Selbstmordgedanken

Wasserfall zwischen Altenstadt und Illertissen 3
Wasserfall zwischen Altenstadt und Illertissen 3

Es gibt Situationen im Leben, die können einen in innere (geistlich, seelische) und äußere (Umstände, Situationen) Bedrängnisse bringen, in denen man keinen Ausweg mehr weiß. Dies kann zum Teil selbst verschuldet, doch zum Teil auch unverschuldet sein. Egal, ob man es selbst verschuldet hat, oder nicht: Wenn eine Situation ausweglos erscheint, kann das zum Wunsch führen, seinem Leben ein Ende zu setzen. Man meint vielleicht, dies sei der letzte Notausgang den es gibt.

Wenn man leidet und sich Sorgen macht um das Morgen, dann ist das eine sehr schwierige Situation. Es gibt Umstände, die das weit über das Ertragbare hinausgehen und vielleicht schon so lange anhalten, das man keine Hoffnung mehr auf Änderung hat.

In unserer Gesellschaft gilt heutzutage das Lustprinzip. Durch die Medien und die Umwelt wird suggeriert, dass das Leben nur Sinn macht, wenn man seine Lust ausleben kann und sie befriedigt wird. Dies muß nicht einmal Sünde sein. Es gibt Dinge, die wünscht man sich, wie z. B. einen schönen Urlaub oder einen schönen Ausflug, der einen Kontrast zum grauen Alltag bietet. Leid wird in unserer Gesellschaft nicht gerne erlebt und man versucht dem vehement auszuweichen. Doch genau dies ist der von Gott verordnete Weg, den ein Christ gehen muß. Manche mehr, manche weniger.

Der Apostel Petrus schreibt dazu folgendes:

1Petr 2,21 Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt.

1Petr 4,1 Da nun Christus für uns im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat mit der Sünde abgeschlossen,

Nicht nur das! Ein Mensch kann in seinem Leben an einen Punkt kommen, in der Leid, Bedrängnis und Verfolgung so stark werden können, dass er am Leben verzweifelt. So ging es einmal Paulus und seinen Mitarbeitern:

2. Korinther 1
8 Denn wir wollen euch, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über unsere Bedrängnis, die uns in [der Provinz] Asia widerfahren ist, daß wir übermäßig schwer zu tragen hatten, über [unser] Vermögen hinaus, so daß wir selbst am Leben verzweifelten;
9 ja, wir hatten in uns selbst schon das Todesurteil, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.
10 Er hat uns denn auch aus solch großer Todesgefahr gerettet und rettet uns noch; und wir hoffen auf ihn, daß er uns auch ferner retten wird,
11 wobei auch ihr mitwirkt durch eure Fürbitte für uns, damit wegen der von vielen Personen für uns [erbetenen] Gnadengabe auch von vielen gedankt werde um unsretwillen.

Hiob, ein Gottesfürchtiger des alten Testaments litt so stark, dass er sich den Tod wünschte:

Hi 10,1 Meine Seele ekelt’s vor meinem Leben; ich will mich meiner Klage überlassen, will reden in der Betrübnis meiner Seele.

Man kann so weit kommen, dass man einfach nicht mehr leben will, weil jede Hoffnung und Zuversicht in eine Zukunft verloren scheint. Man kann meinen, Gott hat sich von einem abgewandt oder hat einen sogar verworfen.

Doch diese Dinge werden oft aus dem eigenen Blickwinkel wahrgenommen und nicht aus dem Blickwinkel Gottes. Gott, ist ein Gott, für den es keine ausweglosen Situationen gibt.
Die Glaubenshelden der Bibel zeugen davon. Das ist ja gerade das, was den Glauben ausmacht.

Erinnern wir uns an folgende Situation im 2. Buch Mose: Das Volk Israel lebte in Knechtschaft in Ägypten. Der Pharao drangsalierte das Volk so hart, dass sie zu Gott schrien. Gott erhörte dies und sandte Mose zur Befreiung des Volkes. Doch der Pharao wollte das Volk nicht freigeben, so dass Gott Plagen schicken mußte, damit der Pharao das Volk wegschicken mußte. Als das Volk ausgezogen war, überlegte es sich der Pharao doch anders und sandte seine Armee hinterher. Das Volk war zum roten Meer gekommen und stand davor. Hinter ihnen war der Pharao mit seiner Armee und wollte sie alle töten. Vor ihnen lag das Meer, das sie nicht überqueren konnten. Das war eine ausweglose Situation! Ohne Gott hätte das den sicheren Tod bedeutet. Als nun das Volk verzweifelt zu Gott schrie, übernahm er die Kontrolle, teilte das Meer und sie konnten hindurchziehen. Als die Israeliten hindurchgegangen waren und die Ägypter ihnen folgten, liess Gott das Meer zurückkommen und alle Ägypter ertranken.

Hier ist die ganze Geschichte nachzulesen:
http://www.bibleserver.com/ref/2014001#/text/SLT/2.Mose14

In dieser Geschichte wird klar, dass es für Gott keine ausweglosen Situationen gibt. Er findet immer einen Weg, seinem Volk zu helfen. Die Geschichte der Bibel ist voll von Zeugnissen, wo Gott in trostlosen Situationen Türen öffnet, wo gar keine zu sehen sind. Egal ob bei Abraham, Mose, Josua, den Richtern bis hin zum neuen Testament: Gott sendet Seinen Leuten zum richtigen Zeitpunkt seine Hilfe.

Was bedeutet das für dich und mich?

Wenn Gott noch nicht beschlossen hat, dass der Lebensweg zu Ende sein soll, dann wird er zur rechten Zeit seine Hilfe senden. Vielleicht müssen wir lange und viel leiden, vielleicht dauert es eine Zeit. Aber Gott wird uns aus ausweglosen Situationen herausholen. Diese Erfahrung haben viele Gläubige gemacht. Wenn er uns nicht herausholt, so gibt er uns doch Kraft, die Situation durchzustehen und auszuhalten und darin getrost zu sein. Die Tendenz jedoch ist (wie ich meine), dass auf ausweglose Zeiten und Situationen eine Zeit der Erholung folgt. Das lehrt uns vertrauen. Und wenn Gott unseren Tod beschlossen hat, dann wartet die ewige Herrlichkeit auf uns, wenn wir Christen sind.

Ein kurzes Zeugnis von mir dazu:
Ich war schon oft in völlig ausweglosen Situationen in meinem Leben. Ich machte mir auch schon Gedanken über Selbstmord. Diese Zeiten bewirkten bei mir Zweifel, Angst und Sorgen. Aber Gott hat in meinem Leben bewiesen, dass Er Der ist, der mich immer wieder herausgeholt hat und mir eine neue Perspektive schenkte. Das festigte in mir das Vertrauen zu ihm.

Nach Zweifel und Angst kam die Lösung und mein Glaube wurde gestärkt.

Wenn Du in einer ausweglosen Situation bist, dann vertraue darauf, dass Gott Dir antworten wird, zu Seiner Zeit. Selbstmord ist keine Lösung der Probleme. Darum haben wir auch das Wort:

Hebr 10,35 So werft nun eure Zuversicht nicht weg, die eine große Belohnung hat! (Schlachter 2000)

Hebr 10,35 Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. (Luther 1984)

und auch:

Hebr 10,36 Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.