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Wer ist der Alpha-Wolf?

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„Sie sind doch nicht für alles zuständig! Gott kann sich doch selber um seine Gemeinde kümmern!“, sagt meine Psychiaterin vor ein paar Wochen zu mir. Das brachte mich zum Nachdenken. Muss ich wirklich die Welt retten?! Nein! Aber irgendwie kann ich mich mit dem Gedanken nicht anfreunden, nichts zu tun. Die christliche Gemeinde bildet einen unsichtbaren Leib hier auf der Erde. Wenn ein Glied leidet, dann leiden die anderen Glieder mit (1Kor 12,26). Wir sind nicht isoliert von unseren Brüdern und Schwestern. Wer es noch nicht bemerkt hat, der sei darauf aufmerksam gemacht, dass in Deutschland zur Zeit ein heftiger geistlicher Krieg tobt. Im letzten Artikel, den ich gelöscht habe, habe ich dazu schon ein paar Anmerkungen darüber gemacht, die hier noch weiter ausgeführt werden sollen:


Es tritt zur Zeit ein Mann auf, der sich selber als Reformator Deutschlands, als Apostel und Wächter für die Gemeinde in Deutschland bezeichnet. Es scheint keinen geistlichen Titel zu geben, den er nicht innehat. Dieser Mann zieht vor allem die Leute an, die von der christlichen Gemeinde bis jetzt etwas vernachlässigt worden sind: Rocker, Gefängnisinsassen und Migranten. Bei aller Kritik muss man diesem Mann zugestehen, dass er diese Gruppe anspricht, um die sich die Christenheit in der Vergangenheit nicht so intensiv gekümmert hat. Hierbei hat er Recht. Aber dieser Mann schart immer mehr Anhänger um sich selber, er tauft, er predigt, er baut Hauskreise auf. Das tut er mit solch einem Absolutheitsanspruch, dass er letztens behauptet hat, wer seiner Bewegung nicht folgen würde „geistlich zerschmettert“ werden soll. Was ist das für ein Anspruch, was ist das für Selbstverständnis? Als er dann noch Pastoren in Bremen öffentlich bedroht und einschüchtern wollte, ihnen einen „Nazi-Geist“ unterstellte, sah ich rot. Ich griff ihn auf YouTube heftig an. Leider bekleckerte ich mich hier nicht gerade mit Ruhm, denn ein Diener des Herrn, der ich ja auch sein will, soll vor allem bei solchen Dingen ruhig bleiben (2Tim 2,24). Aber es geht hier nicht um mich. Es geht um die vielen, vielen Christen, die diesem Mann blind folgen, und es geht um jemanden der als Führungsperson glaubt im Willen Gottes zu handeln, obwohl das Gegenteil der Fall zu sein scheint. Ich kenne diese Art Machtanspruch von früher. Ich folgte früher einem Mann, der von sich behauptete, dass es niemanden auf der Erde gäbe, der solch eine Macht von Gott innehätte wie er. Ich folgte diesem Mann, und ich war dabei nicht unter dem Heiligen Geist, sondern einem Geist, der dämonischen Ursprungs war und sich als Heiliger Geist ausgab. Ich kenne diese Geister leider sehr gut; wollten sie mich doch in den Selbstmord treiben.

Die regelmäßigen Besucher dieses Blogs werden sicherlich noch im Gedächtnis haben, dass hier auf dieser Seite sehr viele Artikel sind, die sich mit diesen Geistern, den Schwarmgeistern, den dämonischen Geistern befassen. Eigentlich wiederholen sich die Themen hier in regelmäßigen Abständen. Jetzt sind diese Themen so aktuell wie noch nie. Ich habe aus der Vergangenheit gelernt, dass es eigentlich nichts Neues unter der Sonne gibt. So wie diese Geister, die die leichtgläubigen und naiven Menschen durch Irrlehrer in ihre Abhängigkeit bringen, zu meiner Zeit gehandelt haben, so handeln sie jetzt auch. Dabei lassen sie ihre Werkzeuge, wie diesen Mann, glauben, dass sie etwas Großes und Besonderes wären. Dieser Mann beherrscht zudem noch die Sprache Kanaans, also den christlichen Slang perfekt, damit hält er seine Anhänger zusammen. Dabei wird eine solche übertriebene Geistlichkeit zur Schau gestellt, dass sich der nüchterne Betrachter fragt, warum das niemand durchschaut. Das Schreckliche dabei ist, dass echte Gotteskinder darauf hereinfallen. Wie diese Sache enden wird, das habe ich früher am eigenen Leibe erfahren: Entweder in der Psychiatrie oder im Selbstmord, wenn der echte Herr Jesus Christus nicht eingreift und die verführte Person herausreißt. Wie alle Irrlehrer, wird dieser Mann seine Anhänger in die buchstäbliche Irre führen. Und schon jetzt hat er der Christenheit in Deutschland entscheidenden Schaden zugefügt. Es traten Spaltungen, Streit, böse Gerüchte und Denunziation auf, die die Welt nur noch den Kopf schütteln lässt. Dabei entstand jetzt noch ein Streit unter den bekannten Irrlehrern, denn kein Wolf gibt sich gerne mit dem 2. Rang im Rudel zufrieden. Das heißt, dass jetzt einige andere zwielichtige Lehrer mit diesem Mann Streit darüber angefangen haben, wer das Sagen hat. Wölfe sind keine Schafe, die dem Hirten folgen, sondern sie müssen sich in der Regel dem Alpha-Wolf unterwerfen, ansonsten werden sie aus dem Rudel ausgeschlossen. Und genauso ist es jetzt. Der besagte Mann vertritt den Anspruch, dass jeder, der seiner Bewegung nicht folgt, letztendlich fruchtlos sein wird und vom Reich Gottes ausgeschlossen werden soll. Was für eine Anmaßung! Weiß er doch nicht einmal, wo das Johannesevangelium in der Bibel zu finden ist!

Ich nenne hier keinen Namen, nicht weil ich hinterhältig wäre, sondern ich will mich selber vor eventuellen Klagen schützen, denn dieser Mann missachtet das Wort, wo es doch heißt:

 Rechtsstreit unter Christen

1Kor 6,1 Wie kann jemand von euch, der eine Beschwerde gegen einen anderen hat, sich bei den Ungerechten richten lassen anstatt bei den Heiligen? 2 Wißt ihr nicht, daß die Heiligen die Welt richten werden? Wenn nun durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr dann unwürdig, über die allergeringsten Dinge zu entscheiden? 3 Wißt ihr nicht, daß wir Engel richten werden? Wieviel mehr die Angelegenheiten dieses Lebens? 4 Wenn ihr nun über Angelegenheiten dieses Lebens Entscheidungen zu treffen habt, so setzt ihr solche zu Richtern ein, die bei der Gemeinde nichts gelten! 5 Zur Beschämung sage ich’s euch: demnach ist also nicht ein einziger Weiser unter euch, der ein unparteiisches Urteil fällen könnte für seinen Bruder; 6 sondern ein Bruder führt Rechtsstreit mit dem anderen, und das vor Ungläubigen! 7 Es ist ja überhaupt schon ein Schaden unter euch, daß ihr Prozesse miteinander führt. Warum laßt ihr euch nicht lieber Unrecht tun? Warum laßt ihr euch nicht lieber übervorteilen?

Jetzt ist eine regelrechte Schlammschlacht ausgebrochen, bei der ganze Staatsanwaltschaften und Polizei mit eingebunden wurde. So etwas ist nicht im Willen Gottes, wie aus dem Zitat aus dem Korintherbrief hervorgeht. Es wird beleidigt, denunziert, gedroht und man flüchtet sich aber auch in die Opferrolle. Auf allen Seiten. Der Teufel hat wieder einmal ganze Arbeit geleistet! Die Spaltung ist komplett, auch wenn der Anspruch in der Luft stand, die Christen zu vereinen. Die Welt schimpft über die „bösen Christen“!

Vor ein paar Tagen war ich noch wütend darüber, doch jetzt tun mir die vielen ‘Christen’ leid, die vom rechten Weg weggeführt werden. Was soll man da noch sagen? Was soll man noch tun? Es bleibt zu hoffen, dass manche jetzt noch aufwachen, dass sie nicht naiv und leichtgläubig jedem glauben, der mit der Bibel in der Hand auftritt und sich als Apostel ausgibt. Da wo diese Anhänger hingehen, da war ich schon; und dort ist es nicht schön. Wer sich diesen verführerischen Geistern aussetzt, der bleibt nicht ungestraft, wenn er nicht in der Katastrophe endet, dann wird er sehr wahrscheinlich ein großes Lehrgeld bezahlen müssen. Leute: Das ist nicht der Heilige Geist, das ist nicht der biblische Herr Jesus Christus, das ist nicht Gott der Vater!

Wir sitzen alle in einem Boot. Wir können zwar weit entfernt voneinander sein, aber Christen sind schon durch den Heiligen Geist ein Leib, der aus verschiedenen Glieder besteht. Wir müssen diese Verbundenheit nicht erst herstellen, sie ist schon da! Jeder Christ, der klar vor Gott steht, ist mit seinem Bruder, der genauso klar vor Gott steht, verbunden. Es gibt Brüder und Schwestern in Deutschland, die sich sehr ausführlich mit den muslimischen Migranten in Deutschland beschäftigen. Es gibt Christen, die in die Gefängnisse gehen. Es gibt Christen, die sich mit den Ausgestoßenen der Gesellschaft beschäftigen. Das geht schon viele Jahre so; es muss nicht erst ein „geistlicher Supermann“ auftauchen und das alles für sich beanspruchen! Diese besagten Christen stehen nicht im Rampenlicht, sie sind eher im Hintergrund. Sie tun ihre Arbeit aus Liebe zum Herrn Jesus Christus und aus Liebe zu den Verlorenen. Ihr Ruhm wird nicht öffentlich zur Schau gestellt. Sie werden aber dann ihren Lohn bekommen, wenn Jesus Christus zurückkommt. Bis dahin müssen sie warten. Das Reich Gottes auf dieser Erde, wenn Jesus Christus von Jerusalem aus herrscht, kommt erst noch. Bis dahin sind wir von der Welt verkannt und werden in der Regel belächelt, aber auch bekämpft.

1Joh 3,2 Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, daß wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.

Was bei dieser Diskussion und bei all dem Streit übersehen wird, ist das Wort eines echten Apostels der sagte:

1Kor 4,3 Mir aber ist es das Geringste, daß ich von euch oder von einem menschlichen Gerichtstag beurteilt werde; auch beurteile ich mich nicht selbst. 4 Denn ich bin mir nichts bewußt; aber damit bin ich nicht gerechtfertigt, sondern der Herr ist es, der mich beurteilt.

Paulus wagte nicht, sich selbst zu beurteilen, er wartete auf das Urteil des Herrn. Nicht das, was wir von uns denken und halten ist wichtig, sondern was der Herr von uns denkt und hält. Wir sollen uns auch davor hüten, uns selber zu empfehlen:

2Kor 10,18 Denn nicht der ist bewährt, der sich selbst empfiehlt, sondern der, den der Herr empfiehlt.


Mögen die  Ältesten und Pastoren und Hirten ihre Herde vor diesen Mächten schützen.  Beten wir für diese Leute, für die verblendeten Führer dieser Bewegung und für die naiven Anhänger, damit noch möglichst viele aufwachen. Sehen wir sie nicht als Feinde, sondern als getäuschte Menschen.

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