Regiert Geld wirklich die Welt?

649033_web_R_B_by_Burkard Vogt_pixelio.de
649033_web_R_B_by_Burkard Vogt_pixelio.de

Der Spruch „Geld regiert die Welt“ ist zum Teil wahr und zum Teil auch nicht. Mit dem Blick nur auf unsere Welt, aus horizontaler Sicht, scheint er zu stimmen. Aber nicht aus der Sicht Gottes. Nicht aus der vertikalen Sicht.

Das Finanzsystem dieser Welt ist ein zutiefst bösartiges, antichristliches Werk. Uwe Bausch sprach davon auf einer Endzeit-Konferenz. Das Geldsystem ist so aufgebaut, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Sogar die abhängige Mainstreampresse berichtete darüber. So schrieb die FAZ:

„Die Entwicklungsorganisation Oxfam warnt vor Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos vor einer immer tieferen Kluft zwischen Arm und Reich. „Die soziale Ungleichheit wächst schockierend schnell“, heißt es in einer an diesem Montag in Berlin veröffentlichten Studie zur Vermögensverteilung auf der Welt.

Darin stellen die Oxfam-Forscher eine rasante Vermögensumverteilung von ärmeren zu reicheren Menschen fest: Setze sich der derzeitige Trend fort, werde bereits im Jahr 2016 das reichste Prozent der Weltbevölkerung mehr als die Hälfte des weltweiten Vermögens besitzen. Laut der Studie verfügte das reichste Prozent der Weltbevölkerung im Jahr 2009 noch über 44 Prozent des Vermögens, im vergangenen Jahr 2014 waren es bereits 48 Prozent.

Eine weitere Statistik zeigt, dass das Vermögen der 80 reichsten Menschen sich zwischen den Jahren 2009 und 2014 verdoppelt hat. Sie besäßen damit genauso viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen, so der Bericht.“

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/oxfam-ds-reichste-prozent-hat-mehr-als-der-rest-der-welt-13378231.html

Was wollen diese Reichen mit so viel Geld? Ein Mensch kann nur in einem Auto fahren, in einem Bett schlafen, nur eine gewisse Menge Nahrung zu sich nehmen und in einem Haus wohnen. Wozu braucht man mehr Geld, als man in seinem Leben jemals ausgeben kann? Haben sie kein Gewissen, wenn sie sehen, dass arme Menschen vor Hunger sterben, während sie im Luxus leben?

Laut der Bibel und aus Gottes Sicht ist der Reichtum trügerisch. Er gaukelt dem Menschen eine falsche Sicherheit vor. Unser Leben ist von viel mehr Faktoren abhängig, als wir glauben: Gesundheit, Bewahrung vor Unfällen, Bewahrung vor kriminellen Übergriffen, Bewahrung vor irdischen und kosmischen Katastrophen wie Erdbeben, Stürme, Tsunamis und Bränden, Bewahrung vor Geldentwertung oder Verlust des Geldes durch falsche Spekulation und natürlich von einer sozialen und psychisch gesunden Lebensweise.

Im Endeffekt ist unser Leben und unser Tod jedoch nur von einem wesentlichen Faktor abhängig: Vom Wohlwollen Gottes.

1Sam 2,6 Der Herr tötet und macht lebendig; er führt ins Totenreich und führt herauf!

Wir können unser Leben nicht verlängern, wenn Gott es nicht will. Stattdessen können wir aber unser Leben verkürzen. Genauso wenig wie wir die Wahl hatten, geboren zu werden, haben wir die Wahl, wann wir sterben, falls wir nicht vorher Selbstmord begehen. Wir können zwar unser Leben durch einen sündigen Lebenswandel verkürzen, aber wir können es nicht so verlängern, dass wir die Schwelle von 120 Jahren Lebenszeit überschreiten können. Diese Grenze hat Gott gesetzt (1Mo 6,3)

Eigentlich haben wir gar nichts selbst in der Hand. Gott ist Gott, und wir sind Geschöpfe, die von ihm abhängig sind. Daher ist Reichtum eine trügerische Sicherheit, an die sich viele Menschen verzweifelt klammern.

Spr 11,4 Reichtum hilft nicht am Tag des Zorns, aber Gerechtigkeit errettet vom Tod.

Spr 11,28 Wer auf seinen Reichtum vertraut, der wird fallen; die Gerechten aber werden grünen wie das Laub.

1Tim 6,17 Den Reichen in der jetzigen Weltzeit gebiete, nicht hochmütig zu sein, auch nicht ihre Hoffnung auf die Unbeständigkeit des Reichtums zu setzen, sondern auf den lebendigen Gott, der uns alles reichlich zum Genuß darreicht.

Alles auf dieser Welt ist vergänglich. Reichtum kann sich durch eine Katastrophe im eigenen Leben vollständig verflüchtigen. Man sieht das immer wieder daran, wenn sich Bänker oder Topmanager das Leben nehmen, nachdem sie alles verzockt haben.

Man kann sich durch Reichtum auch nicht das ewige Leben erkaufen, denn das ewige Leben durch Jesus Christus ist ein kostenloses Geschenk (Offb 22,17). Reichtum rettet auch nicht vor dem Zorn Gottes (Spr 11,4). Es stimmt, man kann sich mit Reichtum ein schöneres Leben machen – aber auch das Genießen der Güter hängt vom Wohlwollen Gottes ab (Pred 2,25).

In unserer Zeit haben nicht die Mächtigen das Sagen, sondern die Reichen, die die Mächtigen beeinflussen. Aus unserer menschlichen, irdischen Sicht aus, im Gegensatz zur Sicht aus Gottes Perspektive, stellen wir fest: Reichtum kann durchaus zur Macht und angeblicher Sicherheit verhelfen.

Wir sehen das auch z. B. daran, dass die großen Konzerne immer mehr kleinere Firmen schlucken und aufkaufen (vgl. Jes 5,8). Deutschland wird von drei großen Nahrungsmittelkonzernen kontrolliert, die große Macht haben. Sie können unter sich die Preise absprechen und das Angebot bestimmen. Die Käufer haben nur die Auswahl, die ihnen vorgegeben wurde. Die Welt wird außerdem von einer kleinen Zahl an großen Unternehmen dominiert. Es sind 147 Konzerne, die die Welt nachhaltig prägen.

Die ärmeren Menschen, die Arbeiterklassen, sind auf Gedeih und Verderb von den reichen Arbeitgebern abhängig, die ihnen Arbeit und Einkommen anbieten. Sie müssen in der oft streng hierarchischen Firmenstruktur schuften, und das oft für einen Dumpinglohn. Aber sie müssen durch ihren Lohn auch wieder von den Reichen kaufen. Mit ihrem Reichtum unterdrücken daher die mächtigen Reichen die Armen:

Jak 2,6b Sind es nicht die Reichen, die euch unterdrücken, und ziehen nicht sie euch vor Gericht?

Wer viel Geld hat, beeinflusst die Politik und Rechtsprechung ganzer Länder. Es ist eine Tatsache, dass viele Politiker Geschenke und Annehmlichkeiten (Bestechung) angeboten bekommen, wenn sie die Politik machen, die die Reichen begünstigt. Viele Politiker bekommen nach ihrer Amtszeit, nachdem sie für die großen Konzerne wohlwollend regiert haben, einen Aufsichtsratsposten oder eine Stelle in einer Führungsposition, die gut bezahlt ist. Das ist nichts Neues, sondern so alt wie die Menschheit. Schon in Israel war das so, bevor Gottes Gericht kam. Den damals ausgesprochenen Satz von Gott darüber, können wir eins zu eins auf unsere Zeit übertragen:

Jes 1,23 Deine Fürsten sind Widerspenstige und Diebsgesellen; sie alle lieben Bestechung und jagen nach Geschenken; der Waise schaffen sie nicht Recht, und die Sache der Witwen kommt nicht vor sie.

So braucht man sich auch nicht zu wundern, dass unsere Politiker nicht mehr auf den Willen des Volkes reagieren, sondern nur für die Reichen da sind. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern die alltägliche Realität in unserem Land.

Reichtum macht nie satt. Man will immer mehr davon; und das geschieht meistens auf Kosten der Ärmeren, denn irgendwoher muss das Geld ja kommen.

Pred 5,9 Wer Geld liebt, bekommt vom Geld nicht genug, und wer Reichtum liebt, nicht vom Gewinn. Auch das ist nichtig!

So können wir sagen, dass Geldgier eine sehr schlimme Angewohnheit ist. Die Bibel spricht sogar davon, dass ein Grund für alles Böse die Geldgier ist. Sie beeinflusst maßgeblich das Leben auf dieser Welt in negativer Art und Weise:

1Tim 6,10 Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen; etliche, die sich ihr hingegeben haben, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viel Schmerzen verursacht.

Gott ist kein Freund davon, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Wir sehen das sehr gut daran, wie die Rechtsbestimmungen im Volk Israel, das Gottes Herrlichkeit widerspiegeln sollte, waren. Jeder Stamm bekam seinen eigenen Landstrich. Jede Familie bekam ihr eigenes Grundstück zugewiesen (5Mo 3,28). Es gab auch ein Erlassjahr, in dem sämtliche Schulden, die jemand aufgehäuft hatte, erlassen werden mussten (5Mo 15). Grundbesitz ist etwas, das Gott ausdrücklich bejaht. Aber in der heutigen Zeit, in der eine Umverteilung von Arm nach Reich erfolgt, verlieren immer mehr Menschen ihre Häuser, ihre Grundstücke und ihr gespartes Geld an die Banken. Viele sind verschuldet und diese Schulden werden nie erlassen, außer man meldet vielleicht Insolvenz an. Doch auch dadurch verliert man alles.

Gott ist auch kein Freund eines Zinssystems. Schon im Alten Testament durften die Juden keine Zinsen von ihren Volksgenossen nehmen (2Mo 22,24). So wurde verhindert, dass die Schuldenlast immer größer wurde. Bei uns ist das nicht der Fall, daher ist unser Schuldzinssystem auch antichristlich und durch und durch böse. Es läuft dem guten Plan Gottes entgegen.

So können wir das Fazit ziehen und dann feststellen, dass Gott nicht gerade wohlwollend den gottlosen Reichen gegenüber ist, auch wenn sie über Macht verfügen sollten:

Jak 5,1 Wohlan nun, ihr Reichen, weint und heult über das Elend, das über euch kommt! 2 Euer Reichtum ist verfault und eure Kleider sind zum Mottenfraß geworden; 3 euer Gold und Silber ist verrostet, und ihr Rost wird gegen euch Zeugnis ablegen und euer Fleisch fressen wie Feuer. Ihr habt Schätze gesammelt in den letzten Tagen! 4 Siehe, der Lohn der Arbeiter, die euch die Felder abgemäht haben, der aber von euch zurückbehalten worden ist, er schreit, und das Rufen der Schnitter ist dem Herrn der Heerscharen zu Ohren gekommen! 5 Ihr habt euch dem Genuß hingegeben und üppig gelebt auf Erden, ihr habt eure Herzen gemästet wie an einem Schlachttag! 6 Ihr habt den Gerechten verurteilt, ihn getötet; er hat euch nicht widerstanden.

Und Jesus Christus sagte:

Lk 6,24 Aber wehe euch, ihr Reichen, denn ihr habt euren Trost schon empfangen!

Trotzdem wird die Welt immer noch von Gott regiert und nicht vom Geld. Gott lässt zwar diese Dinge alle zu, aber er wird eines Tages Recht sprechen, wie wir an diesen Bibelstellen sehen können. Dass Gott etwas zulässt, ist nicht die Garantie dafür, dass er es auch gut heißt. Gott kann böse Dinge in seinen Plan mit einbauen, so dass sie seinen Zielen dienen müssen. Trotzdem hat der Mensch, speziell auch der Reiche, Verantwortung vor Gott.

Nicht alle Reichen sind gottlos. Wer reich ist und an Jesus Christus glaubt, der soll nach dem Gebot des Paulus handeln:

1Tim 6,17 Den Reichen in der jetzigen Weltzeit gebiete, nicht hochmütig zu sein, auch nicht ihre Hoffnung auf die Unbeständigkeit des Reichtums zu setzen, sondern auf den lebendigen Gott, der uns alles reichlich zum Genuß darreicht. 18 Sie sollen Gutes tun, reich werden an guten Werken, freigebig sein, bereit, mit anderen zu teilen, 19 damit sie das ewige Leben ergreifen und so für sich selbst eine gute Grundlage für die Zukunft sammeln.

Share Button

Related Post