Meint es Gott wirklich gut mit uns?

Satans Strategie zielt immer darauf ab zu verhindern, dass der Mensch Zutrauen zu Gott fasst. Wir sehen bereits in den ersten Tagen der Menschheit, wie der Teufel Gottes Integrität und Güte in Frage stellte:

1Mo 3,1 Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der Herr gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, daß ihr von keinem Baum im Garten essen dürft? 2 Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen; 3 aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Eßt nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt! 4 Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben! 5 Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon eßt, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was gut und böse ist! 6 Und die Frau sah, daß von dem Baum gut zu essen wäre, und daß er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß.

Gott hatte den ersten Menschen, Adam und Eva, lediglich verboten, von einem einzigen Baum unter unzähligen anderen Bäumen zu essen. Er sagte, dass sie nicht vom Baum der Erkenntnis essen sollten, da sie sonst sterben würden. Satan wollte, dass die Menschen gegen Gott sündigen und sterben; darum stellte er zuerst Gottes Wort in Frage. Er bediente sich dabei einer Übertreibung, als er fragte: „Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?“
Es war schlicht und einfach eine Übertreibung, dass Gott verboten haben sollte, dass sie von „keinem Baum“ essen dürften. Sie durften ja von allen Bäumen essen außer von einem. Gott wusste sehr wohl, dass der Mensch Nahrung benötigt, denn so hatte er ihn ja geschaffen. Satan sagt hier indirekt: „Ich glaube, dass Gott nicht gut ist, denn er enthält euch etwas vor. Wahrscheinlich meint es Gott doch nicht so gut mit euch, wie es den Anschein hat.“ Eva fiel darauf herein und die Früchte davon wirken sich bis in unser Leben aus, denn wir alle werden seitdem in der Sünde geboren.

Satan hat seine Strategie nicht geändert. Auch heute stellt er Gottes Güte in Frage. Viele Menschen lassen sich von ihm verführen und bekämpfen das Wort Gottes, ja Gott selbst. Richard Dawkins und andere Atheisten behaupten, dass Gott, so wie ihn die Bibel beschreibe, ein grausamer, rachsüchtiger Gott sei, an den man heute, falls man ein guter Mensch sein wolle, nicht mehr glauben dürfe. Nicht nur von den Atheisten kommen solche falschen Aussagen; sie kommen auch mitten aus der Kirche.

Wie sieht es bei uns selber aus? Glauben wir, dass Gott absolut gut ist und keine Finsternis in Ihm ist:

1Joh 1,5 Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm gar keine Finsternis ist.

Vielleicht stimmen wir diesem Satz von Johannes eifrig zu. Vielleicht glauben wir ihn. Aber gerade wenn Katastrophen, Nöte und Probleme unser Leben erschüttern, stellt sich diese Frage jedem von uns.

„Ist Gott auch gut, wenn es mir schlecht geht?“

„Warum hat Gott das zugelassen?“

„Gott, das Leid geht über meine Kraft! Warum hilfst Du nicht?“

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Für uns Menschen ist Leid etwas Böses. Niemand wünscht sich, falls er gesund ist, eine Krankheit. Niemand wünscht sich familiäre Probleme, Geldprobleme, berufliche Nöte oder starke negative Einschnitte in sein Leben. Falls das Unheil dann doch eintritt, stellt sich diese Frage nach dem guten Willen Gottes immer wieder neu. Woran können wir erkennen, dass es Gott wirklich gut mit uns meint? Woran können wir erkennen, dass der Teufel Unrecht hat mit seinen Behauptungen?

Der einzige Ort, an dem wir erkennen können, dass Gott es wirklich gut mit uns meint, ist Golgatha, der Hügel außerhalb Jerusalems wo Jesus Christus gekreuzigt wurde. Gott sandte seinen eigenen Sohn, Jesus Christus, in die Welt, damit er an unser Statt, für unsere Sünden sterben sollte. Dabei sollte er den grausamsten Tod sterben, den man sich vorstellen kann. Die Kreuzigung war eine Erfindung, wie sie grausamer und sadistischer nicht sein konnte. Diesen Tod musste Jesus Christus sterben. Er nahm unsere Sünden auf sich und bezahlte dafür, indem er die Hölle der Gottverlassenheit erlebte. An diesem Tag ging ein Riss durch die gute Beziehung zwischen Gott-Vater und Gott-dem-Sohn. Ihr Verhältnis zerbrach. (Es wurde jedoch dann wieder hergestellt.) Jesus Christus, der von keiner Sünde wusste, wurde zur Sünde selber. Zur Ursache all unseren Versagens.
Ich kann mir vorstellen, dass kein guter Vater so etwas freiwillig seinem Sohn zumuten würde. Aber um uns zu retten, musste Gott bis zum Äußersten gehen.

Daran sieht man also die Liebe Gottes und dass es Gott wirklich nur gut mit uns meint.

Joh 3,16 Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.

Obwohl ich das im Kopf weiß, zweifle ich manchmal doch an der Güte Gottes, wenn ich so auf mein Leben zurückblicke. Ich musste viel Leid durchmachen und der Leser vielleicht auch. Aber wir dürfen gewiss sein, dass unser Leid, wenn wir an Jesus glauben, zu unserem Vorteil sein wird. Denn wie Jesus Christus ist uns auch Leid verordnet. Aber weil Jesus Christus vom Toten auferstanden ist und von Gott belohnt wurde, indem er Ihm die Herrschaft über alles gegeben hat, werden auch wir für alles Leid, das uns an der Güte Gottes manchmal zweifeln lässt, belohnt werden. Das sind doch herrliche Aussichten. Wir dürfen glauben, dass es Gott absolut gut mit uns meint.

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