Reinkarnation – Eine schreckliche Vorstellung!

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Neulich kam bei einer Diskussion auf YouTube, von mir gestartet, die Frage auf, ob wir Menschen vielleicht öfter leben im Sinn der fernöstlichen Reinkarnationslehre. Bei der Reinkarnation wird davon ausgegangen, dass man nach dem Tod in ein neues Leben kommt. Je nachdem, wie man gelebt hat, wird man als höhere oder niedere Spezies geboren. War man im aktuellen Leben gut, dann führt man im nächsten Leben ein besseres. War man schlecht, dann ist es genau umgekehrt. So wird schlussfolgernd auch davon ausgegangen, dass es eine stetige Weiterentwicklung in den unzähligen Leben geben muss, so dass man einmal vollkommen sein wird und die Erleuchtung oder das Nirwana erreicht. Als offener Christ, der durchaus in der Lage ist, den christlichen Glauben zu hinterfragen, dachte ich darüber nach, ob an dieser Lehre etwas dran sein könnte.

Spielen wir diesen Gedanken der Reinkarnation also einmal durch:

Unser Leben ist nicht nur von schönen Momenten geprägt, sondern auch von Leid. Seit dem Sündenfall ist diese Welt zwar immer noch schön – ich spreche hier von der Natur – aber unser Leben ist auch häufig von Missklängen geprägt. So werden wir nicht nur manchmal krank; wir leiden auch unter den Sünden, die wir uns gegenseitig zufügen. Das Leben auf dieser Welt ist ein raues Leben, geprägt von seelischen Wunden und unserer eigenen Sünden, die unseren Körper, Geist und Seele zerstören. Das führt zu unsäglichem Leid. Die meisten Menschen wissen, was Leid ist. Wie Nitzsche treffend sagte: „Die Welt – ein Tor, tausend Wüsten stumm und kalt. Wer das verlor, was du verlorst, macht nirgends halt.“

Stellen wir uns einmal vor, wir würden millionenfach wiedergeboren werden; zu diesem Schluss kommt nämlich diese Lehre. Uns würden damit millionenfache Leiden aufgebürdet werden. Das wäre Leid ohne Ende. Das ist ein wahrhaft schreckliche Vorstellung. Wir würden leiden, leiden, leiden.

Gott hat mit uns nicht nur Leid im Sinn. Leid kam in seiner ursprünglichen Schöpfung bis zum Sündenfall des Menschen gar nicht vor. Wenn wir als Christen auch in diesem Leben unser Päckchen zu tragen haben, wissen wir doch, dass auf den Tod die Herrlichkeit folgt, wo es nie wieder eine Spur von Leid und Sünde geben wird:

Offb 21,4 Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

Gott benutzt zwar in unserem Leben böses Leid um uns zum Ziel zu bringen (Ps 34,20), aber das ist mehr ein Mittel zum Zweck. Gott hat zum einen keine Freude am Tod des Gottlosen (Hes 18,23), noch hat er Freude, uns leiden zu lassen. Gott hat gute Gedanken für uns:

Jer 29,11 Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.

Wenn Gott uns also Leiden schickt, dann ist das immer ein Mittel zum Zweck und nicht der Zweck an sich. Natürlich gibt es auch Leid, das aus Strafe geschieht, aber Gott verfolgt damit das Ziel, den betroffenen Mensch zu ändern.

Im Hinblick auf die Reinkarnation kann ich also nur sagen. Dieses eine Leben ist genug! Es reicht einmal für ca. 70 Jahre, das Durchschnittsalter, zu leiden und danach nie mehr traurig, angefochten, verletzt und unglücklich zu sein.

Der zweite Aspekt, warum die Reinkarnationslehre äußerst kritisch zu sehen ist, ist, dass der Mensch meistens nichts aus seinen Fehlern lernt, es sei denn, er tut Buße glaubt an das Evangelium. Die Geschichte der Menschheit zeigt, dass der Mensch aus der Geschichte nichts lernt. Wenn das so wäre, dann hätten wir nach unzähligen Kriegen, Seuchen und Katastrophen so viel aus unserer Geschichte gelernt, dass wir die gleichen Fehler nie mehr machen würden. Wäre das so, dann hätten wir eine blühende Welt mit einer blühenden Zivilisation. Doch das Gegenteil ist der Fall. Es ist alles nur noch schlimmer geworden. Ich persönlich glaube, dass sogar im finsteren Mittelalter noch mehr Licht als heute zu sehen war. Würde diese Lehre also stimmen, dann würden es doch unzählige Menschen geschafft haben, der Erleuchtung näher zu kommen, und die Welt müsste sich über die Jahrhunderte stetig verbessert haben. Doch es geht immer mehr bergab.

Dieses Beispiel zeigt, dass diese Lehre von der Wiedergeburt einfach nicht der Realität entsprechen kann. Denn es müsste ja so etwas wie eine spirituelle Evolution geben, vorausgesetzt, es würden unzählige Reinkarnationen stattfinden.

Wir haben laut biblischer Lehre nur dieses eine Leben auf dieser gefallenen Welt:

Hebr 9,27 Und so gewiß es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht,

Jetzt leben Licht und Finsternis noch nebeneinander. Die Gottlosen und die Gläubigen. Jeder hat die Chance, sich für ein Leben mit Gott auf einer neuen Erde mit einem neuen Himmel zu entscheiden, denn Gott will jeden Menschen retten:

1Tim 2,4 welcher will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Dieses eine Leben gilt es zu nutzen. Die Zeit ist knapp bemessen. Wir sollen nicht auf dieser Welt nach Zufriedenheit, Wohlstand und Reichtum streben, sondern uns Schätze für die Ewigkeit sammeln.

Mt 6,19 Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen. 20 Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen!

In diesem Leben haben wir die Möglichkeit, uns von Jesus Christus retten zu lassen. Gott redet dabei zu jedem Menschen:

Hi 3314 Sondern Gott redet einmal und zum zweitenmal, aber man beachtet es nicht. 15 Im Traum, im Nachtgesicht, wenn tiefer Schlaf die Menschen befällt und sie auf ihren Lagern schlummern, 16 da öffnet er das Ohr der Menschen und besiegelt seine Warnung an sie, 17 um den Menschen von seinem Tun abzubringen und den Mann vor dem Hochmut zu bewahren, 18 damit er seine Seele vom Verderben zurückhalte, und sein Leben davon, in den Wurfspieß zu rennen.

Hören wir also genau hin, was Gott uns sagt, bevor es zu spät ist. Die Botschaft des Evangeliums ist nicht kompliziert. Man kann sie in einem Leben erfassen und verstehen. Wozu bräuchten wir dann noch andere Leben. Das wäre nur unnötig viel Leid.

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