Wir müssen verstärkt weiterbeten

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Erst neulich habe ich mal wieder gesehen, dass kein Gebet umsonst ist. Ich will nicht näher auf meine Gebetserhörungen eingehen, aber ich kann sagen, dass ich in letzter Zeit verblüfft war, als ich feststellte, dass manche Gebete haargenau erhört wurden. Natürlich liegt es nicht an mir und meiner Heiligkeit, die zutiefst mangelhaft ist. Es liegt an dem, der die Gebete erhört, an Jesus Christus. Durch diese gewaltigen Gebetserhörungen habe ich in meinem Gebetsleben wieder Mut gewonnen. Mut, weiterzubeten.

In unserer Zeit läuft alles aus dem Ruder. Gesetzlosigkeit ist an der Herrschaft. Recht und Ordnung sind außer Kraft gesetzt, der Stärkere und Mächtigere übervorteilt den Armen und Schwachen. Die Wahrheit hat einen schlechten Stand. Wer die Wahrheit ausspricht, der muss mit einschneidenden Konsequenzen rechnen. Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd; so sang schon Reinhard Mey. Die Gesetzlosigkeit kommt von ganz oben und von unten. Die Regierung ist genauso wie das kleine Volk dem Irrwahn verfallen. In diesen Zeiten ist nur gewiss, dass nichts gewiss ist. Was sollen wir tun?

Wir wissen aus der Bibel, dass die Regierungen und Weltreiche in der Hand Satans sind. Man erkennt das sehr gut an der Tatsache, bei der Jesus Christus in der Wüste vom Teufel versucht wurde. Nachzulesen im Matthäusevangelium. Als Jesus Christus in der Wüste fastete, erschien ihm der Teufel und bot ihm sämtliche Weltreiche an:

Mt 4,8 Wiederum nimmt ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit 9 und spricht zu ihm: Dieses alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest! 10 Da spricht Jesus zu ihm: Weiche, Satan! Denn es steht geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen!«

Der Teufel hätte Jesus Christus nicht die Weltreiche anbieten können, wenn er sie nicht besessen hätte; und Jesus Christus leugnete auch nicht, dass der Satan diese Weltreiche fest im Griff hatte. Also liegt der Schluss nahe, dass der Satan die Weltreiche genauso beeinflusst wie Gott. Da in unserer Welt und der unsichtbaren Welt ein Krieg um Menschenseelen tobt, können wir davon ausgehen, dass der Teufel genauso wie Gott Menschen beeinflusst und lenkt. Deutlich wird das werden, wenn der neue Weltdiktator und der Antichrist die Weltherrschaft übernehmen werden, wie es in der Offenbarung des Johannes in Kapitel 13 beschrieben worden ist. Die Bibel spricht auch davon, dass hinter den verschiedenen Staaten, Ländern und Reichen auch Engelmächte stehen können. Dies wird deutlich in Daniel 10,13.

Gleichzeitig sind die Mächtigen der Staaten wie auch ihre Justiz von Gott beaufragt Recht und Ordnung durchzusetzen. Der Staat wird von Paulus mit einer Dienerin Gottes verglichen, die auch durch Gewalt die Gesetze durchsetzen darf:

Röm 13,1 Jedermann ordne sich den Obrigkeiten unter, die über ihn gesetzt sind; denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die bestehenden Obrigkeiten aber sind von Gott eingesetzt. 2 Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes; die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst die Verurteilung zu. 3 Denn die Herrscher sind nicht wegen guter Werke zu fürchten, sondern wegen böser. Wenn du dich also vor der Obrigkeit nicht fürchten willst, so tue das Gute, dann wirst du Lob von ihr empfangen! 4 Denn sie ist Gottes Dienerin, zu deinem Besten. Tust du aber Böses, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; Gottes Dienerin ist sie, eine Rächerin zum Zorngericht an dem, der das Böse tut. 5 Darum ist es notwendig, sich unterzuordnen, nicht allein um des Zorngerichts, sondern auch um des Gewissens willen. 6 Deshalb zahlt ihr ja auch Steuern; denn sie sind Gottes Diener, die eben dazu beständig tätig sind. 7 So gebt nun jedermann, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer, Zoll, dem der Zoll, Furcht, dem die Furcht, Ehre, dem die Ehre gebührt.

Als Paulus diese Zeilen schrieb, war in Rom ein grausamer Kaiser an der Macht. Paulus rief zur Unterordnung der Christen unter diese Macht auf. Obwohl Rom später die Christen massiv verfolgte und tötete, verlangte Gott, dass sich die Christen an Recht und Ordnung halten sollten. Das schloss auch mit ein, dass die geforderten Steuern bezahlt werden mussten. Diese Unterordnung geht aber nur so weit, wie der Christ dies mit den Geboten Gottes vereinbaren kann. Als von den Christen erwartet wurde, dass sie dem Kaiser göttliche Verehrung darbringen sollten, weigerten sie sich, denn Gottes Gebote zu halten war für die meisten wichtiger. So wichtig, dass sie den Tod in Kauf nahmen. Auch wir sollen dem Staat nur so weit gehorchen, wie Gottes Gebote gehen. Wenn der Staat jedoch etwas Böses von uns verlangt, was Gottes Wort uns verbietet, dann sind wir nicht zum Gehorsam verpflichtet. Darum dürfen wir im Angesicht der antichristlichen Tendenzen, die die Regierungen der Welt immer mehr einführen, durchaus die Wahrheit vertreten und nach ihr handeln. Wir sehen, wie ich immer wieder auf diesem Blog hinweise, massive Gesetzlosigkeit am Werk. Nicht nur in den Regierungen, sondern auch in den Kirchen. Hierbei müssen wir die Wahrheit deutlich vertreten. Ich sehe es durchaus als richtig an, wenn sich Eltern weigern, ihre Kinder an einem pornografischen Sexualkundeunterricht teilnehmen zu lassen. Auch in den Gemeinden gilt immer noch die Gemeindezucht und das Recht, Sünde Sünde zu nennen. Wenn der Staat die Hurerei und Unzucht nicht nur legalisiert, sondern sogar indoktriniert, dann müssen wir Widerstand leisten. Gleichzeitig müssen wir uns im Sinn des ersten Gebotes von jeder Art von Ökumene in acht nehmen, die den Götzendienst und den Pluralismus zum Ziel hat. In allen diesen Punkten gilt:

Apg 5,29 Aber Petrus und die Apostel antworteten und sprachen: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!

Was tun wir also angesichts dieser negativen Entwicklungen? Wir müssen jetzt mehr denn je für die Menschen beten!

1Tim 2,1 So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen darbringe für alle Menschen, 2 für Könige und alle, die in hoher Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit; 3 denn dies ist gut und angenehm vor Gott, unserem Retter, 4 welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Wir kämpfen nicht mit echten Waffen, wir kämpfen einen geistlichen Kampf mit dem Wort Gottes und mit unseren Gebeten. Wir können noch einzelne Menschen aus dem Feuer herausreißen (Jud 23). Natürlich werden die antichristlichen, endzeitlichen Entwicklungen zunehmen, aber gerade wir als Gläubige sollten den Kopf nicht in den Sand stecken. Gerade in aussichtslosen Situationen kann Gott noch Wunder tun und einzelne Menschen retten; aber wir müssen eben auch für sie beten. Daher rufe ich verstärkt dazu auf, für alle Menschen zu beten. Ich werde es angesichts der letzten Gebetserhörungen wieder verstärkt tun.

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