Meine Biografie

062 (Medium)Als ich im Sommer 2013 einige Wochen bei meinen Eltern verbringen musste, machte ich mich daran, eine Biografie von meinem bisherigen Leben zu schreiben. Eigentlich tat ich es, um mein Leben zu reflektieren und aufzuarbeiten. Aber auch, um die Geschehnisse und Faktoren, die zu meiner psychischen Erkrankung beigetragen haben, für andere Menschen aufzuschreiben, damit sie davor gewarnt sind, nicht die gleichen Fehler wie ich zu machen. Die Biografie war eigentlich schnell fertig. Allerdings waren viele Sinn- und Rechtschreibfehler darin enthalten. Trotzdem hatte ich sie auf neobooks.com als E-Book angeboten. In den ersten Wochen hat sie sich auch gut verkauft. Trotzdem hatte ich immer ein mulmiges Gefühl, weil die Biografie einfach viele Mängel hatte. So nahm ich die Biografie schweren Herzens wieder raus.

Letztes Jahr dann fand ich eine nette Lektorin, die mir das Buch für einen sehr günstigen Preis lektorieren wollte. Sie ist auch gläubig und machte mir ein super Sonderangebot, das ich gerne annahm. Anfang diesen Monats schickte sie mir dann die Korrekturen, die 27 Din-A4-Seiten betrugen, bei 70 Seiten originalem Text! Ich machte mich dann gleich daran, den Text zu korrigieren, was sich als ungeheuer zähe Aufgabe entpuppte. Respekt vor jedem, der Texte lektoriert und verbessert. Respekt vor dieser Frau! Diese Arbeit war dermaßen öde, dass ich lieber den ganzen Text noch einmal neu geschrieben hätte, als hier diese ewig dauernde Wortklauberei zu betreiben; aber ich zwang mich, wenigstens an bestimmten Tagen ein paar Seiten zu korrigieren. Als ich dann die Hälfte, 35 Seiten, korrigiert hatte, nahm die ganze Arbeit dann endlich an Fahrt auf, und ich konnte den ganzen Text in 4-5 Tagen fertig machen und formatieren. Beim Formatieren sah dann der gesamte Text besser aus als beim Lektorieren. Zum ersten Mal erkannte ich ein einheitliches Muster, einen roten Faden, der sich durch den ganzen Text zieht. Bei der Wortklauberei beim Korrigieren, Verbessern und Ändern war das noch nicht zu sehen.

Jetzt ist das Buch fertig. Es gefällt mir. War echt ein tolles Erlebnis und eine wertvolle Erfahrung, einmal ein Buch zu schreiben. Es war auch einmal interessant, zu sehen, wie eine Lektorin meine Texte sieht und was sie bemängelt. Was mich jedoch gewundert hat: Es waren fast keine Komma-Fehler vorhanden. Für einen, der in Deutsch eine Vier hatte, ein echtes Wunder. Normalerweise verfasse ich ja nur Blogartikel, die maximal drei Din-A4 Seiten ausmachen.

Wer die jetzt endgültig fertige Biografie lesen will, der kann sie jetzt bei neobooks als E-Book kaufen. Wer die gedruckte Fassung als Buch will, der kann sich mit mir unter tommymoessmer@gmx.de in Verbindung setzen und ich werde ihm, soweit möglich, ein Buch für 10 Euro zusenden.

Auch bei Amazon kann das E-Book gekauft werden:

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