Wer hat die Kontrolle?

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Jakobus 4
13 Wohlan nun, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt reisen und dort ein Jahr zubringen, Handel treiben und Gewinn machen
14 — und doch wißt ihr nicht, was morgen sein wird! Denn was ist euer Leben? Es ist doch nur ein Dunst, der eine kleine Zeit sichtbar ist; danach aber verschwindet er.
15 Statt dessen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will und wir leben, wollen wir dies oder das tun.

Man bekommt das Wort immer wieder zu hören. Menschen, die sich auf der Sonnenseite des Lebens befinden, die sich etwas erarbeitet haben und deren Leben gelungen ist, greifen immer wieder darauf zurück. Es klingt wie ein Wort aus der Bibel und klingt fromm. Das Wort heißt:
„Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott!“ „Jeder ist seines Glückes Schmied.“, ist auch so ein Satz, der gerne gebraucht wird.

Diese Sätze sagen aus, dass Gott denen helfen würde, die Eigeninitiative ergriffen. Denjenigen, die klug und weise handeln würden, würde Gott Erfolg schenken. Das kann auch eine Zeit lang gutgehen. Es kann gelingen. Doch was ist, wenn der Arzt eine schlimme Diagnose gibt? Was ist, wenn ein Arbeitsplatz wegrationalisiert wird? Was ist, wenn eine Inflation kommt? Oder ein unerwarteter Verkehrsunfall? Es kann dann geschehen, dass man vor den Trümmern seiner Existenz steht, weil man im Endeffekt hilflos den Katastrophen ausgesetzt ist. Wir Menschen können z. B. weder unsere Verdauung kontrollieren noch unseren Herzschlag. Wir haben keine Macht über die Viren, die in der Luft herumschwirren, wenn wir uns auch noch so oft die Hände waschen. Wir haben keine Macht, einen Krieg zu verhindern, den die Herrschenden beginnen. Wir haben eigentlich fast gar nichts in der Hand. Wer garantiert uns, dass wir beim Stadtbummel nicht durch Taschendiebe bestohlen werden? Wer garantiert uns, dass wir nicht im Badezimmer ausrutschen und uns den Zeh brechen? Niemand!

Ich will jetzt keine Ängste schüren. Ich will auch keinen Leser in Panik versetzen. Manche leiden aufgrund solcher Ängste an zwanghafter Kontrollsucht. Sie überprüfen beim Verlassen der Wohnung oder des Hauses mehrmals, ob sie auch die Türe abgeschlossen haben, damit kein Dieb einbrechen kann. Manche leiden an einen Waschzwang und wollen niemanden die Hand geben, damit sie keine Viren auf die Haut bekommen. Manche sind so auf gesunde Ernährung fixiert, dass sie nichts mehr essen, was bei ihnen nicht als gesund gilt. Oder die Hypochonder, die hinter jedem Schmerz sofort eine schlimme Krankheit vermuten. Manche Menschen wollen so verzweifelt die Kontrolle über ihr Leben haben, dass sie buchstäblich krank werden. Aber wir haben eben keine Kontrolle.

Natürlich heißt das nicht, dass wir nicht weise und vorausschauend leben sollen. Wir haben durchaus die Verantwortung richtig mit dem Leben umzugehen, das wir von Gott geschenkt bekommen haben, im Rahmen unserer Möglichkeiten. Ja, damit wären wir bei Gott! Gott hat die Kontrolle über unser Leben, nicht wir. Gott ist allmächtig und er hat das gesamte Universum vom Mikro- bis zum Makrokosmos unter seiner Kontrolle. Nicht das kleinste Atom und nicht der größte Stern entgehen Gottes Aufmerksamkeit. Auch der Satan darf nur tun, was Gott ihm gestattet. Gott hat seinem Sohn, Jesus Christus, die Kontrolle und Herrschaft über das Universum übertragen, weil er durch seinen Kreuzestod die Sünde besiegt hat:

Offenbarung 1
12 Und ich wandte mich um und wollte nach der Stimme sehen, die mit mir redete; und als ich mich umwandte, da sah ich sieben goldene Leuchter, 13 und mitten unter den sieben Leuchtern Einen, der einem Sohn des Menschen glich, bekleidet mit einem Gewand, das bis zu den Füßen reichte, und um die Brust gegürtet mit einem goldenen Gürtel. 14 Sein Haupt aber und seine Haare waren weiß, wie weiße Wolle, wie Schnee; und seine Augen waren wie eine Feuerflamme, 15 und seine Füße wie schimmerndes Erz, als glühten sie im Ofen, und seine Stimme wie das Rauschen vieler Wasser. 16 Und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem Mund ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert hervor; und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne in ihrer Kraft. 17 Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen nieder wie tot. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebende; und ich war tot, und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen! Und ich habe die Schlüssel des Totenreiches und des Todes.

Jesus Christus hat alles unter Kontrolle. Sogar den Tod, die Hölle und auch unser Leben. Wenn wir an ihn glauben, dann dürfen wir gewiss sein, dass uns nur die Dinge treffen können, die er zugelassen hat. Indem wir glauben, dass er niemals die Kontrolle über alle unsere Lebensumstände verliert, können wir in ihm sicher sein und Ruhe finden.

Die Ungläubigen (Gottlosen) jedoch haben diese Gewissheit nicht:

Spr 10,24 Was der Gottlose fürchtet, das wird über ihn kommen, den Wunsch der Gerechten aber wird Er erfüllen.

Die Ungläubigen (Gottlosen) haben diesen Frieden nicht, den die Gläubigen haben. Sie vertrauen auf trügerische Sicherheiten wie Reichtum, andere Menschen, selbstgemachten Göttern und auch auf sich selber. Ihr Leben mag zwar eine Zeit lang gelingen, doch sie werden plötzlich zugrunde gehen, denn falsche Sicherheiten sind nicht hilfreich:

Spr 24,19 Erzürne dich nicht über die Übeltäter, sei nicht neidisch auf die Gottlosen! 20 Denn der Böse hat keine Zukunft, und die Leuchte der Gottlosen wird erlöschen. 21 Fürchte den Herrn, mein Sohn, und den König, und laß dich nicht mit Aufrührern ein! 22 Denn ihr Unheil wird plötzlich kommen, und ihrer beider Verderben, wer kennt es?

Natürlich treffen Katastrophen Gläubige wie Ungläubige. (Manchmal lässt Gott auch Unglücke im Leben der Gottlosen zu, damit sie zur Umkehr und zum Glauben an Gott kommen sollen.)

Den Gläubigen dient jedoch alles, was sie erfahren (auch die Unglücke), zum Besten:

Röm 8,28 Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.

Den Ungläubigen (Gottlosen), die sich weigern umzukehren, dient die letztendliche, große Katastrophe in ihrem Leben zum Untergang:

Spr 3,25 Du brauchst keinen plötzlichen Schrecken zu fürchten, auch nicht den Untergang der Gottlosen, wenn er kommt.

Gott hat also sowohl die Kontrolle über das Leben der Gläubigen als auch über das Leben der Ungläubigen. Nichts entzieht sich seiner Kontrolle. Wenn Du jedoch willst, dass die Unglücke in Deinem Leben letztendlich nicht Deinem Untergang dienen, dann mache Frieden mit Gott. Jesus Christus ließ durch den Apostel Paulus sagen:

2Kor 5,20 So sind wir nun Botschafter für Christus, und zwar so, daß Gott selbst durch uns ermahnt; so bitten wir nun stellvertretend für Christus: Laßt euch versöhnen mit Gott!

Wenn Du das tust, dann brauchst Du keine Unglücke zu fürchten!

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