Warum das Wort „Neger“ unser geringstes Problem ist

Blaue Weltkugel am Strand
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Wenn man bei uns in Bayern in ein Lokal geht und ein Cola-Weizen bestellen will, dann bestellt man ein „Mohren“. Ein „Mohr“ ist der altertümliche Ausdruck für einen schwarzen Menschen, der aus Afrika kommt; und weil ein Cola-Weizen dunkel gefärbt ist, heißt es bei uns „Mohren“. Als Kinder aßen wir selbstverständlich auch Mohrenköpfe, wobei wir keine Kannibalen waren, sondern Schokoküsse, wie sie heute genannt werden, in uns rein stopften. Das alles ist heute nicht mehr politisch korrekt. Das Wort „Neger“ soll und darf heute nicht mehr gebraucht werden, weil es angeblich eine rassistische Bezeichnung sei. Nun, wie in allem, ist hier natürlich ein Funke Wahrheit darin; denn das afrikanische Volk wurde in früheren Jahrhunderten gerne als minderwertig und niedrig angesehen, weil die Afrikaner einfach nicht so fortschrittlich wie wir Europäer waren, die sich gerne als Herrenrasse aufspielten. Doch wie dem auch sei, man kann alles übertreiben. Es ist einfach nicht zu bestreiten, dass Menschen nicht nur eine andere Hautfarbe, sondern auch verschiedene Kulturen und Lebensweisen haben. Ich weiß auch aus eigener Erfahrung, dass die Afrikaner gerne mal über uns ihre Witze machen. Ich habe nämlich selber einmal einen Afrikaner für längere Zeit bei mir aufgenommen. So lernte ich die fröhliche Mentalität und die Unbeschwertheit vieler Afrikaner kennen, um die ich sie manchmal echt beneide. Aber bei all dem blieb einfach der Unterschied zwischen den verschiedenen Kulturen, schwarz und weiß, vorhanden, als ich Freundschaft mit dem Afrikaner schloss. Ja, wir machten gerne gegenseitig Witze über uns, manchmal stritten wir uns auch. So wie Winnetou und Old Shatterhand.

Doch heute soll es keine Unterschiede mehr geben. Dabei sind Unterschiede sehr wichtig. Wenn ich Urlaub in Spanien machen will, dann will ich Urlaub in einem anderen Land machen, in dem es eben nicht so läuft wie bei mir zuhause. Zum einen will ich in ein sonniges Land ans Meer, und zum anderen will ich eine andere Kultur kennenlernen – denn dafür geht man ja auch in den Urlaub. Das soll heute nicht mehr so sein, wie unsere politisch korrekten Gutmenschen fordern. Heute sollen alle Unterschiede, ja auch die Unterschiede zwischen Mann und Frau, verschwinden. Der Deutsche soll kein Deutscher mehr sein, der Afrikaner kein Afrikaner und der Asiate kein Asiate mehr sein. Alle sollen gleich denken und gleich funktionieren. Aber indem die Unterschiede aufgehoben werden, verlieren wir unsere Identität und unsere Eigenheit. Das ist letztendlich eine satanische Agenda, die auf ihren Gipfel getrieben, eine Welteinheitsregierung, eine Welteinheitsreligion und eine Welteinheitswährung mit sich bringen wird. Alles wir vermischt und kräftig durchgeschüttelt. Jede Nationalität, Identität und Wurzel soll ausgetilgt werden.

Gott hat uns alle unterschiedlich geschaffen. Kein Mensch gleicht dem anderen. Auch identische Zwillinge können charakterlich völlig verschieden sein. Jeder Mensch hat einen eigenen Fingerabdruck, keiner gleicht genau dem anderen. Gott hat verschiedene Hautfarben, Haarfarben, Augen usw. geschaffen. Er wollte die Vielfalt. Die Vielfalt macht das Leben aus. Die Vielfalt macht das Leben erst lebenswert. Das sehen wir schon bei der Nahrung. Wir bereiten unterschiedliche Speisen zu. Normalerweise essen wir oft verschiedene Dinge. Nicht jeden Tag das Gleiche. Und genauso bilden die unterschiedlichen Kulturen, Menschen und Lebensweisen eine willkommene Abwechslung für das Leben auf dieser Welt. Der schwarze Mensch ist eben schwarz und der weiße Mensch ist eben heller – außer, wenn er für zwei Wochen im Urlaub war.

Den politisch korrekten Gutmenschen in ihrem Wahn ist das natürlich ein Dorn im Auge. Alles soll einheitlich sein. Das sieht man z. B. an den Uniformen am Arbeitsplatz oder an den Schuluniformen. Gleichmacherei überall! Jeder Mensch soll in vollständige Einheit gebracht werden wie zur Zeit des Nationalsozialismus, als die Massen im Gleichschritt marschierten. Der Leser soll jetzt nicht denken, dass die Zeiten besser geworden sind – ich denke, in vielerlei Hinsicht sind sie noch schlimmer als damals. Die Diktatur ist nur nicht so offen erkennbar wie damals. Doch sie ist immer noch vorhanden. Diesmal kommt sie mit freundlichem Gesicht auf uns zu, das sich jedoch schnell ändern kann, wenn man sich weigert mitzumachen. Hitler machte keinen Hehl aus seinen Plänen und trat mit seiner Bosheit öffentlich auf. Die heutige Diktatur ist hinterhältiger doch nicht wesentlich besser.

Auf uns kommen sehr schlimme Zeiten zu. Wir stehen sehr wahrscheinlich am Rand einer gewaltigen Katastrophe, die über uns hereinbrechen könnte. Da ist es eine Lächerlichkeit, wenn man sich aufregt, wenn jemand Roberto Blanco einen „Neger“ nennt, was sich natürlich nicht gut anhört. Vielleicht müssen wir aber bald um Lebensmittel kämpfen, vielleicht herrscht bald Mord und Totschlag. Vielleicht kommt es zum Krieg mit Russland. Vielleicht bricht bald das Finanzsystem zusammen – und alles, worüber sich die Gutmenschen aufregen, ist, wenn jemand „Neger“ sagt. Ich fasse es einfach nicht!

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2 Gedanken zu „Warum das Wort „Neger“ unser geringstes Problem ist“

  1. Vielleicht sollte man es einfach nur respektieren, wenn ein Schwarzer nicht Neger genannt werden will. Dann nenne ich ihn nicht so. So einfach erscheint mir das. Bin ich deswegen ein „politisch korrekter Gutmensch im Wahn“ wie Sie schreiben?

    1. Nein, natürlich nicht. Es geht mir bei der Aussage um die gutmenschlichen Prinzipien, die weit über das Normale und Erträgliche hinausgehen. Ich nenne auch keinen schwarzen Menschen im normalen Leben „Neger“.

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