Vom Segen der Technik

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Wir Menschen neigen immer dazu, gute Dinge so zu missbrauchen, dass damit Schaden entsteht. Die Atomenergie ist eine Form davon. Man kann Atomenergie sinnvoll, zumindest weitgehend sinnvoll nutzen. Man kann mit Atomenergie auch Menschen zu Tode verbrennen. Siehe Atombomben. Technik muss nicht immer schädlich sein! Wer eine warme Heizung zuhause hat, der weiß das. Es kommt immer darauf an, wie wir die Dinge einsetzen. Ich gehöre ja jetzt schon zu den älteren Menschen. Junge Menschen, die das hier lesen, werden sich nur sehr schwer vorstellen können, wie es früher war.

Ja, früher gab es kein Handy. Man musste zum Telefonieren einen festen Apparat oder eine Telefonzelle aufsuchen. Pech, wenn jemand zuvor dort randaliert hatte, dann ging nichts! Wenn das Telefon zerstört war, musste man einigen Zeit lang laufen, um ein intaktes zu finden. Wer im Auto telefonieren wollte, musste eine Anlage installieren lassen, mit Not ging es auch über CB-Funk. Aber Handy? – Fehlanzeige, so etwas gab es nicht! Und Smarthphones? – Erst recht nicht!

Wir sind heute auch im Internet unterwegs. Früher war das eine mühsame Prozedur. Zu meiner Zeit musste man einen C-64 Personalcomputer an einen Telefonhörer anschließen, erst dann konnten zwei Computer miteinander kommunizieren. Und bis das ganze dann funktionierte, war viel Aufwand nötig. Und zwar auch erst dann, wenn dein Gesprächspartner mit dir verbunden war. Vorher ging nichts!  EMail? – Ach hör mir doch auf!

Wenn man etwas wissen wollte, musste man in die Bibliothek gehen. Man musste Bücher und Zeitungsausschnitte sammeln und in Ordner archivieren. Es gab kein Wikipedia und auch kein Google. Wer etwas wissen wollte, musste außer Haus gehen und das Wissen dort finden, wo es seinen Standort hatte. Man ging dazu meist in die örtliche Bibliothek oder zur Zeitung, oder man bestellte sich die Dinge per Post. Man konnte sich zwar auch Texte und Bilder kopieren, aber das kostete Geld. Heute bekommen wir alles ins Haus geliefert. Die meisten von uns brauchen also keinen Drucker, man muss sich nur das letzte Lesezeichen speichern.

Also ich muss sagen: Ich genieße die Möglichkeiten, die Technik, die Chance der schnellen Informationsübertragung. Natürlich war die Zeit meiner Kindheit und Jugend vor dem Handy und dem Internet auch schön. Die Jüngeren unter uns werden in ein paar Jahren vielleicht von unserer jetzigen Zeit schwärmen, denn der Mensch neigt dazu, die Vergangenheit zu glorifizieren. Aber darum geht es mir hier nicht. Ich weiß, dass meine Kindheit und Jugend auch schön war, obwohl wir diese Dinge nicht hatten. Es geht mir aber um die Chance, die wir mit den technischen Errungenschaften haben. Wir müssen keinen Brief mehr von Hand schreiben und Wochen warten, bis er in Amerika ankommt. Wir können eine EMail schreiben und sie ist in einer Sekunde in Amerika. Wir müssen einem bekannten Evangelisten nicht mehr an dem Ort, wo er seine Vorträge halt, abpassen; wir können in Sekundenschnelle mit ihm diskutieren über das Internet. Für die Verbreitung des Evangeliums genügen heute Sekunden. Wer eine eigene Homepage oder ein Facebook-Profil hat, kann tausende Menschen erreichen. Selbst in Nordkorea können wir heute mit dem Internet eindringen, ebenso an andere entlegene Orte der Welt, die meist schon ein besseres Internet als wir haben. Die Technik erleichtert nicht nur unser Leben, sondern kann auch dazu dienen, das Evangelium zu verbreiten. Daher: Lasst uns dieses Zeitfenster noch nutzen. Lasst uns die Technik sinnvoll nutzen. Wer weiß, wie lange es noch offen bleibt!

Nicht nur der Teufel nutzt die Medien, um die Menschen zu vergiften. Wir können die Medien nutzen, um Menschen zu retten! Adolf Hitler hatte den Reichsempfänger, die „weiße Rose“ hatte ihre Flugblätter! Bis das sprechende Bild aus Offenbarung kommt:

Offb 13,15 Und es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres einen Geist zu verleihen, so daß das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, daß alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten.

Wir können uns noch die Medien zu Nutze machen. Ergreifen wir die Chance. Hinter dem „Bild“ steht der Antichrist. Hinter dem Evangelium stehen wir!

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