Papst wünscht sich Einheit mit allen Christen

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Der Papst wünscht sich eine Einheit mit allen Christen. So lautet eine Meldung, die heute auf jesus.de zu lesen war und auch HIER. Franziskus, der die Ökumene stärker als Benedikt vorantreibt, sammelt eifrig Punkte bei Christen aller Denominationen.

Auch auf jesus.de sind die Stimmen gegenüber dem neuen Papst milde und wohlwollend.

Was ist da nur los?

Heute denkt man nicht mehr an die Vergangenheit. Man denkt nicht daran, dass viele echte Christen sich lieber foltern und verbrennen ließen, als einen Pakt mit der Römisch Katholischen Kirche einzugehen. Sie zogen es vor, lieber zu sterben, als das ewige Seelenheil zu verlieren.

Heute denkt man nicht mehr daran. Man meint, Rom hätte sich gewandelt. Aber Rom wird sich niemals wandeln. Die Lehre der RKK ist immer noch die gleiche wie im Mittelalter. Durch ihre Dogmen, die als unerschütterlich gelten, ist diese Kirche gegen jede Reform immun geworden. Die vielen Kinderschänderskandale, auch in letzter Zeit, zeigen das auch immer wieder deutlich auf. Schuld daran ist meiner Meinung nach nicht, dass alle Priester und Bischöfe von Natur aus Kinderschänder wären. Das Ganze scheint mit dem Zölibat, dem unauflösbaren Dogma, zusammenzuhängen, was dem Klerus eine gewaltige Last auf den Rücken legt. Unterdrückte Sexualität entlädt sich irgendwann wie bei einem Vulkanausbruch. Die Leidtragenden sind dann die Schwachen, die sich nicht wehren können.

Der Prunk und der Mammon, den sich diese Kirche durch Ablässe, Raub, Mord und Totschlag zusammengerafft hat, ist gewaltig. Man kann es leider nicht schöner umschreiben.

Die klerikalen Menschen, die sich freiwillig zu Leibeigenen degradiert lassen, huldigen auch noch diesem kranken System und dem Mann in weiß. Sie sind bedauernswert. Freiwillig geben sie ihre Kraft und ihren Willen an die Kirche ab. Sie verkaufen sich als Leibeigene, obwohl sie niemand dazu zwingt. Darum ist dieses System auch so erfolgreich.

Luthers Protest sei vorbei; so wird behauptet. Wenn Luther heute sehen könnte, was aus seiner Arbeit geworden ist, dann wäre er in den Augen seiner eigenen heutigen Anhänger das größte Ärgernis, denn er würde ganz gewiss rotieren, vor Wut schäumen und Ausdrücke gebrauchen, die selbst Verbrecher nicht über die Lippen bringen. Luther konnte sehr direkt werden, manchmal leider zu direkt.
Das Vermächtnis von Luther und den anderen Reformatoren, die ihr Leben dabei riskierten, wird einfach weggeworfen von einer schwachen evangelikalen Führung, die alles daran setzt, mit Rom eins zu werden.

Jedes Wort des Papstes, auch wenn er noch soviel Unsinn erzählen würde, wird schon mit dem Wort Gottes gleichgesetzt und wie Gold gehandelt.

Sind die Millionen Toten, die dieses System auf dem Gewissen hat, vergessen? Bei uns vielleicht, aber bei Gott nicht:

Ps 116,15 Kostbar ist in den Augen des Herrn der Tod seiner Getreuen.

Gott sieht das Leid, dass diese Kirche und alle, die an ihr profitierten, angerichtet hat. Sein Name wird ständig durch diese Kirche missbraucht. Im Namen Gottes missbrauchte z. B. auch der ehemalige Bischof Josef Wesolowski in der Dominikanischen Republik unzählige Kinder, die er mit Medikamenten bezahlte. Sogar die Vereinten Nationen warfen dem Vatikan vor, die unzähligen Missbräuche durch Priester gezielt zu vertuschen. Woraufhin der Vatikan den Vereinten Nationen vorwarf, dass sie sich in Dinge einmischten, die sie nichts angehen würden. Rom ist niemanden Rechenschaft schuldig in seinen Augen. Rom ist gegenüber jeder Kritik erhaben.

Wo bleibt die Abgrenzung zu diesem System? Sie wird Stück für Stück mit einer Salamitaktik aufgehoben. Es gibt keinen Aufschrei. Im Gegenteil. Es ist Freude über eine ungute Einheit und darüber, dass die über viele Jahre andauernde Annäherung endlich zu einem Schluss kommt.

Charles Haddon Spurgeon sagte im Jahr 1876:

„Ihr Protestanten, die ihr heute eure Freiheit wie Billigware verschleudert, werdet einmal den Tag verfluchen, an dem ihr euch die alten Ketten wieder an die Knöchel passen ließet. Das Papsttum fesselte und tötete unsere Väter, und wir machen es zu unserer Nationalreligion.“

Schon damals (1876) stand die Protestantische Kirche in Gefahr, mit Rom zusammenzuarbeiten und zu verschmelzen. Heute ist dieses Ziel fast erreicht. Die Salamitaktik geht auf.

Wohlgemerkt: Es geht hier nicht um einzelne Katholiken, die auch gute Absichten haben können. Es geht gewiss nicht darum alle Katholiken zu verdammen. Es geht um das System. Dieses System knechtet, foltert, raubt und zerstört die Menschen. Daher gibt es nur eine Lösung: Nicht in diesem System mitzumachen!

Wir haben einen echten Kirchenschatz. Die Bücher und Erzählungen der Christen, die ehrlich und ihrem HERRN ergeben in der Kirchengeschichte auftraten. Das sind die echten Schätze, die unsere Väter gesammelt haben und von denen wir heute noch profitieren können. Die Römisch Katholische Kirche bietet stattdessen hauptsächlich Fabeln, Mythen und Altweibergeschichten, die in unmenschliche Dogmen und antichristlichen Riten eingebunden sind.

Viele Protestanten wissen gar nicht, wie reich sie eigentlich sind. Ich komme aus einer jahrelangen Gebundenheit an die Katholische Kirche, in der ich aufgewachsen bin. Als ich das echte Evangelium erkannt habe, habe ich mich auch mit den Christen beschäftigt, die nicht an diese Kirche gebunden waren. Ihre Geschichten und Bücher sind so gehaltvoll; sie bieten echte geistliche Nahrung. Das habe ich während meiner katholischen Zeit nie gehabt. Wollen die Protestanten das Alles für eine fade Oblate aufgeben? Wer die katholische Messe kennt, der muss eigentlich erkennen, dass hinter den ganzen Riten nichts Gehaltvolles steckt. Keine echte Nahrung für Christen. Kein Verheißungen. Kein Trost.

Das eingangs erwähnte Portal „jesus.de“ ist das traurige Beispiel dafür, wie die Evangelikalen Stück für Stück die Wahrheit wegwerfen und sich Rom zuwenden. Mit Zensur und gezielt pro-katholischen Artikeln und Nachrichten wurde über Jahre hinweg das Gehirn vieler Evangelikalen weichgespült und Internetgemeinde auf Ökumene getrimmt. Wer die Wahrheit schrieb, wurde rausgeekelt oder zensiert. Kritik an dem System der Kirche wurde nicht geduldet. Jetzt geht die Saat langsam auf. Es ist einfach erschütternd.

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Ein Gedanke zu „Papst wünscht sich Einheit mit allen Christen“

  1. Woher kommt bloß dieser starke Zusammenarbeitswille? Zu einer Kooperation gehören ja immer mindestens zwei. Wurde denn vergessen wofür es die Reformation gab? Irgendwie vergisst man heute ziemlich viele Dinge wieder, welche andere Mühsam erarbeitet hatten.

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