Kein Job, arbeitslos? – Arbeite für Gott und verteile Traktate!

DSCN0669 (Small)Wir leben in schweren Zeiten. Ich weiß noch, wie es Anfang, Mitte der 90er Jahre war, wenn man einen Job suchte:

Man schlug einfach die Zeitung auf und las die Stellenbörse durch, bewarb sich und hatte recht schnell ein Vorstellungsgespräch. Wenn man Glück hatte, hatte man schnell eine neue Stelle gefunden.

Damals konnte man viel leichter einen Job finden, als es heute der Fall ist.

In den letzten Jahren mussten immer weniger Arbeiter immer mehr leisten, zu niedrigeren Löhnen und kürzerem geforderten Zeitaufwand. Die Produktionsprozesse sollen heute ständig weiter perfektioniert werden, die Arbeit soll effektiver werden, der Mensch wird nur noch als Kapazität wahrgenommen, als Nutzbringer und Resource, der in der Produktion wie Roboter funktionieren soll. Er bleibt auf der Strecke. Der Mensch ist eben keine Maschine. Schlimme Zeiten! Streß und Hektik!

Viele Menschen können die hohen Anforderungen nicht mehr erfüllen. Sie brennen aus, weil sie für ihre Arbeit die letzten Kräfte mobilisieren müssen. Andere entwickeln Depressionen, allerlei psychische Krankheiten oder auch Süchte, weil der Druck nicht nur von oben kommt, sondern weil sich die Arbeiter unter sich auch gegenseitig mobben und jeden Erfolg, den der andere hat, missgönnen. Streit, Missgunst, üble Nachrede und Unterdrückung sind an der Tagesordnung. Das ist vom Hilfsarbeiter bis in die Chefetagen so.

Die Folge von diesen schlimmen Entwicklungen der letzten Jahre ist, dass immer mehr Menschen ihre Arbeit verlieren und daher von staatlicher Unterstützung leben müssen. Die wenigsten Menschen sind damit zufrieden. Der Mensch ist darauf angelegt, eine Aufgabe zu haben. Nicht nur einen Beruf hat er, sondern auch eine Berufung (1Mo 2,15). Eine Berufung ist weit mehr, als nur ein Job. Eine Berufung ist eine Lebensaufgabe.

Dieser Artikel richtet sich solche an Menschen, die keinen Beruf mehr ausüben können, in Rente sind oder einfach keinen Job mehr finden und dazu echte Christen sind.

Ein Christ hat mindestens eine Gabe von Gott bekommen, die er ausführen kann, auch wenn er gerade keine Arbeitsstelle hat. Jeder Christ ist zudem eingeladen, im „Weinberg“ Gottes zu arbeiten:

Mt 20,1 Denn das Reich der Himmel gleicht einem Hausherrn, der am Morgen früh ausging, um Arbeiter in seinen Weinberg einzustellen. 2 Und nachdem er mit den Arbeitern um einen Denar für den Tag übereingekommen war, sandte er sie in seinen Weinberg. 3 Als er um die dritte Stunde ausging, sah er andere auf dem Markt untätig stehen 4 und sprach zu diesen: Geht auch ihr in den Weinberg, und was recht ist, will ich euch geben! 5 Und sie gingen hin. Wiederum ging er aus um die sechste und um die neunte Stunde und tat dasselbe. 6 Als er aber um die elfte Stunde ausging, fand er andere untätig dastehen und sprach zu ihnen: Warum steht ihr hier den ganzen Tag untätig? 7 Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand eingestellt! Er spricht zu ihnen: Geht auch ihr in den Weinberg, und was recht ist, das werdet ihr empfangen! 8 Als es aber Abend geworden war, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: Rufe die Arbeiter und bezahle ihnen den Lohn, indem du bei den Letzten anfängst, bis zu den Ersten. 9 Und es kamen die, welche um die elfte Stunde [eingestellt worden waren], und empfingen jeder einen Denar.

Dieses Gleichnis ist allgemein bekannt und eigentlich versteht das jeder wiedergeborene Christ. Gott will uns nicht nur vor der Sünde und dem Satan retten, er will uns nicht nur in den Himmel bringen, sondern er will uns auch hier und jetzt eine Aufgabe geben. Jeder Christ hat vom Heiligen Geist mindestens eine Gabe empfangen (wenn nicht gar mehrere), die ihn befähigt, seinen Auftrag, der von Gott direkt auf ihn zugeschnitten wurde, zu erfüllen:

1Pet 4,10 Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes: 11 Wenn jemand redet, so [rede er es] als Aussprüche Gottes; wenn jemand dient, so [tue er es] aus der Kraft, die Gott darreicht, damit in allem Gott verherrlicht wird durch Jesus Christus. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Man kann seine Gaben in der Gemeinde, an anderen Christen, Weltmenschen oder im Beruf ausüben. Sie dient dem Bau des Reiches Gottes und zu Gottes Ehre.

Doch es gibt auch Dinge, die man tun kann, obwohl man keine konkrete Gabe dazu hat. Man kann z. B. Traktate verteilen. Wir wissen ja, dass Gottes Wort nie leer zurückkommt:

Jes 55,10 Denn gleichwie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Sämann Samen gegeben hat und Brot dem, der ißt — 11 genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht: es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe!

Gottes Wort ist lebendig und es wird nicht nur Geist und Seele scheiden (Hebr 4,12), sondern auch Gottes Werk an bestimmten Menschen, die es hören, tun. Auch durch das Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld lernen wir, dass Gottes Wort, wie Samen verstreut, immer auch Frucht bringt.

So kann man auch Traktate verteilen, wenn man keine evangelistische Gabe hat. Es wird laut Gottes Wort immer auch Erfolg geben, wenn in den Traktaten auch tatsächlich von Gott und seinem Wort die Rede ist.

Ich z. B. habe keine evangelistische Gabe. D. h. ich bin nicht sehr gut dazu geeignet, Menschen zu Jesus Christus und zum Glauben an Ihn zu führen. Es gibt Christen, die können Menschen zum rettenden Glauben führen, weil sie die Gabe dazu haben. Sie können sehr gut auf ihr Gegenüber eingehen, sind rethorisch geschickt und haben genug Salz in ihrer Rede. Das habe ich z. B. nicht. Trotzdem kann ich, auch wenn ich keine evangelistische Gabe habe, immerhin evangelistische Traktate weitergeben, die die ungläubigen Menschen zu besseren Evangelisten als ich es bin hinführen. Wer die Traktate nicht persönlich im Gespräch weitergeben will, weil er sich vielleicht vor Menschen fürchtet, der kann sie ja immer noch in Briefkästen werfen. Da ich mich auch leicht vor Menschen fürchte, mache ich es auch so. Auch so kann man in einfacher Art und Weise für Gott arbeiten, ohne dass man eine spezielle Gabe dazu braucht.

 Mein Kumpel und Bruder im Herrn, M., und ich machen das schon seit dem letztem Jahr so. Wir fahren in die nächstgelegene Stadt und werfen Traktate in die Briefkästen. Allerdings nur in die Postkästen, die Werbung erlauben. Die Traktate dazu beziehen wir von dem Missionswerk Bruderhand und dem Missionswerk Werner Heukelbach. Diese beiden Werke haben noch wirklich sehr erbauliche und bibeltreue Literatur, Audiovorträge und reale Missionsveranstaltungen. Ich kann sie hier wärmstens weiterempfehlen.

Wer dann ein Traktat liest und sich für den Glauben interessiert, hat zudem die Möglichkeit, sich kostenslose Bücher und anderes Material zuschicken zu lassen, sowie über die vorhandenen Internetseiten weiter informiert zu werden. Bei Werner Heukelbach gibt es zusätzlich noch ein Radioprogramm, das auch über Satellit empfangen werden kann.

Hier ein paar Fotos der letzten Traktat-Tour:

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Mein Freund „M.“
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meine Wenigkeit
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Die Traktate

Natürlich kann man nach getaner Arbeit auch das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden:

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Im Biergarten

Hier soll nicht Werbung für uns und unsere Aktivitäten gemacht werden, sondern ich will aufzeigen, dass jeder einen Beitrag zu Gottes Reich leisten kann, auch wenn er keine evangelistische Gabe hat. Eine einfache Tätigkeit, wie Traktate zu verteilen, kann schon eine große Wirkung haben und Menschen zu rettenden Glauben bringen. Gerade Arbeitslose und Rentner können sich diese Aufgabe zuteil machen. Vor allem auch deshalb, weil man sich die Traktate völlig kostenlos zuschicken lassen kann, nachdem man sich bei den beiden Missionswerken registrieren hat lassen. Natürlich kann man auch die Traktate bezahlen. Die Traktate gibt es auch in unterschiedlichen Sprachen.

Und: Diese Arbeit macht gewöhnlich auch Freude!!!

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