Von der Furcht zur Liebe

DSCN1098 (Large)Quelle: http://www.bibelstudium.de/index.php?articles/3360/Bass+ist+wichtig%2C+aber+nicht+alles

Bibelstellen: Sprüche 1,7; Sprüche 9,10; Psalm 111,10

Die untersten Tasten auf dem Klavier ergeben sehr tiefe Töne. Damit beginnt sozuagen die Klaviermusik.

Und das Erste, was wir als Menschen lernen müssen, ist die Furcht Gottes. Die Furcht Gottes ist der Anfang der Weisheit. Das ist wie ein tiefer Ton.

Aber genauso wie man kein Lied zustandebekommt, wenn man nur auf der untersten Taste herumklimpert, so kann man sein Leben nicht darauf beschränken, Gott zu fürchten und zu ehren. Wir müssen auch vordringen zu seinem Erbarmen und zu seiner Gnade, um mal zwei Punkte zu nennen.

Andererseits: Der Bass, die tiefen Töne, sind wie ein Grundgerüst der Musik. Diese Töne sind nicht wegzudenken. Damit fängt es gewissermaßen an. Und wir werden als Christen keine Fortschritte machen, wenn wir Gott nicht fürchten.

Gerrid Setzer
Mein Kommentar dazu: Ich schimpfe ja oft über die katholische Kirche und prangere die Missstände darin an, weil ich selber darin aufgewachsen bin. Aber etwas Gutes hatte diese Zeit in ihr auch. Ich lernte Gott zu fürchten. Obwohl die RKK einen falschen Gottesdienst, ja Götzendienst, betreibt, ist in ihr doch eine allgemeine Furcht vor einen Heiligen Gott vorhanden. Während in manchen Kreisen Gott zu einen senilen Opa-Kuschelgott geworden ist, der nur dazu da ist, uns unsere Wünsche zu erfüllen, hat man in der katholischen Kirche eine gesunde Scheu vor Gott.
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mit großer Angst vor einem Heiligen Gott zu Jesus Christus geflüchtet bin, der die Zuflucht vor dem kommenden Gericht bildet. Aber dabei will ich nicht stehenbleiben. Furcht kann nicht motivieren, ein besseres Leben zu führen. Angst hemmt. Liebe und Barmherzigkeit machen frei. So sagte der Apostel Johannes:

1Joh 4,18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat mit Strafe zu tun; wer sich nun fürchtet, ist nicht vollkommen geworden in der Liebe.

Und der Apostel Paulus schrieb an Timotheus:

2Tim 1,7 denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht.

Wenn man durch Furcht motiviert ist, geschieht keine Veränderung, denn man macht das, was man tut, nicht aus sich heraus, sondern aus Zwang. Fällt der Zwang dann weg, lebt man seine Sünde weiterhin aus, denn es fand keine Veränderung im Herzen statt. Veränderung geschieht nur durch wohlwollende Liebe. Trotzdem ist ein Blick auf negative Entwicklungen in unserem Leben, der mit Furcht vor dem gerechten Gericht Gottes verbunden ist, heilsam. Aber das ist nur der Anfang. Die Gottesfurcht ist der Anfang der Weisheit:

Spr 9,10 Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit, und die Erkenntnis des Heiligen ist Einsicht.

Nach dem Anfang muss es weitergehen. Nachdem man sich bekehrt hat, soll man Jesus Christus und seinen Vater besser kennenlernen und dadurch wachsen. Denn nur seine Liebe kann uns verändern.

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