„Setzen Sechs, Herr Bischof!“

DSCN0247 (Medium)Stellen Sie sich vor, Sie sind gerade in einem Technikgeschäft und wollen einen Fernseher kaufen. Ein Fachverkäufer zeigt Ihnen die besten Geräte und sagt dann: „Wissen Sie, das ist unser Angebot! Wenn Sie jedoch eine bessere Qualität zu einem günstigeren Preis wollen, dann gehen sie bitte zum ‘XY-Markt’!“ Glauben Sie, dieser Mann würde noch lange in dem Geschäft arbeiten, wenn sein Chef merken würde, dass dieser Verkäufer, der von ihm bezahlt wird, Werbung für die Konkurrenz macht? Ich glaube, die Kündigung wäre ihm sicher!

In der knallharten Wirtschaft ist ein solches Verhalten undenkbar. Aber in der Kirche ist es gang und gäbe. Immer wieder sehen wir, wie die schärfste Kritik am Christentum, an Gott selber und dem Evangelium von denen kommt, die durch das Kirchenvolk bezahlt werden und auf dessen Kosten studiert haben. Diese Leute, die jahrelang dafür ausgebildet wurden, die einfachen Schäfchen zu hüten, leben von der Wolle der Herde, aber kümmern sich nicht in rechter Art und Weise um sie. Sie zerstören bewusst oder unbewusst den Glauben und verhindern dadurch, dass die unerretteten Menschen gerettet werden können.

Pünktlich zu Ostern geben dann diese studierten Theologen wieder ihre professionelle Theologenmeinung von sich, die einen gut, die anderen weniger gut. Der Spiegel hetzt wieder wie jedes Jahr gegen das Christentum. (Von Gottlosen ist ja auch nichts anderes zu erwarten.) Der Aldi machte in diesem Jahr einmal in positiver Weise Werbung für Ostern. (Eine freudige Überraschung!) Der Verrat an Christus kam dagegen wieder, wie erwartet, aus den eigenen Reihen. Ein Bischof behauptete, dass die Auferstehung nicht wörtlich zu nehmen sei:

„Ulrich bezieht sich damit auf das Erleben der Jünger am Ostermorgen. Sie hätten gewusst, dass Jesus wirklich gestorben sei: „Jesus, der Gottesmann und Meister, ist tot. Sein Leib wird vergehen wie jeder Menschenleib.“ Aber dies sei für die Jünger kein Grund zur Traurigkeit gewesen. Ulrich: „Aber das, was in ihm göttlich war, seine Sache, seine Haltung, seine Leidenschaft und sein Einsatz für das wahre Leben, das ist mitnichten tot.“ Der Bischof folgert weiter, dass Gottes neues Leben in den Christen heute fortwirke: „Es lebt – wenn sie, die Nachfolger, es wollen. Durch sie und mit ihnen wird es leben.“

Quelle und weiterlesen:

http://www.idea.de/glaube/detail/auferstehung-kontroverse-meinungen-evangelischer-bischoefe-96266.html

Was soll denn das für eine freudige Botschaft sein? Wenn Jesus Christus nicht von den Toten auferstanden ist, dann werden wir auch nicht auferstehen! Wenn Christus nicht vom Toten auferstanden ist, dann sind wir immer noch unter der Macht der Sünde und des Teufels gefangen. Da hilft es auch nicht, wenn man sich in sein geistliches Wolkenkuckucksheim zurückzieht, wie dieser Bischof vorschlägt. Deutlich macht das der Apostel Paulus im ersten Brief an die Korinther:

1Kor 15,12 Wenn aber Christus verkündigt wird, daß er aus den Toten auferstanden ist, wieso sagen denn etliche unter euch, es gebe keine Auferstehung der Toten? 13 Wenn es wirklich keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferstanden! 14 Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, so ist unsere Verkündigung vergeblich, und vergeblich auch euer Glaube! 15 Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir von Gott bezeugt haben, daß er Christus auferweckt hat, während er ihn doch nicht auferweckt hat, wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden! 16 Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. 17 Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; 18 dann sind auch die in Christus Entschlafenen verloren. 19 Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir die elendesten unter allen Menschen!

„Setzen Sechs!, Herr Bischof! Sie wollen ein Botschafter Jesu Christi sein? Suchen Sie sich lieber eine Arbeit, die Ihnen liegt, bevor sie die frohe Botschaft weiter verfälschen!“

In letzter Zeit stelle ich mir verstärkt die Frage, was denn die Christen, die wegen ihres Glaubens in Nordkorea im Arbeitslager verschmachten, sagen würden, wenn sie unser Wohlstandschristentum hautnah miterleben würden. Was würden dann die vom IS gekreuzigten Christen von solchen Äußerungen unserer „Kirchenführer“ halten? Viele Menschen auf diesem Planeten riskieren ihr Leben für das Evangelium! Und wir hier im vollgefressenen, dekadenten Westen leugnen die gute Botschaft der Bibel, von der wir immer noch profitieren. Uns geht es noch gut, weil unsere Vorfahren gläubig waren, dazu fleißig und rechtschaffen; denn Deutschland, das Land aus dem die Reformation ausging, ist nicht nur auf die paar Jahre Nationalsozialismus zu reduzieren. Wir profitieren noch vom Segen, den uns unsere Vorväter hinterlassen haben. Doch dieses Erbe des Protestantismus und Pietismus wird bald aufgebraucht sein. Wir leben jetzt sinnbildlich schon lange auf geistlichem „Pump“.

Wer nicht glaubt, dass Christus vom Toten auferweckt wurde, hat ein großes Problem. Es ist auch durchaus in Frage zu stellen, ob diese Person überhaupt errettet ist. Denn der Heilige Geist führt gerade in diese wichtige Wahrheit. Denn es heißt:

Röm 10,9 Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.

Die Frage, die ich mir stelle: Glaube ich auch so fest an diese Botschaft, dass ich dafür sterben würde?

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