Schwierige Lebensumstände

Viele Gläubige, auch ich, sind manchmal der Meinung, dass ein Leben mit Gott und eine Entscheidung für Jesus Christus das Leben angenehmer machen sollten. „Ich glaube an Gott, also wird er mich vor Problemen und Nöten bewahren. Gott ist gut, und wenn ich mich an Gott wende, dann wird er auch machen, dass mein Leben funktioniert und mich glücklich macht.“, ist die Meinung von einigen Christen. Doch diese Meinung ist nicht biblisch.

Der Apostel Paulus und seine Mitarbeiter machten keinen Hehl daraus, dass ein Leben mit Gott eben nicht problemlos und komfortabel verlaufen würde. Er ermutigte die Gläubigen folgendermaßen:

Apg 14,22 dabei stärkten sie die Seelen der Jünger und ermahnten sie, unbeirrt im Glauben zu bleiben, und [sagten ihnen,] daß wir durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen müssen.

Ein Leben mit Gott bringt eben Probleme mit sich. Das muss nicht nur Verfolgung sein, sondern kann sich in bunt gemischten Bedrängnissen zeigen. Vielleicht sind es gesundheitliche Probleme, finanzielle Probleme, familiäre Probleme, Probleme am Arbeitsplatz usw. Jesus Christus behauptete auch nie, dass das Leben hier auf dieser Welt nur einfach verlaufen würde, obwohl wir an Gott glauben. Er sagte stattdessen:

Joh 16,33 Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!

Wenn wir uns die Geschichten der Heiligen im Alten und im Neuen Testament anschauen, dann können wir auch sehen: Fast alle hatten Probleme! Jeder hatte eine Last zu tragen, obwohl er an Gott glaubte. Viele hatten Auseinandersetzungen mit anderen Menschen, Probleme in der Familie und auch Probleme mit Gott. Ein Leben mit Gott ist eben nicht einfacher als das Leben, das Ungläubige führen. Im Gegenteil: Es ist schwieriger.
Ein Ungläubiger lässt sich einfach treiben und folgt dem großen Strom. Ein Gläubiger dagegen ist gezwungen, gegen den Strom zu schwimmen. Die Welt wird gläubige Menschen nie richtig akzeptieren. Sie sind und bleiben Fremdkörper in dieser Welt. Das führt zu Problemen.

Auch der Teufel, dem die Gläubigen ein Dorn im Auge sind, wird immer wieder versuchen, die Gläubigen negativ zu beeinflussen oder ihnen zu schaden. Wir befinden uns eben im Kampf Satan gegen Gott, der noch nicht abgeschlossen ist, und so wie Satan Gott hasst und umgekehrt, können die Gläubigen nicht in einer neutralen Zone leben. Sind sie für Gott, dann wird Satan sie angreifen. Das sieht man vor allem an den Orten, wo die Christen verfolgt werden.

Doch Gott ist gut, auch wenn die Lebensumstände eine andere Sprache sprechen. Gott lässt alles, was uns belastet, zu unserem Besten mitwirken, wenn wir ihn lieben:

Röm 8,28 Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.

Schwierige Lebensumstände als gut zu bezeichnen wäre falsch. Sie sind nicht angenehm und sie sind negativ. Aber Gott, der aus dem Nichts etwas schaffen kann, kann diese Umstände so gebrauchen, dass sie zu unserem Besten dienen. D. h. Gott wird die negativen Umstände so in unser Leben einbauen, dass sie im Endeffekt zu einem guten Resultat führen. Das kann nur Gott. Mir ist sonst niemand bekannt, der das könnte.

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