele kritische Stimmen zu den Botschaften auf. Es gibt aber auch Theologen und Kleriker, die an den Botschaften festhalten und diese für echt einstufen.

Unabhängig davon, ob die Kirche diese Botschaften und die Bewegung eines Tages als richtig anerkennen wird oder nicht: Man kann diese Botschaften heute schon auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen.

Dazu dient diese Ausführung.

Kapitel 2 – Wie prüfe ich Privatoffenbarungen?

Im Gegensatz zu den Prüfmethoden der RKK, die neben der biblischen Offenbarung noch die fortschreitende Offenbarung, die sich hauptsächlich in den Traditionen ausdrückt, benutzt, gibt es eine wichtige Prüfmethode für jede Art von neuer Lehre. Diese Prüfmethode ist die Heilige Schrift selber – die Bibel. Der Autor dieser Zeilen prüft nur anhand der Schrift. Denn die Schrift sagt von sich selber:

2. Brief an Timotheus, Kapitel 3, Verse 16-17

16 Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit,

17 damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.

Der Apostel Paulus, der diesen Satz an seinen geistlichen Sohn Timotheus richtete, war sich sicher, dass das Alte und Neue Testament von Gott eingegeben worden waren. Wer die Schrift Gottes liest und anwendet, ist dazu in der Lage, um „zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet“ zu sein. Anhand dieser Prüfmethode, wollen wir die Botschaft, die „die verborgene Prophetin“ Mary Divine Mercy weitergibt, prüfen.

Wir wollen nicht Christen sein, die von den Traditionen oder menschlichen Geboten her prüfen, sondern wir wollen wie die „Beröer“ sein, die in Apostelgeschichte 17,11 als vorbildlich hingestellt wurden. Sie waren kritisch, indem sie die Aussagen der Apostel nicht einfach nur hinnahmen, sondern diese anhand des damalig vorliegenden Alten Testaments prüften:

Apg 17,11 Diese aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf; und sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte.

Die Bibel fordert uns auch mehrmals auf zu Prüfen. Nicht jeder, der von sich beansprucht Gottes Sprachrohr zu sein, ist auch im Dienst für Gottes unterwegs. Es gab schon zur Zeit als das Neue Testament geschrieben wurde viel Unklarheiten, Irrlehren und falsche Prophezeiungen. Viele Aussagen des Paulus, des Johannes, des Petrus und des neutestamentlichen Propheten Judas´ sind scharfe Auseinandersetzungen mit falschen Lehren und Irrlehrern, die in die Gemeinde eingedrungen waren und die Gläubigen verwirrten. So musste z. B. der Apostel Johannes in seinem 2. Brief zu den ersten Christen sagen:

2Joh 10 Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, den nehmt nicht auf ins Haus und grüßt ihn nicht!

Das heißt soviel wie: „Meidet die Irrlehrer!“

Außerdem schreibt er in seinem 1. Brief:

1Joh 4,1 Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen.

Auch in die Gemeinde in Korinth waren falsche Propheten und falsche Apostel eingedrungen, die einen anderen Christus und eine andere Lehre brachten, die nicht durch die Apostel verbreitet worden war. Diese verkehrten Leute predigten einen anderen Jesus und brachten einen anderen Geist, nicht den Heiligen Geist, in die Gemeinde. Paulus musste im 2. Korintherbrief schreiben:

2Kor 11,4 Denn wenn der, welcher [zu euch] kommt, einen anderen Jesus verkündigt, den wir nicht verkündigt haben, oder wenn ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so habt ihr das gut ertragen.

Die Auseinandersetzung mit diesen Irrlehrern ging sogar soweit, dass Paulus im Galaterbrief schreiben musste:

Gal 1,6 Mich wundert, daß ihr euch so schnell abwenden laßt von dem, der euch durch die Gnade des Christus berufen hat, zu einem anderen Evangelium,

7 während es doch kein anderes gibt; nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium von Christus verdrehen wollen.

8 Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium verkündigen würden als das, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht!

9 Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wiederum: Wenn jemand euch etwas anderes als Evangelium verkündigt als das, welches ihr empfangen habt, der sei verflucht!

Wie wir sehen können, ist nicht jeder, der vorgibt, ein echter Prophet zu sein, auch ein echter Prophet; und sogar einen Himmelserscheinung muss nicht immer göttlichen Ursprung haben. Es können auch lügende Engel erscheinen, wie man am Beispiel des Propheten Mohammed gut erkennen kann.

Es gibt außerdem auch bösartige Betrüger, die genau wissen, dass sie nicht für Gott arbeiten und zum anderen Leute, die selber verführt sind und andere verführen. Dies führt z. B. der Apostel Paulus in seinem 2. Brief an Timotheus wie folgt aus:

2Tim 3,13 Böse Menschen aber und Betrüger werden es immer schlimmer treiben, indem sie verführen und sich verführen lassen.

Wie wir an diesen Zitaten sehen können, gab es auch innerhalb der Christenheit Verführer, Irrlehrer und falsche Propheten. Wir können davon ausgehen, dass es heute noch genauso ist. Um einen Propheten prüfen zu können, brauchen wir die Heilige Schrift – die Bibel.

Auf dieser Grundlage wollen wir die Botschaften der „verborgenen Prophetin“ Mary Divine Mercy prüfen. Wir werden dabei erstaunliche Entdeckungen machen.

Kapitel 3 – Ein Bild, das sich in okkulter Weise bewegt

Wenn man die medial empfangenen Botschaften von Mary Divine Mercy zuerst auf die Seite legt und sich anschaut, wie es überhaupt zu dem Schreiben der Botschaften kam, dann kann man erkennen, dass dies aus einer Quelle kommt, die leider nichts mit dem Gott, der sich in der Bibel vorstellt, zu tun hat.

Auf der deutschsprachigen Internetseite http://www.dasbuchderwahrheit.de/ , auf der diese Botschaften veröffentlicht werden, findet man eine Beschreibung, wie es dazu kam, das diese unbekannte Frau aus Irland zum Medium wurde:

„Über das Zustandekommen der Botschaften

Es war am 9. November 2010, um 3 Uhr nachts, als Maria plötzlich aufwachte. Sie hatte noch kaum auf die Uhrzeit geschaut, die rot auf der Digitaluhr neben ihrem Bett leuchtete, als sie sich bewusst wurde, dass sich ihr Körper anders anfühlte. Sie fühlte sich schwerelos und hatte ein prickelndes Gefühl in ihrer Magengegend, das den ganzen Weg zu ihren Füßen entlang zu wandern schien und das jeden Nerv und jeden Muskel erfasste.

Dann, als sie die Nachttischlampe einschaltete, strömten mehrere Wogen starker Gefühle — sowohl körperlich als auch geistig — wie elektrischer Strom durch ihren ganzen Körper. Verwirrt und überwältigt setzte sie sich auf. Sie wurde sofort zu einem Bild von Jesus auf dem Schrank neben ihrem Bett hingezogen.

Das Gesicht in dem Bild begann sich zu verändern. Es wurde lebensecht. Zu ihrer Überraschung lächelte das Bild von Jesus ihr zu, und Seine Lippen begannen sich zu bewegen, so als ob Er sprechen würde. Sein Gesicht wurde lebendig, wobei verschiedene Ausdrücke der Zärtlichkeit, der Besorgnis und des Erbarmens das Bild durchzogen. Obwohl sie Seine Stimme nicht hören konnte, wusste sie instinktiv, dass Er mit ihr kommunizieren wollte.

Sie wusste sofort, dass dies eine Göttliche Gegenwart war. Paradoxerweise fühlte sie eine wohltuende Gelassenheit, die im Widerspruch zu der etwas unwirklichen Atmosphäre im Raum stand. Zitternd, während die Tränen ihr Gesicht hinabströmten, wurde sie vor Ihm wie ein kleines Kind. Und dann hatte sie diesen starken Drang, das niederzuschreiben, von dem sie wusste, dass Jesus es ihr mitteilte.

Im Hinterkopf kam ihr die Erkenntnis, dass sich gerade eine Tür geöffnet hatte. Ein Schalter war betätigt worden, und es gab kein Zurück.

Während sie neben ihrem Bett nach einem alten Umschlag und einem Kugelschreiber griff, begannen die Worte sich in ihrem Geist zu bilden.

Sie schrieb nieder, was sie hörte und wie es ihr auf eine sanfte, aber bestimmte Weise diktiert wurde. Jedes Wort wurde deutlich, präzise und ohne Pause gebildet, während ihr Kugelschreiber das Papier berührte.

Die ersten Worte, die sie schrieb, waren: „Dein Wille ist mir Befehl.“ Ohne zu verstehen, warum sie dies schrieb, wusste sie in ihrem Herzen, dass es eine natürliche und spontane Antwort war. Irgendwie wusste sie, dass sie dies zuerst schreiben sollte. Und dann kam die erste Botschaft, die ihr von Jesus Christus gegeben wurde.

Die Botschaft, die ihr diktiert wurde, enthielt 745 Worte, und es dauerte genau 7 Minuten, um die Botschaft Wort für Wort von Anfang bis zum Ende niederzuschreiben.

Am nächsten Morgen, im kalten Licht des Tages, wurde sie von einem Gefühl der Unwirklichkeit überwältigt. Mit einem flauen Gefühl wusste sie, dass das, was während der Nacht geschehen war, sehr real war. Und so las sie die Botschaft. Vor Schreck und Fassungslosigkeit zitternd strömten die Tränen, während die Wahrheit begann, ihr ins Bewusstsein zu dringen.

Eine intelligente Frau, Maria, eine Mutter von vier Kindern, führte ein geschäftiges und erfülltes Leben und widmete sich einer arbeitsreichen Karriere. Gewohnt, mit den vielen Herausforderungen des täglichen Geschäftslebens umzugehen, wäre sie die Erste gewesen, solche Aussagen abzutun. Doch wusste sie in ihrem Herzen, dass sie sich die Botschaft einerseits nicht ausdachte, andererseits niemals die Fähigkeit haben würde, eine Schrift wie diese zu erstellen.

Nervös nahm sie das Bild von Jesus wieder zur Hand und sah es an. Abwartend. Das Bild zu einer erneuten Bewegung herausfordernd. Und es bewegte sich wieder. Dieses Mal schrie sie und bat Jesus dringend, ihr ein Zeichen zu geben, ob sie sich das alles einbildete.

Es war 11 Uhr vormittags (Ortszeit). Das Bild veränderte sich wie zuvor, und das Gesicht von Jesus wurde wieder lebendig. Er war in Weiß gekleidet mit einer goldenen Borte um   Seinen Hals. Sein Gesicht war lang und schmal. Er hatte rötlich-braunes welliges Haar bis zu Seiner Schulter, durchdringende, blaue Augen, und war umgeben von einem blendenden, durchdringenden Licht. Dieses Licht, sagt Maria, ist sehr stark und raubt einem die Energie. Er schaute auf sie — zärtlich, mit Anteilnahme und voller Erbarmen und einer tiefen beständigen Liebe. Und dann lächelte Er.

Ihr Körper erfuhr wieder dasselbe prickelnde, schwerelose Gefühl. Sie schrieb die nächste Botschaft nieder, eine private Botschaft. Diese war viel kürzer als die Nacht zuvor. Dieses Mal sagte ihr Jesus, dass sie keine Angst haben soll. Dass es Er war, ja Er, der mit ihr kommunizierte. Er bat sie dringend, nicht davonzulaufen und stark zu sein. Er versicherte ihr, dass sie sich das alles nicht einbildete.

Und so begannen die Botschaften, obwohl Maria anfangs keine Ahnung hatte, worum es bei ihnen ging oder was sie bedeuteten. Sie fürchtete die öffentliche Reaktion auf   Botschaften dieser Art und war erleichtert, als Jesus ihr sagte, dass Er wollte, dass sie aus vielen verschiedenen Gründen im Verborgenen blieb.“

Quelle: http://www.dasbuchderwahrheit.de/start_g.htm

Wenn man aus katholischem Umfeld kommt und die katholische Lehre praktiziert, dann kann es schwer fallen, diese Geschehnisse allein aus biblischer Sicht zu interpretieren und zu prüfen. Da die katholische Kirche neben der Bibel noch auf ihre Traditionen baut, die nicht unbedingt dem Wort Gottes entsprechen, wird ein Katholik, der die Meinung und Tradition der Kirche übernommen hat, den Betrug hinter diesen Ereignissen nicht so schnell entlarven. Jemand, für den das Wort Gottes die einzig maßgebende Informationsquelle ist, tut sich leichter. Wer allein mit der Bibel prüft, der schließt aus, auf menschlichen Irrtum hereinzufallen. Dies kann nämlich bei Traditionen durchaus der Fall sein. Denn Traditionen müssen nicht immer gottgewollt sein.

Wie offenbart sich Jesus?

Die Frau aus Irland wurde angeblich durch eine übernatürliche Begebenheit zum Medium. Die Rede ist von einem Jesus-Bild, dass sich bewegt und redet, wie die Irin es zu ihrem Erstaunen erfahren hat.

Der Gott, der einzige Gott, der sich in der Bibel vorstellt, hat dem Volk Israel verboten, sich Götzenbilder, Statuen und Räucherorte zu machen:

2. Mose 20

4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist.

5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen,

Dies ist das zweite Gebot der zehn Gebote. Sie stehen in jeder gängigen und normalen Bibelübersetzung.

Die Römisch-Katholische Kirche hat dieses Gebot nicht in den Katechismus und das Gotteslob aufgenommen, sondern sie hat die zehn Gebote manipuliert. Um außerbiblische Bilderverehrung zu legalisieren, hat man das zweite Gebot gestrichen und stattdessen das 10. Gebot in zwei Teile aufgesplittet. So kam man dann wieder auf 10 Gebote.

(Überzeugen Sie sich selbst davon: http://das-lebendige-wort.de/index.htm?name=http://das-lebendige-wort.de/Abhandlungen/10_gebote_katholisch.htm )

Der Gott der Bibel hat jedoch etwas gegen Bilderverehrung und gegen Statuen, die er in der Bibel Götzen nennt. Gott ist generell gegen Bilderverehrung, auch wenn sie Heilige, Apostel oder sogar Jesus darstellen sollen. Es ist nicht erlaubt ein Gleichnis zu machen „von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden“ ist. Das schließt auch die göttliche Welt, in der sich Gott-Vater, Jesus Christus und die Engel befinden, mit ein. Jedes Bildnis daher, dass Jesus Christus darstellt, ist damit strengstens verboten, und darf daher nicht als Ursprung göttlicher Offenbarung gewertet werden.

Da Gott etwas gegen Götzenbilder hat, auch wenn sie einen angeblichen Jesus darstellen und weil auch niemand weiß, wie der Herr Jesus aussieht, ist es unwahrscheinlich, dass Gott durch ein Bild antwortet. Gott redet hauptsächlich durch sein Wort:

1Petr 1,23 denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt.

Träume, Bilder und Gesichte führen nicht zum Glauben. Man kann durch sie nicht wiedergeboren werden, denn nur durch die Verkündigung des Wortes Gottes entsteht echter Glaube:

Röm 10,17 Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.

So scheint es zweifelhaft, dass eine ungläubige Frau durch ein Bild zum richtigen Glauben kommen kann. Stattdessen lässt sich die tatsächliche Quelle dieser Offenbarungen leicht lokalisieren: Entweder es ist ein gewaltiger Betrug, oder die Seherin hat sich mit finsteren Mächten eingelassen. Die Zeit wird es zeigen.

Der Teufel benutzte und benutzt noch Bilder von Göttern (Götzen), um Menschen zu manipulieren und auf den falschen Weg zu bringen, indem sie Bilder und nicht Gott anbeten. Er benutzt dazu auch Jesus-Bilder. In Zukunft wird durch ihn ein Bild hergestellt werden, dass einen Geist in sich hat, redet und den Tod bewirken kann.

Offb 13,15 Und es wurde ihm [dem Tier aus der Erde, dem falschen Propheten, Anm. des Autors] gegeben, dem Bild des Tieres einen Geist zu verleihen, so daß das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, daß alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten.

Dieses Ereignis steht noch aus. Dem falschen Propheten, der satanisch inspiriert sein wird, wird es gelingen, ein Götzenbild herzustellen, das lebendig wird.

Alle sich heutzutage in katholischen und heidnischen Kreisen bewegenden Bilder und Statuen, die in real Blut weinen oder sich bewegen, sind Vorausschattungen dieser zukünftigen Verführung. Weil man das zweite Gebot verworfen hat, wird man als Konsequenz daraus irregeführt werden.

Auch im Alten Testament (in der Geschichte des Volkes Israel) wird die Bilderverehrung verurteilt:

2Kön 17,16 Und sie verließen alle Gebote des Herrn, ihres Gottes, und machten sich Bilder, zwei gegossene Kälber, und machten ein Aschera-Standbild und beteten das ganze Heer des Himmels an und dienten dem Baal.

Die Strafe für die Bilderverehrung, die Israel praktizierte, war die gewaltsame Wegführung Israels nach Babylon. Aufgrund dieser Bilderverehrung kamen viele Israeliten ums Leben. Es war eine Strafe Gottes.

In Apostelgeschichte 7 steht der Vorwurf des Stephanus an die Führer in Israel:

Apg 7,43 Ihr habt die Hütte des Moloch und das Sternbild eures Gottes Remphan umhergetragen, die Bilder, die ihr gemacht habt, um sie anzubeten. Und ich werde euch wegführen über Babylon hinaus.

Hinter diesen Bildern stecken die Dämonen:

Offb 9,20 Und die übrigen Menschen, die durch diese Plagen nicht getötet wurden, taten nicht Buße über die Werke ihrer Hände, so daß sie nicht mehr die Dämonen und die Götzen aus Gold und Silber und Erz und Stein und Holz angebetet hätten, die weder sehen, noch hören, noch gehen können.

1Kor 10,20 Nein, sondern daß die Heiden das, was sie opfern, den Dämonen opfern und nicht Gott! Ich will aber nicht, daß ihr in Gemeinschaft mit den Dämonen seid.

Nicht nur die heidnischen Götzen waren verboten, sondern auch sich ein Bild von Gott selbst zu machen. (Siehe 2. Mose 32.)

Ekstatische Gefühle und Kraftströme

Die ekstatischen Gefühle und Kräfte, die die Seherin zudem hatte, scheinen ebenso auf eine dämonische Manifestation hinzuweisen. Diese Phänomene werden auch von Geistheilern, Spiritisten und Wahrsagern wahrgenommen, die mit dem christlichen Glauben nichts zu tun haben. Sie deuten auf einen okkulten Ursprung des Phänomens hin. Die „verborgene Prophetin“ hat sich für eine Kraft geöffnet, die zur Bilderverehrung und Götzendienst auffordert, was Gott ausdrücklich in seinem Wort, der Bibel, verboten hat.

Wenn schon die Quelle der Botschaft dem Wort Gottes entgegensteht, dann können wir annehmen, dass der Ursprung der Diktate aus einer anderen Quelle als dem biblischen Gott stammt.

Kapitel 4 – Was ist das Buch der Wahrheit?

Die Botschaften von M. D. M. werden in einem Buch gesammelt, dass sich „das Buch der Wahrheit“ nennt. Dieses Buch soll dem Buch entsprechen, dass im Buch des Propheten Daniel in Kapitel 10 im Vers 21 erwähnt wird. Auf der deutschsprachigen Seite ist dazu folgendes zu lesen:

Aussagen Gottes über das „BUCH DER WAHRHEIT“

Noch nie davon gehört? Dieses Buch der Wahrheit ist von größter Wichtigkeit, denn es führt zur Erkenntnis der Wahrheit. Es betrifft uns alle, unsere unmittelbare Zukunft und Ewigkeit! Schon im Alten Testament, im Buch des Propheten Daniel, ist von diesem Buch die Rede.  

Maria Divine Merci, eine junge Familienmutter und Geschäftsfrau aus Irland, empfängt seit 08. November 2010 beinahe täglich Botschaften von Gott-Vater, Jesus und Maria. Diese werden ihr gegeben, um die Menschheit auf das Zweite Kommen Jesu Christi vorzubereiten. Beim Propheten Amos (Altes Testament) ist hierzu zu lesen: „Nichts tut Gott, der Herr, ohne es vorher durch seine Propheten anzukündigen (3,7)!“ Maria ist Katholikin, praktizierte den Glauben bis zu diesem Zeitpunkt aber nicht. Der Herr bezeichnet die Offenbarungen zusammengefasst als“Buch der Wahrheit“, die Empfängerin als “Endzeitprophetin” oder auch als “siebten Engel” (vgl. Offb 10,7). 

Die Botschaften richten sich grundsätzlich an jeden Mann, jede Frau und jedes Kind (über 7 Jahre), also nicht nur an Katholiken oder Christen. Dies zu wissen ist sehr wichtig!

Das Buch der Wahrheit wird im Buch Daniel, Kapitel 10, Vers 21 mit diesem Namen erwähnt. Daniel erhielt mehrere Endzeit-Visionen und Offenbarungen (8,16-27; 9,21-27). Der Erzengel Gabriel* erklärte Daniel diese Visionen und sagte ihm, dass alles was über die Endzeit ihm enthüllt worden ist, aufgezeichnet ist im Buch der Wahrheit! Er wies ihn an: „Du. Daniel, halte diese Worte geheim und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes“ (12,4.9)!

Mit diesen Worten wird gleichzeitig und definitiv aber auch gesagt, dass dieses Buch der Wahrheit zur Zeit des Endes geöffnet werden wird! – Und genau das erfüllt sich jetzt vor unseren Augen durch das Geschenk dieser Göttlichen Offenbarungen! Weiter lesen wir in 12,4: „Viele werden nachforschen und die Erkenntnis wird groß sein!“

Die anstehende Frage, wer dieses Buch zur Zeit des Endes öffnet, beantwortet Kapitel 5 der Offenbarung des Johannes (Neues Testament). Bitte sorgfältig lesen! In Botschaft 368 sagt Jesus dazu übereinstimmend: „Nur Ich, das Lamm Gottes, habe das Recht, der heutigen Welt die Wahrheit zu übermitteln, die Meinem Jünger Johannes dem Evangelisten, dem Instrument der Wahrheit, gegeben worden ist.“ Somit bestätigt das Buch der Offenbarung das Buch der Wahrheit. Diese Schriften, das versiegelte Buch der Wahrheit in Daniel 10 und die versiegelte Buchrolle in Offenbarung 5, sind nicht zwei verschiedene Schriften, sondern beide sind die eine  Schrift, die zur Zeit des Endes geöffnet wird.  

Die Zeit des Endes ist erreicht! Das sagen nicht nur diese Botschaften, das sagen gegenwärtig alle, selbst dämonische. Auch die Papstweissagung des Hl. Malachias sagt das. In Botschaft Nr. 46 wird dieser Heilige übrigens namentlich erwähnt und der Prophetin als Helfer zur Seite gestellt.

[Malachias war Bischof von Armagh in Irland, er starb 1148 auf einer Reise in Clairvaux, im Kloster seines Freundes, des Hl. Bernhard.]

*Der Erzengel Gabriel erklärte nicht nur Daniel diese Visionen, er brachte auch dem Priester Zacharias (Lk 1,19) und der Jungfrau Maria (Lk 1,27) eine Botschaft, zum Anfang des Heils.

Der biblische Text lautet (Daniel Kap. 10):

21 Vorher aber will ich dir mitteilen, was im ›Buch der Wahrheit‹ aufgezeichnet ist.“

Quelle: http://www.dasbuchderwahrheit.de/start_g.htm

Doch:

Ist das Buch der Wahrheit der Prophetin Mary Divine Mercy identisch mit dem Buch der Wahrheit, das in Daniel 10,21 beschrieben wird?

Das Buch Daniel wurde in Babylon geschrieben, als das Volk Israel aufgrund Gottes Gericht dorthin verschleppt worden war. Der Prophet Daniel bekam von Gott Visionen, Gesichte und Träume geschenkt, die die zukünftige Weltpolitik, die eng mit dem Volk Israel verknüpft war und ist, darlegt. Daniel schrieb unter anderem über das babylonische, medo-persische, griechische und römische Weltreich (Daniel 2, Daniel 7-12), aber auch über die Zukunft Israels und den Messias Jesus Christus.

In Daniel Kapitel 10 wurde Daniel das Wort Gottes durch einen Engel geoffenbart. Der Engel sagt unter anderem:

So bin ich nun gekommen, um dir Einblick darüber zu geben, was deinem Volk am Ende der Tage begegnen wird, denn das Gesicht bezieht sich auf fernliegende Tage!

Daniel 10,14

Der Engel beschreibt ihm daraufhin die Weltgeschichte mit dem Fokus auf Israel und den umliegenden Völkern bis zur Endzeit. Er erklärt auch, dass der Antichrist kommen soll und dieser dadurch die große Drangsal für das Volk Israel (die Drangsal Jakobs) einleiten wird.

Der Vers 21 von Kapitel 10 ist der einleitende Satz für die im Buch Daniel folgenden Kapitel:

Doch will ich dir verkünden, was in dem Buch der Wahrheit aufgezeichnet ist; und kein einziger steht mir mutig bei gegen jene als nur euer Fürst Michael.

Die Visionen von Mary Divine Mercy beziehen sich jedoch nicht auf das Volk Israel und die umliegenden Völker und auch nicht auf die Weltreiche der Erde, sondern ausschließlich auf die Situation in der katholische Kirche, auf Marienverehrung, Tabernakel-Verehrung, Sakramente und Bußübungen. Israel und die Nationen um Israel herum tauchen bei M. D. M. allerhöchstens nur am Rande auf. Im Buch Daniel ist Israel und seine Nachbarn jedoch der Schwerpunkt und dort tauchen keine katholische Kirche, Päpste oder Christen auf.

Das Buch von M. D. M. ist also eine totale Zielverfehlung des biblischen Themas und auch leider eine Irreführung, denn nach dem einleitenden Vers 21, auf den sich Mary Divine Mercy so gerne bezieht, damit sie ihr Buch das Buch der Wahrheit nennen kann, erzählt der echte Engel eine vollkommen andere Geschichte, mit ganz anderem Schwerpunkt als bei der irischen Offenbarung. Die beiden Bücher stimmen also nicht überein.

Der Engel im Buch Daniel erzählt Daniel nämlich, was im Buch der Wahrheit tatsächlich aufgezeichnet ist. Davon handeln Kapitel 11 und 12 des Daniel-Buches. Es ist daher kein separates Buch, dass erst heute offenbart wurde. Kapitel 11 und 12 sind aus dem Buch der Wahrheit entnommen worden und in das Danielbuch integriert worden, denn der Engel leitet den Satz in Kapitel 11 Vers 2a ein mit:

Und nun will ich dir die Wahrheit verkünden: …

Das heißt soviel wie: „Und jetzt sage ich Dir, was im Buch der Wahrheit steht!“

In diesem Buch der Wahrheit folgt eine ausführliche Prophetie über die Könige nördlich und südlich von Israel, die ihre Machtkämpfe und Intrigen ausfochten. Das geschah nach dem Aufkommen und Tod Alexanders des Großen. Der biblische Text beschreibt auch, wie Israel in die Konflikte dieser nachfolgenden Herrscher (Diadochen) miteinbezogen wurde und auch dagegen kämpfte. (zum Nachlesen: Roger Liebi: Weltgeschichte im Visier des Propheten Daniel)

In Kapitel 11 2-35 wird die Zeit von Kyros (6. Jh. v. Chr.) bis zur Zeit von Antiochus IV. Epiphanes (2. Jh. v. Chr.) vorausgesagt. Dieser Abschnitt enthält 150 erfüllte Prophezeihungen!

Kapitel 11,36 bis 12,13 handeln dann von der Endzeit, aber auch wieder mit dem Blick auf Israel und die umliegenden Völker und den Antichristen, der höchstwahrscheinlich ein Jude sein wird.

Das Buch Daniel und das Buch der Wahrheit hat also einen ganz anderen Schwerpunkt und eine andere Geschichte als das Buch, was Mary Divine Mercy geschrieben hat. Daher können die Bücher nicht vom gleichen Verfasser geschrieben worden sein. Es sei denn, um es überspitzt auszudrücken, Gott hätte Israel verworfen und sein altes Buch der Wahrheit weggeworfen und ein Neues geschrieben. Aber Gott ändert sich nicht.

Was ist das Buch der Wahrheit eigentlich?

Dieser  Begriff taucht nur einmal in der Bibel auf und ist daher geheimnisvoll. Vielleicht ist es die Bibel selbst oder ein Prototyp oder Teil der Bibel, den Gott in der Ewigkeit verfasst hat, oder einfach ein Buch Gottes, wie z. B. das Buch des Lebens. Also ein Buch, das von der Ewigkeit in die Zeit übermittelt wurde. Wir wissen es einfach nicht.

Das Alte Testament mit dem Buch Daniel und das darin enthaltene Buch der Wahrheit, das der Engel anspricht, handeln demnach hauptsächlich von der Geschichte des Volkes Israel mit dem Messias und Antichristen, wobei zum großen Teil auch die allgemeine Weltgeschichte in Bezug auf Israel beschrieben wird.

Das Buch der Wahrheit von M. D. M. handelt ausschließlich von römisch – katholischem Denken und dessen Religion. Die Bücher sind krasse Gegensätze. Irgendetwas stimmt hier nicht!

Was hat es mit dem Satz aus Daniel 12,4 auf sich?

Ich zitiere:

Dan 12,4 Und du, Daniel, verbirg diese Worte und versiegle dies Buch bis auf die letzte Zeit. Viele werden es dann durchforschen und große Erkenntnis finden.

Wenn wir den Satz so nehmen, wie er aufgeschrieben wurde, dann heißt das: Das Buch Daniel war bis zur Zeit des Endes von Daniel versiegelt. Erst nachdem sich viele Prophezeiungen erfüllt hatten, erkannten die Leser, dass dieses Buch aus echter, erfüllter Prophetie bestand. Das Buch war bis zur Zeit des Endes von Daniel versiegelt worden und je mehr man darin forschte, umso mehr nahm die Erkenntnis zu bis zum heutigen Tag.

Aus diesem Satz herleiten zu wollen, dass in der Endzeit ein neues Buch diktiert werden würde, ist eine Verdrehung und Fehlinterpretation dieses Satzes, denn die Rede ist von „diesen Worten“ (was sich auf das Buch Daniel bezieht), nicht von neuen Worten, die in Zukunft offenbart werden sollen.

Das Buch der Wahrheit, das in der Bibel erwähnt wird, ist demnach ein anderes, als M. D. M. verkauft.

Kapitel 5 – Das Siegel Gottes zum Download?

Eine Kuriosität der Botschaften ist, dass auf den Internetplattformen ein angebliches Siegel, ein Siegel Gottes (!), zum Download und ausdrucken angeboten wird. (Wessen Drucker streikt, hat demnach kein Anrecht auf den Schutz vor dem Teufel (Anm. des Schreibers)).

Das Siegel wird auf der deutschen Seite wie folgt beschrieben:

Das abgebildete Siegel wurde infolge einer Göttlichen Botschaft geschaffen, die „Maria von der Göttlichen Barmherzigkeit“ von Gott dem Vater am 20. Februar 2012 um 12:20 Uhr (Ortszeit) erhalten hat, in der Er ihr sagte, dass Er der Welt das „Siegel des Lebendigen Gottes“ gibt, um alle Menschen vor dem Antichristen zu schützen.“

Dieses Siegel geht angeblich auf die Offenbarung des Johannes zurück, wo das Siegel wie auf der Internetplattform wie folgt beschrieben ist:

Offb 7,1 Und danach sah ich vier Engel an den vier Enden der Erde stehen, die hielten die vier Winde der Erde fest, damit kein Wind wehe über die Erde noch über das Meer noch über irgend einen Baum.

2 Und ich sah einen anderen Engel, der von Sonnenaufgang heraufstieg, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen es gegeben war, der Erde und dem Meer Schaden zuzufügen,

3 und er sprach: Schädigt die Erde nicht, noch das Meer noch die Bäume, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben!

Aha! – Hier haben wir die Stelle, auf die dieses Siegel zurückgehen soll. Ein Engel bringt dieses Siegel und versiegelt wen? Ja, das ist die Frage: Wen? Liest man nämlich in Vers 4 weiter, dann erkennt man, dass es sich dabei um Israeliten handelt und nicht um Gläubige aus den Nationen oder um Katholiken:

Offb 7,4 Und ich hörte die Zahl der Versiegelten: 144 000 Versiegelte, aus allen Stämmen der Kinder Israels.

5 Aus dem Stamm Juda 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Ruben 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Gad 12 000 Versiegelte;

6 aus dem Stamm Asser 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Naphtali 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Manasse 12 000 Versiegelte;

7 aus dem Stamm Simeon 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Levi 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Issaschar 12 000 Versiegelte;

8 aus dem Stamm Sebulon 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Joseph 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Benjamin 12 000 Versiegelte.

Das Siegel, dass in der Offenbarung des Johannes beschrieben wird, ist ausschließlich für die 144000 messianischen Juden, die einen Teil des gläubigen Überrests bilden werden, in Israel gedacht. Nicht für Menschen aus den anderen Nationen.

Hier sehen wir wieder, wie bei den Botschaften falsche Dinge hinzugefügt und wichtige Aspekte der Bibel weggelassen werden. Der Leser soll selbst entscheiden, ob er so ein Siegel, das für Israeliten bestimmt ist, tragen soll.

Wenn man glaubt, dass dieses Siegel das Siegel Gottes darstellt, dann sollte man sich ebenfalls fragen, wieso man es sich nicht an die Stirn kleben muss, sondern im Haus aufbewahren soll. Denn der Bibeltext spricht von einer Versiegelung an der Stirn.

Dieses Siegel ist schlicht Betrug. Wir wissen nicht einmal, ob das Siegel der Versiegelten überhaupt sichtbar ist, denn in der Bibel lesen wir auch:

Eph 4,30 Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung!

Diese Versiegelung ist nach außen hin nicht sichtbar!

Kapitel 6 – Eine Prophetin die Heilsgeschichte schreibt?

Mary Divine Mercy ist für ihre Anhänger die Endzeitprophetin schlechthin. Nebenbei ist sie angeblich der 7. Engel und auch noch verantwortlich dafür, dass die Sieben Siegel, die in der Offenbarung des Johannes erwähnt werden, gebrochen werden können:

„… Das (bloße) Anerkennen Meiner Botschaften — die dir gegeben werden, Meiner   Endzeitprophetin, der die Verantwortung gegeben worden ist, die sieben Siegel zu öffnen — wird nicht genug sein. …“ (Botschaft 350)

Wir finden in der Bibel Prophetinnen. Wir finden aber in der Bibel keine Prophetin, die dazu beauftragt worden wäre, Heilsgeschichte auf-zu-schreiben. In der Bibel finden wir u. a. folgende Prophetinnen oder Frauen, die prophetisch redeten:

Im Alten Testament: Noadja, Mirjam, Debora und Hulda.

Im Neuen Testament: u. a. Hanna, Maria und Elisabeth

Diese Prophetinnen waren bei Gottes Heilsgeschichte mit dabei und hatten ohne Zweifel wichtige Rollen dabei. Doch schrieben sie Bücher? Fakt ist, dass wir in der ganzen Bibel kein prophetisches Buch finden, dass von einer Frau geschrieben worden ist. Das Buch Ruth, dass von einer Frau handelt, scheint den Propheten Samuel als Schreiber zu haben und das Buch Ester könnte meiner (!) Meinung nach von Mordechai oder Esra geschrieben worden sein. (Ich fand im Internet keine Quellenangabe zu dem Buch.)

Im Neuen Testament finden wir keine weibliche Autorin, die ein Bibelbuch geschrieben hätte. Das Aufschreiben von Gottes Ratschluss war allein Männern (Apostel wie Paulus, Petrus und Johannes und Neutestamentlichen Propheten wie Lukas und Jakobus und Judas, die Brüder des Herrn) vorbehalten.

Dagegen finden wir Neuen Testament die eindringliche Aufforderung des Paulus im 1. Timotheusbrief:

1Tim 2,11 Eine Frau soll in der Stille lernen, in aller Unterordnung.

12 Ich erlaube aber einer Frau nicht, zu lehren, auch nicht, daß sie über den Mann herrscht, sondern sie soll sich still verhalten.

13 Denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva.

14 Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber wurde verführt und geriet in Übertretung;

15 sie soll aber [davor] bewahrt werden durch das Kindergebären, wenn sie bleiben im Glauben und in der Liebe und in der Heiligung samt der Zucht.

Einer Frau ist es, laut dieser Aussage, nicht gestattet zu lehren. Die Frage: Setzt Jesus Christus sein eigenes Wort, dass er Paulus auftrug, außer Kraft und setzt in der Endzeit eine Prophetin ein, die bald mehr Worte schreibt, wie sie das Neue Testament an Umfang hat? Oder ist die Quelle anderer Natur? Wenn Christus Paulus auftrug zu sagen, dass keine Frau eine Lehre aufstellen darf, wieso tut er es dann jetzt? Ist hier nicht eher Vers 14 richtig: „die Frau aber wurde verführt“?

Kapitel 7 – Ein Himmel voller Leid?

Meine innig  geliebte Tochter, Ich weine heute Abend in großer Traurigkeit über die Sünden der Menschheit, die mit großer Intensität zunehmen, während die Zeit für die Welt, Meiner Passion am Kreuz zu gedenken, näher rückt. Mein Schmerz ist sogar größer, als er es war, als Ich zum ersten Mal gekreuzigt wurde. Ich durchlebe jetzt erneut die Todesqual, die Ich erlitten habe, da die Sünden der Menschheit Mein Herz durchbohren, gleich einem Schwert, das länger, schärfer und schmerzhafter ist. 

Hört Mein Klagen! Hört Mein Weinen! Ihr alle. Tröstet Mich in diesem tiefen Schmerz, den Ich heute erleide. Ich muss täglich den tiefen Kummer, den Schmerz und die Qual sehen, die Menschen sich gegenseitig zufügen. Die Menschen Kindern zufügen. Diese Mörder haben keine Gewissensbisse, so verseucht sind ihre dunklen Seelen von Satan, dem Betrüger. Er zeigt keinerlei Erbarmen mit irgendeinem von euch; denn er hat keine Seele. 

Doch die Menschen erliegen törichterweise — gleich Blinden — seinen Versuchungen. So sklavisch lassen sie sich in diese schreckliche Finsternis saugen, dass Ich auf euch Gläubige angewiesen bin, dass ihr innig betet, um solche Seelen zu retten.

Meine Schmerzen verstärken sich täglich. Die Sünde wird von den Menschen nicht als das gesehen, was sie ist. Im einfachsten Fall handelt es sich um Eigenliebe. Im schlimmsten Fall ist es eine Liebe für alle Dinge, die anderen Schaden zufügen durch Unehrlichkeit, Gewalt, Missbrauch und Mord. Warum verschließen die Menschen die Augen, wenn sie solche Gräueltaten sehen? Diese Opfer sind Menschen wie ihr selbst. Betet intensiv für diese Täter; denn auch sie sind Opfer. Sie, Meine Kinder, wurden vom Betrüger umgarnt, doch viele akzeptieren nicht einmal, dass es ihn gibt.“ (aus Botschaft 61)

Um es in deutlichen Worten zu sagen: Der Jesus, der hier redet, ist schlicht und einfach ein Lügner!

Dass der Herr Jesus Christus heute noch für unsere Sünden Todesqualen leiden würde, ist ein Mythos der sich in der langen Reihe von Visionen und Offenbarungen immer wieder wiederholt. Im 1. Petrusbrief wird deutlich gemacht:

1Petr 3,18 Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist,

Der Hebräerbrief drückt es so aus:

Hebr 9,28 so wird der Christus, nachdem er sich einmal zum Opfer dargebracht hat, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen, zum zweitenmal denen erscheinen, die auf ihn warten, nicht wegen der Sünde, sondern zum Heil.

Jesus Christus hat einmal für die Sünden gelitten. Am Kreuz von Golgatha schrie er wegen der Sünde zu Gott – ja, er wurde zur Sünde gemacht. Indem er sein Leben hergab, bezahlte er für alle Sünden, die ein Mensch begehen kann. Das Problem der Sünde wurde am Kreuz vollkommen von ihm gelöst. Jesus sprach:

Joh 19,30 Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist.

Unsere Sünde hat Jesus getötet. Aber er leidet jetzt nicht mehr deswegen, und wir brauchen Jesus nicht zu trösten, sondern dürfen uns freuen, dass er auferstanden ist. Wenn wir wirklich seine Kinder sind. Paulus drückt das so aus:

Phil 4,4 Freut euch im Herrn allezeit; abermals sage ich: Freut euch!

Die Freude von Ostern überflügelt die Traurigkeit des Kreuzes. Ostern scheint für diese Erscheinungen, die einen ohnmächtigen Jesus beschreiben, ein Fremdwort zu sein.

Kapitel 8 – Eine weltweite Erleuchtung?

Eine weitere Erklärung zu der Warnung von M. D. M., die auf der deutschen Internetplattform zu finden ist, zeigt auf, dass laut der verborgenen  Prophetin ein Ereignis bevorstehen soll, das weltweite Auswirkungen zur Folge haben soll: „Die Erleuchtung des Gewissens“. Wie dieses Ereignis stattfinden soll, wird folgendermaßen erklärt:

Über die Botschaften

Die sehr dringenden Botschaften, die vor allem von unserem Herrn Jesus Christus in einer Reihe von inneren Einsprechungen gegeben wurden, denen Erscheinungen der Gottesmutter und unseres Herrn Jesus Christus vorausgegangen waren, sagt sie, beziehen sich auf ein mystisches Ereignis, das in der Welt in Kürze stattfinden wird. Das Ereignis, das von Jesus Christus als „Die Warnung“ und die „Erleuchtung des Gewissens“ bezeichnet wird, wird der Welt als ein Akt der Barmherzigkeit gegeben. Dieses Ereignis darf nicht mit dem Zweiten Kommen verwechselt werden und wird von jeder einzelnen Person in der Welt über dem Alter von 7 Jahren erlebt. Es ist unerlässlich, sagt sie, dass die Menschen sich für die Warnung vorbereiten; denn das Ereignis wird so schockierend sein, dass manche den Schock nicht überstehen können und als Resultat in Todsünde sterben könnten. Es wird ein sehr mächtiges Ereignis sein und eines, das niemand ignorieren kann. Jeder wird sich sofort bewusst, dass Gott existiert, und allen werden ihre Sünden gezeigt werden, wie sie in den Augen Gottes erscheinen. Nur dann werden die Menschen, darunter auch Atheisten, sich endlich eingestehen, dass Gott existiert. Dieses Geschenk wird die Menschen ermutigen, ihr Leben neu zu bewerten und Gott um Vergebung zu bitten. Es wird auch viele vor den kommenden turbulenten Jahren und vor der Zeit, wenn Jesus Christus wiederkommt, um zu richten, bekehren.

Die Botschaften betreffen auch anstehende globale Unruhen einschließlich Kriege und Erdbeben, die jetzt deswegen eskalieren, weil die Menschen dem Glauben an Gott, den Allmächtigen Vater, den Rücken kehren. Die Botschaften sind eine Mischung Christlicher Lehren und Prophezeiungen in der Hinführung zum Zweiten Kommen Jesu. Sie bekräftigen die Lehren der katholischen Kirche in Bezug auf Glauben und Moral und wurden der Menschheit durch Jesus Christus gegeben, um zu helfen, die Welt wieder zu evangelisieren, so dass die Seelen vor dem Zweiten Kommen — dem endgültigen Urteil — gerettet werden können.

In den Botschaften hat Jesus gesagt, dass Gott, der Ewige Vater, Sich nicht länger zurücklehnen werde und zusehen werde, wie sich die Sünde weiterhin in einer ungläubigen Welt manifestiert. Diese ökologischen Katastrophen werden am Ende des Jahres 2011 stärker werden und leider in einigen Teilen der Welt, wo sie am wenigsten erwartet werden, spürbar werden. Nur dann, wenn sie so häufig werden, werden die Menschen sich Fragen stellen. Dann werden sie erkennen, dass sie nicht aufgrund des Klimawandels kommen, sondern durch die Hand Gottes.

Der Grund, warum dieses Ereignis, stattfinden wird, ist, weil Gott immer barmherzig ist und den Menschen eine Chance geben will zu bereuen, so dass sie in den Himmel eingehen können, wenn Sein Sohn, Jesus Christus, wiederkommt, um während Des Zweiten Kommens zu richten. Aus Seiner Barmherzigkeit heraus gibt Er der Welt diese letzte Chance, um die Vergebung ihrer Sünden zu bitten, sodass sie alle gerettet werden können und das neue Paradies betreten können, wenn Himmel und Erde zu einer Einheit verschmelzen.

Das Gebet wird helfen, globale Katastrophen abzuwenden, aber leider gibt es, nach der Visionärin, jetzt nicht genügend Gebet in der Welt. So wird der Zorn Gottes nun mit sofortiger Wirkung auf die Welt herabsteigen. Erdbeben, Tsunamis, Überschwemmungen, Hitzewellen und Vulkanausbrüche werden nun eskalieren und stärker werden.

Die Visionärin sagt, dass diese Botschaften ihr als das Buch der Wahrheit offenbart wurden — als die letzte Reihe der göttlichen Botschaften, die der Welt vor dem Zweiten Kommen vermittelt werden, und dass sie vorhergesagt wurden. Sie sind göttlichen Ursprungs und werden aus der reinen Liebe gegeben, die Gott für alle seine Kinder hat.“

Laut der Visionärin soll also ein Ereignis stattfinden, bei dem jeder Mensch, der älter als sieben Jahre ist, ein erleuchtetes Gewissen bekommen soll. Die Menschen, die auf der Erde wohnen, würden angeblich ihre Sünden erkennen und manche würden laut Aussage sogar wegen eines Schocks über die eigene Bosheit sterben. Dieses Geschehen soll angeblich das Zweite Kommen Jesu´ Christi einleiten.

Wenn wir die Bibel untersuchen finden wir an keiner Stelle ein solches, angekündigtes Ereignis. Wenn ein solch bedeutendes Ereignis, das solch verheerende Auswirkungen hat, tatsächlich stattfinden sollte, dann müssten der Herr Jesus und seine Apostel auch davon gesprochen haben. Doch wir finden weder im Alten noch im Neuen Testament etwas darüber. Eine weltweite Erleuchtung des Gewissens zu Lebzeiten der Menschen ist nicht angekündigt.

Da dieses mystische Erwachen die Vorstufe zum 2. Kommen des Herrn sein soll, müssen wir fragen: Was sagt die Bibel zum 2. Kommen des Herrn Jesus Christus?

Jesus Christus sagte, dass sein 2. Kommen, das den Tag des Herrn einleiten würde, eine böse Überraschung für die ungläubige Welt darstellen würde:

1Thess 5,2 Denn ihr wißt ja genau, daß der Tag des Herrn so kommen wird wie ein Dieb in der Nacht.

Offb 16,15 — Siehe, ich komme wie ein Dieb! Glückselig ist, wer wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht entblößt einhergeht und man seine Schande sieht! —

Ein Dieb kommt erstens immer unangemeldet und wenn er kommt, dann ist sein Kommen eine böse Überraschung, mit der niemand gerechnet hat. So wird es für die Welt sein.

Ein Ereignis, das die Menschheit auf das 2. Kommen vorbereiten sollte, damit möglichst viele Menschen in den Himmel kommen würden, ist in der Bibel nicht angekündigt und widerspricht ihr sogar. Jesus wird plötzlich und ohne Vorwarnung kommen, so dass selbst die Gläubigen überrascht sein werden:

Mt 24,42 So wacht nun, da ihr nicht wißt, in welcher Stunde euer Herr kommt!

Hier wird von M. D. M. der Bibel wieder einmal etwas hinzugefügt, was in ihr in keiner Silbe erwähnt wird.

Die Weltgeschichte steuerte jedoch auf ein weltweites Ereignis hin: Auf die Herrschaft des Antichristen. Bei „der Warnung“ jedoch wird dies alles verdreht. Es wird zwar auch von einem Antichristen gesprochen, allerdings nicht so, wie die Bibel ihn beschreibt. Vor dem Kommen des Antichristen wird ein weltweites Ereignis stattfinden: Weltweite Verführung und Abfall vom echten Herrn Jesus Christus!

Ist die Warnung von M. D. M. vielleicht nicht schon selbst Teil dieser weltweiten Verführung?

Paulus beschreibt dies in seinem 2. Brief an die Thessalonicher folgendermaßen:

2Thess 2,1 Wir bitten euch aber, ihr Brüder, wegen der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm:

2 Laßt euch nicht so schnell in eurem Verständnis erschüttern oder gar in Schrecken jagen, weder durch einen Geist, noch durch ein Wort, noch durch einen angeblich von uns stammenden Brief, als wäre der Tag des Christus schon da.

3 Laßt euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muß unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens,

4 der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, so daß er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt.

5 Denkt ihr nicht mehr daran, daß ich euch dies sagte, als ich noch bei euch war?

6 Und ihr wißt ja, was jetzt noch zurückhält, damit er geoffenbart werde zu seiner Zeit.

7 Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken, nur muß der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein;

8 und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr verzehren wird durch den Hauch seines Mundes, und den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft beseitigen wird,

9 ihn, dessen Kommen aufgrund der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder

10 und aller Verführung der Ungerechtigkeit bei denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können.

11 Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, so daß sie der Lüge glauben,

12 damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit.

Wir finden in der Schrift statt der weltweiten Hinwendung zu Gott, einen weltweiten Abfall von Gott. Keine Buße vor Gott, sondern die Annahme des Antichristen, die viele Menschen ins Verderben stürzen wird. Dies wird begleitet durch Kräfte, Zeichen und Wunder. (Auch bei M. D. M. kommen Kräfte, Zeichen und Wunder vor. Anm. des Schreibers)

Außerdem finden wir keine Erleuchtung des Gewissens, sondern eine wirksame Kraft der Verführung, die in der Anbetung Satans gipfeln wird.

Wer also an der Warnung festhält, wird sich böse täuschen.

Parallelen zum New Age

„Die Warnung“ könnte Teil dieser weltweiten Verführung sein, denn viele Lichtarbeiter und New-Age Anhänger erwarten ebenfalls einen kosmischen Bewusstsseinsprung. Die nächste Stufe der Evolution soll im Wassermannzeitalter, in dem wir uns befinden sollen, erklommen werden. Dies soll, laut vieler Channelingbotschaften, die ebenfalls medial übermittelt werden, in naher Zukunft stattfinden.

Die Warnung klingt wie christlich verpacktes New-Age. Ich zitiere aus Wikipedia:

Über das Neue Zeitalter (New Age in engeren Sinn) oder Wassermannzeitalter als die zentrale Vision der New-Age-Bewegung kursierten zahlreiche unterschiedliche Darstellungen. Gemeinsam war dabei der Grundgedanke, dass die menschliche Kultur sich im Niedergang befinde und dass das Neue Zeitalter wieder einen Aufstieg bringen und alles zum Besseren wenden werde. Darüber, wann dieses Zeitalter beginnen werde oder bereits begonnen habe, waren viele divergierende Angaben im Umlauf. David Spangler schrieb in seinem einflussreichen Buch Revelation: The Birth of a New Age (1971), das Neue Zeitalter habe bereits an Weihnachten 1967 begonnen. Ein anderes häufig genanntes Datum war der 16./17. August 1987. Vielfach wurde die Jahrtausendwende genannt, und wieder andere Angaben verlegten den Beginn der Neuen Zeit um einige Jahrhunderte in die Zukunft.

Die erwarteten Veränderungen waren äußerst vielfältig, aber durchweg tiefgreifend. In den radikalsten Versionen betrafen sie sogar physikalische Parameter wie die Schwerkraft oder das Spektrum des Sonnenlichts. Manche Autoren verkündeten das Ende des gewohnten körperlichen Daseins und versprachen einen „Himmel auf Erden“. In diesen Fällen sollten die Veränderungen von außen über die Welt und die Menschheit hereinbrechen. Solche Vorstellungen waren besonders charakteristisch für das frühe New Age; in manchen Ländern wie Brasilien und Japan waren sie auch in jüngerer Zeit noch sehr verbreitet. Dem standen andere Visionen gegenüber, wonach die Veränderungen äußerlich unsichtbar auf einer „ätherischen Ebene“ stattfinden sollten und/oder gar nicht von außen verursacht, sondern allein durch ein verändertes Bewusstsein und eine veränderte Lebensführung der Menschen bewirkt werden sollten. Laut Heelas waren die letzteren, auf die Aktivität der Menschen abstellenden Visionen wesentlich häufiger als diejenigen, welche eine äußere Verursachung implizierten. Als eine dritte häufige Version von New-Age-Visionen neben diesen radikalen und moderaten Varianten sowie zahlreichen zwischen diesen Extremen liegenden Formen unterschied Hanegraaff noch das „Pathos der Veränderung“ (pathos of change), in dem nur Gefühle zum Ausdruck kamen, ohne dass konkret geschildert wurde, worin die erwarteten Veränderungen bestehen sollten.

Die Aktivitäten, mit denen New-Age-Anhänger die Krise der Menschheit überwinden und das Neue Zeitalter einleiten wollten, wurden ganz überwiegend als „innere Arbeit“ im Sinne einer Evolution des Bewusstseins verstanden. Ein zentraler Gedanke war dabei das Erreichen einer Kritischen Masse und eine dadurch ausgelöste Kettenreaktion. Dieser Gedanke lässt sich historisch auf Lyall Watsons Schilderung über den „Hundertsten Affen“ zurückführen; auch Rupert Sheldrakes Hypothese der Morphischen Resonanz wurde herangezogen. Die Vorstellungen darüber, wie viele spirituell zusammenarbeitende Menschen eine Kritische Masse bilden könnten, reichten von 10 Personen (David Peat) bis zu 50 Millionen (George Trevelyan).“  (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/New_Age)

Die Botschaften der Erscheinungen, die sie an M. D. M. weitergaben, ähneln in verblüffender Weise dem, was in den Kreisen der Esoterik schon seit Jahrzehnten gepredigt wird: Ein weltweiter kosmischer Aufstieg der Menschheit.

Sprechen die Esoterik und die Warnung vielleicht von ein und demselben Ereignis?

Wenn ja, dann handelt es sich hierbei vielleicht um „eine wirksame Kraft der Verführung“, die keinen wohlwollenden, sondern einen bösen Hintergrund hat.

Wir fassen zusammen: Die Bibel spricht nicht von einer weltweiten Vorbereitung auf das zweite Kommen Jesu´ Christi. Er kommt stattdessen unerwartet wie ein Dieb in der Nacht. Davor kommt „eine wirksame Kraft der Verführung“ und der „Abfall“ von Gott. Keine Hinwendung zu Gott, sondern eine Ablehnung Gottes.

Kapitel 9 – Kritik ist nicht erlaubt!

Stellen sie sich vor Paulus kommt in ihre Stadt und predigt in ihrer Gemeinde und sie sind fasziniert von seinen Worten. Sie kennen diesen Mann vom Hörensagen, aber sie sind sich nicht sicher, ob er tatsächlich die Wahrheit sagt. Sie nehmen ihre Bibel und überprüfen seine Worte, ob sie mit dem Wort Gottes übereinstimmen. Paulus bemerkt, wie sie seine Worte hinterfragen. Was glauben sie, wie Paulus reagiert? Wird er aggressiv?

Nein – Sondern er nennt sie „edel“!

So geschehen in der Beröa:

Apg 17,10 Die Brüder aber schickten sogleich während der Nacht Paulus und Silas nach Beröa, wo sie sich nach ihrer Ankunft in die Synagoge der Juden begaben.

11 Diese aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf; und sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte.

12 Es wurden deshalb viele von ihnen gläubig, auch nicht wenige der angesehenen griechischen Frauen und Männer.

Die Beröer forschten nach ob das, was Paulus predigte, mit der Bibel übereinstimmte. Paulus tadelte sie dafür nicht und sie werden vom Geist Gottes, der die Bibel inspirierte, als „edel“ bezeichnet. Die Warnung, eine Botschaft einer „verborgenen Prophetin“, sollte auf die gleiche Art und Weise überprüft werden dürfen.

Es gibt Geister, die aus Gott oder einer anderen Quelle kommen können:

1Joh 4,1 Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen.

Die Bibel warnt eindringlich davor, den Geistern bedingungslos zu glauben. JEDER Gläubige ist aufgerufen kritisch zu prüfen!!!

Wir werden auch aufgefordert uns selbst zu prüfen:

2Kor 13,5 Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid; stellt euch selbst auf die Probe! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, daß ihr unecht wärt!

Wenden wir uns nun wieder der Warnung zu:

Der Jesus der in der Warnung zu Wort kommt, greift diejenigen an, die seine Botschaft hinterfragen und nicht alles bedingungslos glauben und sich ihm nicht vollständig unterwerfen:

675. Ignoriere es, wenn man dich bittet oder von dir verlangt, Meine Worte zu ändern.

Sonntag, 13. Januar 2013, 12:10 Uhr

Meine innig geliebte Tochter, du darfst nie vergessen, Wer dein Meister ist. Wenn man dich von allen Seiten zu beeinflussen versucht und wenn Meine Jünger enorme Lasten auf deine Schultern legen, dann musst du standhaft bleiben. Begib dich in Meine Heiligen Hände, bleib für dich allein und bitte Mich, Mich um alles zu kümmern.

Du bist einzig und allein Meiner Stimme verpflichtet. Keiner anderen Stimme, die dir befiehlt, Meine Heilige Arbeit auf deren Weise zu tun, gemäß deren Interpretationen, darfst du Beachtung schenken.

Viele, die dieser Mission folgen, müssen verstehen, dass Mein Heiliges Wort nicht zerpflückt, geändert oder angepasst werden darf, damit es anderen Menschen passt. Mein Wort ist heilig. Nehmt das, was Ich sage, im Glauben an und seid zufrieden. Indem ihr versucht, verborgene Bedeutungen, eine Sensation oder Wahrsagerei zu finden, beleidigt ihr Mich.

Lernt, hinzuhören auf Meine Stimme. Lasst sie eure Seele berühren und seid dankbar, dass Ich euch dieses Geschenk Meiner intimen Lehren und Wünsche gebe. Ich tue dies aus Erbarmen mit euch und, weil Ich euch liebe. Zu zweifeln und zu fordern, dass Ich euch genau die Antworten geben soll, die ihr hören wollt, ist für Mich beleidigend.

Meine Tochter, bitte ignoriere es, wenn man dich bittet oder von dir verlangt, Meine Worte zu ändern oder den Sinn dessen, was Ich zu dir sage. Du hast nicht, wie Ich dir schon früher gesagt habe, die Befugnis, das zu tun. Sogar wenn jene hinterhältigen Seelen schwierige Fragen stellen, auf welche du keine Antwort hast, schweige!

Zu denjenigen von euch, die fortfahren, Mich auf die Probe zu stellen und Mir eine Falle zu stellen, indem sie Mein Wort herausfordern und kritisieren: Wisst, dass ihr nichts anderes seid, als ein armer, schwacher Sünder. Das, was Mir missfällt ist nicht, dass ihr Fragen zum Nutzen eurer Seele stellt, sondern es ist eure Weigerung zu akzeptieren, dass Ich, Jesus Christus, jemals mit der Welt kommunizieren könnte, wie Ich es jetzt tue.

Wenn ihr Mein Wort nehmt und es so verdreht, dass es euren Zielen dient, wird es inhaltsleer werden. Wenn ihr es dann zerreißt, um dieser Meiner Heiligen Mission, diese letzte Generation zu retten, zu trotzen, dann werdet ihr zur Seite geworfen werden.

Mein Plan ist machtvoll, jetzt, da Ich die Menschheit schnell vorwärts führe, entlang dem Pfad der Wahrheit. Diejenigen, die ziellos umherirren und vom Weg abweichen, werden zurückgelassen werden. Es bleibt gerade mal so viel Zeit, jeden von euch zu retten. Warum vergeudet ihr sie? Jede Minute ist kostbar.

Gebt Mir die Chance, euch zu führen, euch zu lehren und euch zu retten. Gehorsam Mir, eurem Jesus, gegenüber ist nötig, wenn Ich euch helfen soll. Ihr könnt Mir nur gehorchen, wenn ihr Mir euren Willen übergebt. Wenn ihr das tut, wird in eurer Seele keine Verwirrung mehr sein.

Euer Jesus“ (aus Botschaft 675)

Eine frühere Botschaft:

„659. Wissen kann euch sehr häufig für die Wahrheit blind machen.

Freitag, 28. Dezember 2012, 6:05 Uhr

Meine innig geliebte Tochter, nur wenn euer Herz Mir gegenüber offen ist, könnt ihr Mein Licht erfahren und die Wahrheit anerkennen.

Viele sagen, dass sie um die Gabe der Unterscheidung gebeten hätten und dass sie zum Heiligen Geist gebetet hätten, um diese zu erhalten. Nicht allen, die darum bitten, wird die Erkenntnis gegeben, welche sie jedoch benötigen, um diese kostbare Gabe zu empfangen. Doch werden sie sagen, dass sie diese hätten. Dann beleidigen sie Mich, indem sie behaupten, dass Mein Heiliges Wort ihnen ein ungutes Gefühl verursache. Sie behaupten, dass ihre Bedenken zwangsläufig bedeuten würden, dass Meine Heiligen Botschaften vom bösen Geist kämen.

Denjenigen von euch, die stolz verkünden, ihre verdrehte Interpretation Meines Heiligen Wortes, das euch durch diese Botschaften gegeben wird, sei falsch, habe Ich Folgendes zu sagen:

Wann kamt ihr zuletzt nackt und unbedeckt vor Mein Angesicht? Ohne hinter dem Schutzschirm des Stolzes zu sein? Wann kamt ihr auf euren Knien vor Mein Angesicht und habt Mich angerufen, dass Ich euch wirklich führen möge, ohne dass ihr zuerst mit den Händen eure Ohren zugehalten hättet, weil ihr nicht hören wollt? Wisst ihr nicht, dass Ich euch nur dann mit der Gabe der Unterscheidung erleuchten werde, wenn ihr ohne irgendeine eigene, vorgefasste Meinung vor Mein Angesicht kommt? Ihr könnt nicht von den Ketten des intellektuellen Stolzes befreit werden, die euch blind machen für die Wahrheit geistigen Wissens, solange ihr nicht frei von allem menschlichen Stolz seid.

Zu denjenigen unter euch, die Jahre mit dem Studium der Heiligen Schrift verbringen und die von sich denken, dass sie darin gut bewandert seien — und dass sie deshalb würdiger seien, Mein Wort zu definieren —, ihr müsst noch einmal nachdenken:

Kenntnisse des Buches Meines Vaters qualifizieren euch in keiner Weise mehr als den Bettler von der Straße ohne Ausbildung in geistigen Dingen. Wissen kann euch sehr häufig für die Wahrheit blind machen. Wissen, das auf eurer eigenen menschlichen Interpretation des Buches Meines Vaters beruht, bedeutet nichts, wenn es darum geht, das Wort Gottes zu verstehen.

Diejenigen von euch, die sich damit brüsten, den Heiligen Schriften Gottes in der Weise eines Gelehrten zu folgen, und dies dann verwenden, um Mein Wort, das heute der Welt gegeben wird, zu bestreiten, machen sich einer Sünde schuldig. Eure Sünde ist die Sünde des Stolzes. Ihr verletzt Mich, denn euer Stolz ist euch mehr wert als die Liebe zu Mir in ihrer einfachsten Form.

Die Liebe zu Mir, eurem Jesus, kommt aus dem Herzen. Seelen, die Meines Königreiches würdig sind, erkennen Meine Stimme schnell. Seelen, die sich Meinem Wort widersetzen und andere dazu ermuntern, Mich nach außen hin abzulehnen, stehen unter dem Einfluss des bösen Geistes. Ihr widert Mich an. Eure abscheulichen Stimmen, mit denen ihr lauthals ruft und stolz eure Würdigkeit erklärt, die auf eurer Kenntnis der Heiligen Schrift beruhe, werden zum Schweigen gebracht werden.

Meine Geduld ist endlos, aber für diejenigen von euch, die vor Mir stehen und Meinen Plan der Erlösung vorsätzlich beeinträchtigen, ihr werdet innerhalb eines Augenblicks in die Wildnis geworfen werden.

Euer Jesus“ (aus Botschaft 659)

Kritisches Nachfragen ist nicht erlaubt, sondern es wird zu bedingungslosem Gehorsam den Botschaften gegenüber aufgerufen. Dabei erkennen viele nicht, dass diese Botschaften über ein Medium (verborgene Prophetin) übermittelt werden, das eigentlich niemand kennt. Paulus war sichtbar in den Synagogen und Gemeinden präsent. Man konnte seinen Lebenswandel verfolgen. Aber diese Prophetin gibt nicht einmal ihren Namen preis. Da sie nicht in die Öffentlichkeit tritt, bleibt es fragwürdig, wer hinter diesen Botschaften überhaupt steckt.

Das Merkmal jeder Sekte ist, dass man die Lehre, die sie vertritt, nicht hinterfragen darf. Und hier widerspricht sich der Jesus der Warnung mit dem Jesus der Bibel. Denn dieser sagte, dass man durchaus erkennen kann, ob seine Lehre richtig ist. Das setzt voraus, dass man den Willen Gottes tun will:

Joh 7,17 Wenn jemand seinen Willen tun will, wird er erkennen, ob diese Lehre von Gott ist, oder ob ich aus mir selbst rede.

Reagierte der biblische Jesus zornig, wenn man ihn hinterfragte? Nein! – Meistens stellte er eine Gegenfrage, um die Motive seiner Feinde aufzudecken. Auf die Fragen seiner Jünger reagierte er meistens mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen. Sogar mit den Pharisäern und Sadduzäern, die ihn ablehnten, redete er.

Er reagierte aber nicht so beleidigt, wie der Jesus der Warnung, der förmlich darum bettelt, Aufmerksamkeit zu bekommen. Das hatte der biblische Jesus nicht nötig. Auch drohte er nicht seinen Feinden, wie es diese Erscheinung tut:

1Petr 2,23 als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet.

Das Drohen im Buch der Wahrheit (man lese nur die bösen Worte und Verwünschungen oben!) passt eher zum Teufel, den uns Petrus als brüllenden Löwen vorstellt:

1Petr 5,8 Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann;

Jesus hätte es nicht nötig, sich in so penetranter Art äußern zu müssen.

Kapitel 10 – Jesus im Tabernakel?

Jede Ehrerbietung an Mich, in Meinen Kirchen, wird bald auf ein bloßes Kopfnicken in Meine Richtung reduziert werden. Sie werden vor Meinen Tabernakeln nicht mehr ihre Knie beugen. Sie werden sich nicht vor Mir verneigen oder vor Mir knien noch werden sie vor Meinem Korpus am Kreuz beten, denn es wird nicht Mein Bild sein, das zu verehren von ihnen verlangt werden wird. Ich werde gegeißelt und lächerlich gemacht werden. Meine Worte werden in das sonderbarste Geschwafel verdreht werden und die Wahrheit über Meinen Tod am Kreuz wird über Bord geworfen werden.“ (aus Botschaft 976)

Wenn es nur so wäre!

Die Anbetung von Figuren, Statuen und Bildern nennt die Bibel Götzendienst. Götzendienst hat in der RKK eine lange Tradition. Doch dies ist nicht gottgewollt. Man kann nicht den lebendigen Jesus Christus, der jetzt als lebendiger Mensch im Himmel ist, als Hostie oder als Kruzifix anbeten. Das ist pure Gotteslästerung, wie sie in der katholischen Kirche schon viele Jahre lang gang und gäbe ist. Man betet ein Stück Holz an, aber nicht den lebendigen Christus. Wie eingangs (siehe bei: Ein sprechendes Bild) schon erwähnt, hat die Katholische Kirche das zweite Gebot bewusst verändert. Tote Materie in Form von Figuren oder Teig anzubeten, ist Götzendienst und ein Verstoß gegen das zweite Gebot, wie aus dem Buch des Propheten Jesaja klar wird:

Jes 40,18 Wem wollt ihr denn Gott vergleichen? Oder was für ein Ebenbild wollt ihr ihm an die Seite stellen?

19 Das Götzenbild? Das hat der Künstler gegossen, und der Goldschmied überzieht es mit Gold und lötet silberne Kettchen daran.

20 Wer aber zu arm ist, wählt als Weihegeschenk ein Holz, das nicht fault, und sucht sich einen Schnitzer, der ein Götzenbild herstellen kann, das nicht wackelt. —

Außerdem schreibt Jesaja:

Jes 44,13 Der Holzschnitzer spannt die Meßschnur aus, er zeichnet es ab mit dem Stift, bearbeitet es mit Schnitzmessern und umreißt es mit dem Zirkel; und er macht es nach dem Bildnis eines Mannes, nach der Schönheit des Menschen, damit es in einem Haus wohne.

14 Man fällt sich Zedern und nimmt eine Steineiche oder eine Eiche und wählt sie sich aus unter den Bäumen des Waldes. Man pflanzt eine Pinie, und der Regen macht sie groß.

15 Das dient dann dem Menschen als Brennstoff; und er nimmt davon und wärmt sich damit; er heizt ein, um damit Brot zu backen; davon macht er auch einen Gott und betet ihn an; er verfertigt sich ein Götzenbild und fällt davor nieder!

16 Den einen Teil verbrennt er im Feuer, bei dem anderen ißt er Fleisch; er brät einen Braten und sättigt sich; er wärmt sich auch daran und spricht: »Ah, ich habe mich erwärmt, ich spüre das Feuer!«

17 Aus dem Rest aber macht er einen Gott, sein Götzenbild. Er kniet davor nieder, verehrt es und fleht zu ihm und spricht: »Errette mich, denn du bist mein Gott!«

18 Sie erkennen und verstehen es nicht, denn er hat ihre Augen verklebt, daß sie nicht sehen, und ihre Herzen, daß sie nichts verstehen.

19 Keiner nimmt es sich zu Herzen; da ist weder Einsicht noch Verstand, daß man bei sich sagte: Ich habe den einen Teil mit Feuer verbrannt und über seiner Glut Brot gebacken, Fleisch gebraten und gegessen — und aus dem Übrigen sollte ich nun einen Greuel machen? Sollte ich vor einem Holzklotz niederfallen?

Es ist egal, wen diese Figuren darstellen sollen, ob Jesus, Maria oder die Heiligen. Wer eine Statue, ein Kruzifix oder Tabernakel anbetet, kommt unter den Zorn Gottes und sündigt, auch wenn er meint, Gott einen Dienst zu erweisen.

Die Erscheinungen bei der Warnung erklären immer wieder, dass dies in der RKK aufhören wird. Wenn es nur so wäre! Wer aufhört, sich vor Figuren und einem Stück Teig zu verbeugen, ist schon auf einem guten Weg. Doch diese Erscheinungen führen die Menschen, die ihnen folgen, tiefer in den Götzendienst und damit auch unter okkulte Belastung. Sie fordern ihre Anhänger indirekt auf, sich vor Holz und Teig niederzubeugen ( siehe u. a. Botschaft 976).

Da der Gott der Bibel diesen Götzendienst verurteilt, wie wir schon weiter oben gesehen haben, können wir davon ausgehen, dass die Warnung von Mächten inspiriert ist, die das Gegenteil von Gott wollen.

Stattdessen sollen wir Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten. Gott ist Geist, nicht sichtbar für uns und im Heiligen Geist können wir mit ihm kommunizieren:

Joh 4,24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.

(Vielleicht ist diese Erkenntnis für einen Katholiken, der dies jetzt liest, neu. Die Evangelische Kirche jedoch verzichtet weitgehend auf diese Form von Götzendienst. Und das schon seit der Reformation. Die Reformatoren haben erkannt, dass Götzenverehrung Sünde ist.)

Kapitel 11 – Zusammenfassung

1. Die Warnung wurde eingeleitet durch ein sich bewegendes Bild. Dies verstößt gegen das 2. Gebot und könnte ein Vorbote der kommenden antichristlichen Verführung sein. Die Quelle hinter diesem sprechenden Bild sind keine göttlichen.

2. Das Buch der Wahrheit, das in der Bibel beschrieben wird, ist ein anderes Buch als das Buch, welches M. D. M. geschrieben hat. Dieser Unterschied zwischen beiden Büchern zeigt, dass die Warnung nicht von Gott inspiriert wurde, sondern von einer anderen Quelle.

3. Das „Siegel Gottes“, das M. D. M. auf Anweisung eines Geistes, der sich als Gott-Vater ausgibt, kreiert hat, entspricht nicht dem Siegel, das in der Offenbarung des Johannes beschrieben wird. Es ist daher eher schädlich als nützlich, weil es nicht echt ist und auch falsch interpretiert wurde.

4. Da eine Frau offener für satanische Verführung ist als ein Mann, liegt die Vermutung nahe, dass M. D. M. diese Bücher unter okkulter Belastung geschrieben hat, laut ihren Aussagen (falls sie stimmen). Heilsgeschichte wurde immer von Männern aufgeschrieben, daher hat M. D. M. aus biblischer Sicht keine Berechtigung dazu, ein neues Stück der Heilsgeschichte zu schreiben.

5. Im Himmel, den die Erscheinungen des Buches darstellen, leidet Jesus Christus immer noch und ständig wegen der Sünde und Ungerechtigkeit. Mit diesen Aussagen schmälern die Geister die Auferstehung und den Sieg Jesu´ über Sünde und Tod. Uns wird statt dem allmächtigen Herrn über Himmel und Erde ein ohnmächtiger Jesus dargestellt, der nicht in der Lage zu sein scheint, mit Sünde fertig zu werden. Dieser Jesus, der bei M. D. M. vorgestellt wird, ist nicht der Christus der Bibel. Es handelt sich um „einen anderen Jesus“.

6. Die Bibel kennt kein Ereignis, dass eine weltweite „Erleuchtung des Gewissens“ darstellt. Stattdessen spricht sie vom Abfall von Gott und endzeitlicher Verführung durch Zeichen, Wunder und Kräfte. Die Warnung ist höchstwahrscheinlich ein Teil davon.

7. Das Buch der Wahrheit ist christlich verpacktes New-Age-Denken.

8. Der „Jesus“ der Warnung droht jedem, der seine falsche Botschaft in Frage stellt, mit ewiger Verdammnis. Prüfen ist nicht erlaubt. Das Merkmal, dass das Buch der Wahrheit eine fordernde Sekte gebildet hat, ist hiermit gegeben. Blinder Gehorsam und bedingungslose Unterwerfung, ohne selbst zu prüfen, werden wie in jeder anderen Sekte gefordert.

9. Die Warnung führt immer tiefer in den alten, katholischen Götzendienst hinein, der in Gottes Augen Sünde ist.

Fazit:

Wir haben es bei der Bewegung rund um das Buch der Wahrheit mit einer extremen Endzeitsekte zu tun. Diese Sekte wird durch die falschen Botschaften, die das Medium Mary Divine Mercy empfängt, am Leben erhalten. Die Botschaften entsprechen nicht dem Evangelium, das Jesus Christus und die Apostel gepredigt haben, sondern einem anderen Evangelium, dass durch die finstere Welt übermittelt werden könnte, falls es sich nicht um Betrug handelt. Wir haben es mit einem anderen Jesus, mit einem anderen Evangelium und einem anderen Geist zu tun:

2Kor 11,4 Denn wenn der, welcher [zu euch] kommt, einen anderen Jesus verkündigt, den wir nicht verkündigt haben, oder wenn ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so habt ihr das gut ertragen.

Es gibt noch viele andere Punkte, die an der Warnung zu kritisieren wären. Aber das würde ein ganzes Buch ergeben. In dieser Schrift wurden nur wenige wesentliche Punkte erwähnt, damit die Warnung hinterfragt werden kann.

Kapitel 12 – Die echte Warnung Jesu Christi

Nachdem Jesus Christus von der Masse seines eigenen Volkes abgelehnt worden war, ging er vom Tempel hinweg und redete über die Zeit, die wir Endzeit nennen. Auf die Frage seiner Jünger, was in dieser Zeit geschehen soll, gab Jesus eine ernste Warnung von sich. Er sagte:

Mt 24,4 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt acht, daß euch niemand verführt!

5 Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen.

Er sprach von falschen Christussen, aber auch von vielen falschen Propheten:

Mt 24,11 Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen.

Er sprach, dass diese falschen Propheten und Christusse große Zeichen und Wunder tun würden, um sogar die Auserwählten zu täuschen, falls es möglich wäre:

Mt 24,24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.

Diese Worte bilden u. a. die echte Warnung Jesu Christi! Diese Warnung sollten wir beherzigen. Die sogenannte Warnung von Mary Divine Mercy ist nur eine Bewegung in der langen Reihe von falschen Prophetenbewegungen, die sich während der ganzen Kirchengeschichte hervortaten. Sie ist genau diese endzeitliche Verführung, vor der der echte Jesus Christus entschieden gewarnt hat.

Was können wir tun?

Bleiben wir beim Lesen der Bibel und nehmen keine zusätzlichen Offenbarungen an!

Bleiben wir allein beim Glauben an Jesus Christus, ohne Bilderverehrung und Götzendienst zu praktizieren!

Bekennen wir Jesus Christus unsere Sünden und lassen unser Leben von ihm neu machen!

Suchen wir Gemeinschaft mit echten Christen!

Handeln wir so, wie es Jesus und die Apostel uns befohlen haben!

Und lassen wir uns in richtiger Art und Weise warnen!

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