Worauf baue ich meinen Glauben? Auf Erlebnisse oder das Wort?

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Alexander Seibel sagte einmal in einem Vortrag sinngemäß: „Unsere Theologie besteht zu 80 Prozent aus unserer Biografie.“ Dieser Satz hat sich mir eingeprägt, denn er beschreibt, dass Gott unser vorheriges Leben, als wir vielleicht noch gar nichts von ihm wissen wollten, mit in seinen Heilsplan einbaut. Wir sehen das sehr gut an Paulus. Paulus war ein strenger Pharisäer, ein Fanatiker, der die Gemeinde Jesu ausrotten wollte, ein Eiferer für Gott, wenn auch zuerst in falscher Weise. Nachdem Paulus vor Damaskus bekehrt wurde, als ihn der HERR Jesus Christus buchstäblich stellte, so dass er sogar vom Pferd fiel und zeitweise blind wurde, änderte sich zwar die Richtung, in die Paulus von nun ging, aber seine charakterlichen Eigenschaften waren deswegen immer noch vorhanden. Aus einem fanatischen, religiösen Eiferer, der alles ganz genau machen wollte, wurde ein Eiferer um Menschenseelen, der ebenfalls alles ganz genau machen wollte, nur dass er jetzt aus Liebe handelte und nicht mehr aus blindem Hass. Seine Ausbildung als Schriftgelehrter und Pharisäer war auch nicht unwichtig geworden, denn ohne diese intensive Ausbildung hätte er niemals seine phantastischen Lehrbriefe schreiben können, die u. a. auch auch auf dem Alten Testament, worin er Experte war, beruhten; denn manche Evangelien waren noch nicht geschrieben worden. Wir sehen also, dass Gott unsere Biografie im „weltlichen“ Leben benutzt und mit in unser geistliches Leben integriert. Das Wirken Gottes ist – wenn man es so nennen will – ganzheitlich.

Es gibt jedoch noch jemanden, der um unsere Biografie weiß: Der Satan. Der Teufel kennt unsere Schwachpunkte, seelischen Verletzungen und unsere sündigen Neigungen. Er weiß ebenso wie Gott um unsere Bedürfnisse. Über die Jahrtausende hat die gefallene Engelwelt unter Führung des Satans, die Menschheit beobachtet und analysiert. Wir sollten daher den Teufel nicht unterschätzen. Gleichzeitig sollten wir ihn auch nicht überschätzen. Er weiß zwar viel, aber verfügt nicht über die Allwissenheit Gottes. Trotzdem kann er mit dem Wissen, das er hat, gewaltigen Schaden in unserem Leben anrichten. Wer sich einmal ein Bild davon machen will, wie sich die Kämpfe in der unsichtbaren Welt abspielen, wenn göttliche und satanische Mächte versuchen, Einfluss auf einzelne Menschen zu gewinnen, der sollte einmal das Buch von C. S. Lewis „Dienstanweisung für einen Unterteufel“ oder die Bücher von Randy Alcorn „Die Akte Jillian“ und „Post von Graf Moderthal“ lesen. Darin wird in Romanform ausführlich gezeigt, mit welch einer bösartigen Raffinesse und gezielten Angriffen der Teufel vorgeht, um uns Menschen kaputt zu machen und uns vom wahren Evangelium fernzuhalten. Dabei ist der Teufel immer Brandstifter und Feuerwehrmann in einer Person. Der Teufel schafft Probleme in unserem Leben, stellt eine richtige Diagnose, aber behandelt uns wie ein bösartiger Arzt, der uns so behandelt, dass wir immer kränker statt gesünder werden. Ziel des Teufels ist immer unsere totale Vernichtung. Er will uns in die ewige Verdammnis bringen.

Wir Menschen bewegen uns in diesem Spannungsfeld zwischen Gut und Böse. Diesem Kampf kann kein Mensch entgehen, aber jeder Mensch kann entscheiden, auf welcher Seite er stehen will. Der Mensch kann sich Gott oder dem Teufel öffnen. Je nachdem, wem er sich öffnet, wird bestimmt werden, wo der Mensch die Ewigkeit verbringt. Es gibt nur zwei Alternativen: Himmel oder Hölle. Es gibt keine neutrale Position; es gibt nur diese beiden Alternativen.

Der natürliche Mensch ohne Gott ist automatisch unter der Herrschaft des Teufels, er ist kein Kind Gottes, er ist „in Adam“ und trägt damit seine Sündennatur mit herum, die ihm befielt: „Sündige, sündige, sündige“. Der natürliche Mensch geht automatisch in Hölle. Dazu braucht er nichts zu tun. Er muss einfach nur seinen Weg ohne Gott weitergehen und geht damit auf ewig verloren. Er kann sich vielleicht anstrengen, gut zu sein. Er kann gute Vorsätze haben, von denen auch einige gelingen. Er kann religiös und tugendhaft, anständig und ehrlich erscheinen, trotzdem bleibt er für Gott tot und unbrauchbar, denn er hat nicht den Geist Gottes in sich. Er kann zwar beten, aber wenn er nicht von Neuem geboren ist, ist er kein Kind Gottes und bleibt damit in der Gewalt des Teufels, der das Anrecht auf seine Seele hat.

Aber das muss nicht so bleiben. Es gibt die Möglichkeit der Rettung! Der Mensch kann vom Herrschaftsgebiet des Teufels in das Herrschaftsgebiet von Jesus Christus überwechseln, wenn er die Botschaft des Evangeliums hört, glaubt und anwendet. Beginnt ein Mensch, in Erwägung zu ziehen, dass es einen Gott gibt, zu dem er möglicherweise eine Beziehung aufbauen könnte, dann versucht der Teufel alles, um diesen Menschen vom Evangelium wieder abzubringen. (Das habe ich im Artikel „Gefahren kurz vor der Bekehrung“ schon einmal ausgeführt.) Ich will im Folgenden ausführen, wie es bei mir war:

Als ich mein 20. Lebensjahr überschritten hatte, hatte ich bereits alles durchgemacht, was man so durchmachen kann. Ich hatte einen Schulabschluss, eine Ausbildung, verdiente Geld im Beruf und probierte alles aus, von dem ich meinte, es würde mir helfen, mich besser zu fühlen. Ich nahm Drogen, von denen ich krank wurde. Alkohol, Rockmusik, Swingerclubbesuche, sexuelle Lustbefriedigung mit Huren und Pornografie, Esoterik, Magie, Ufologie – all das waren Dinge, die ich kannte, die mir nicht unbedingt weiterhalfen, die mir aber auch nicht unangenehm waren, bis auf die Krankheit, die durch den Drogenkonsum bekam: Paranoide Schizophrenie.

Nachdem diese Krankheit ausgebrochen war, zerbrach gleichzeitig mein Leben in Stücke. Freundschaften gingen kaputt, ich fand keine Freundin mehr, war ständig depressiv und machte mir Sorgen, hatte Angst- und Panikattacken bis hin zum Todeswunsch. Das Leben, das einmal vielversprechend begonnen hatte, entpuppte sich als Alptraum ohne Ende. An einen Gott glaubte ich nicht in richtiger Weise, weil ich von der katholischen Kirche, in der ich aufgewachsen war, keinen Gott, der persönlich an mir interessiert gewesen wäre, kennengelernt hatte. Trotzdem war da noch ein Funke Hoffnung, denn durch die Gottesdienstbesuche in der Kindheit hatte ich wenigstens gehört, dass es so einen Gott geben solle. Ich glaube also schon noch an einen Gott, aber ich wusste nicht, wie ich in Kontakt mit ihm treten konnte. Je länger die Krankheit dauerte, umso intensiver hoffte ich, von einem möglichen Gott davon befreit zu werden. Doch ich wusste nicht, wie es schaffen könnte, von diesem Gott nicht nur Hilfe, sondern auch Liebe zu empfangen. Wie sollte ich die Annahme Gottes bekommen, wie sollte ich, der ich das Sündigen gewohnt war, jemals gerecht vor Gott werden können?

Was dabei in der unsichtbaren, geistlichen Welt für ein Kampf um meine Seele entbrannte, konnte ich damals nicht sehen. Ich war einfach naiv. Ich glaubte zwar an einen Gott, auch an einen Teufel, aber ich wusste nicht, was auf dem Spiel stand. Ich wollte zu Gott gehören, aber ich wusste nicht, wie ich vorgehen sollte. Im Nachhinein betrachtet, kann ich sagen, dass ich kurz vor einer echten Bekehrung stand, denn ich hatte angefangen, christliche Literatur zu lesen. Mir fehlte nur noch das letzte Puzzlestück im Bild, doch der Teufel hatte andere Pläne. Als ich so zwischen Gut und Böse schwebte, schickte Satan mir einen alten Bekannten aus unserem Ort über den Weg, der behauptete eine Bekehrung gehabt zu haben und der von sich behauptete, ein echter Christ zu sein, was sich im Nachhinein als falsch herausstellte. Durch sein charismatische Art, schaffte er es, mich zu überzeugen. In der Folgezeit unternahmen wir viel gemeinsam und er predigte mir. Er benutzte dazu auch die Bibel, die für mich ein Buch mit sieben Siegeln war. Er sagte, dass Gott in seinem Leben gewaltige Wunder tun würde, dass er von ihm Kraft bekäme und dass er sogar Visionen hätte. Ich glaubte damals alles, was er mir erzählte, und dachte: Das will ich auch haben! Doch da war dann wieder diese Kluft zwischen Gott und mir, die ich einfach nicht überbrücken konnte, so sehr ich mich auch anstrengte.

In einem Akt der Verzweiflung entschloss ich mich, mich seelisch selbst zu kasteien, denn das hatte ich noch vom erlernten Katholizismus in Erinnerung. So zerstörte ich daraufhin meinen guten Ruf vor Menschen, meinen Arbeitskollegen, und hoffte, dass Gott mich annehmen würde, wenn ich mich selbst kaputtmachte. Dieser Akt wurde erhört. Am gleichen Abend hatte ich ein gewaltiges Erlebnis:

Ich lag im Bett und plötzlich wusste ich, dass jemand im Raum anwesend war. Ich konnte ihn nicht sehen, aber er sprach zu meinem inneren Geist im Kopf. Er sagt: „Du bist der Thomas, du bist mein geliebter Sohn, ich bin Gott, dein Vater.“ Während ich diese Worte hörte, ergoss sich eine gewaltige Kraft in meine Seele. Ich fühlte eine Liebe, Wärme und Annahme, wie ich sie mein ganzes Leben gesucht hatte. Ich weinte und lachte gleichzeitig vor Glück. Auch als diese Person, die sich als Gott beschrieben hatte, verschwunden war, dauerte dieses Glücksgefühl für einige Wochen an.

In diesen Wochen, nach diesem gewaltigen Einschnitt in mein Leben, der mein Leben veränderte, nahm ich die Natur ganz besonders intensiv wahr. Alles war wie gemalt. Die Bäume, Seen, Wälder und Felder strahlten, wie ich es noch nie gesehen hatte. Ich staunte über die Natur. Ich hatte kein Verlangen mehr nach Zigaretten, Alkohol oder sexuellen Abenteuern. Ich empfing meine Befriedigung direkt von Gott. Und was noch viel erstaunlicher war: Ich erlebte große Zeichen und Wunder im Alltag, mit denen man ein ganzes Buch füllen könnte. (Das alles habe ich ich in meiner Biografie beschrieben, daher will ich hier jetzt nicht so ins Detail gehen. Wer mehr dazu wissen will, sollte sie lesen, sobald sie wieder erhältlich ist. Außerdem habe ich im Artikel: „Meine persönlichen Erfahrungen mit dem Schwarmgeist“ darüber geschrieben.)

Nun stellt sich die Frage: War das eine biblische Bekehrung? Ich baute damals mein ganzes Leben auf dieses Ereignis. Diese Erscheinung gab mir meine Identität, diese Erscheinung versetzte meine Seele in Höhenflüge, diese Erscheinung brachte Glücksgefühle und Wärme in mir hervor und bewirkte Zeichen und Wunder in meinem Leben. Meiner Meinung nach konnte das nur von Gott gewesen sein, daran bestand für mich nicht der geringste Zweifel. Doch im Nachhinein war es nicht von Gott, denn ich hatte ein falsches Fundament. Das merkte ich beim Bibellesen: Ich las zwar mein Erlebnis in die Bibel hinein, d. h. ich interpretierte die Bibel durch mein Erlebnis, aber nicht mein Erlebnis durch die Bibel.

Es gibt zwei Arten von Glauben. Der eine stützt sich auf Erlebnisse, der andere auf das Wort Gottes. Der erste liest seine Erlebnisse in die Bibel hinein, indem er durch sein Erlebnis die Bibel interpretiert, der andere interpretiert sein Erlebnis durch die Bibel. Ich machte es verkehrt, indem ich ersteres tat.

Mir fiel damals auf, dass die Bibel nicht nur andere Dinge lehrte, als ich von meinem Bekannten und im persönlichen Alltag mit „Gott“ gelernt hatte. Mir fiel auch auf, dass das Wort Gottes mich regelrecht verurteilte. Ich bekam meine persönlichen Erfahrungen nicht in Einklang mit der biblischen Lehre. Das zeigte sich schon daran, dass ich mit Jesus Christus, wie ihn die Bibel beschrieb, nichts anfangen konnte. Ich hatte ja einen Vater kennengelernt, der mich angeblich liebte; wozu brauchte ich dann noch Jesus Christus? Ich stellte zudem fest, dass das Heil laut Bibel von Jesus Christus abhängig ist und das viele Verheißungen des Neuen Testaments nicht für mich in Frage kamen, weil ich ja nicht an Jesus Christus als persönlichen Erlöser glaubte. (Wobei ich durchaus glaubte, dass Jesus Christus Gottes Sohn war; nur ich hatte keine persönliche Beziehung zu ihm.) Zudem konnte ich manche Briefe der Apostel nicht lesen, weil sie mir ins Herz schnitten. Mein Erlebnis und meine Erfahrungen widersprachen der Bibel und ich verzweifelte daran, weil ich nicht wusste, wie ich das Eine mit dem Anderen in Verbindung bekommen konnte.

So stand ich nach einigen Jahren vor der Wahl: Vertraust du auf dein geistliches Erlebnis, oder vertraust du auf das Wort Gottes? Ich entschied mich für das Wort Gottes.

Durch intensives Studium christlicher Literatur, Predigten und der Bibel erkannte ich, dass mein Erlebnis zwar stattgefunden hatte, dass es jedoch nicht vom Gott der Bibel gekommen war. Letztendlich erkannte ich, dass ich vom Teufel getäuscht worden war, denn biblische Errettung geschieht, wenn man:

Erstens: Das Evangelium hört.

Zweitens: Erkennt, dass man ein Sünder ist, dass man vollkommen verloren ist und Hilfe braucht.

Drittens: Indem man erkennt, dass Jesus Christus für die persönliche Sünde und Schuld am Kreuz gestorben ist.

Viertens: Wenn man von seinem Weg umkehrt und den Opfertod Jesu Christi für sich persönlich in Anspruch nimmt und bereit ist, von nun an Gott zu dienen.

Das ist eine biblische Bekehrung! Und so handelte ich dann schlussendlich auch. Ich stellte aber auch fest, dass mich der Teufel, der meine Bedürfnisse kannte, jahrelang von einer echten Bekehrung abgehalten hatte und mir stattdessen eine Scheinbekehrung gegeben hatte.

Heute bildet für viele Menschen ein spirituelles Erlebnis den Einstieg ins Christentum. Manche sehen eine Christuserscheinung, manche empfangen eine Art Vaterliebe (wie ich), manche haben Visionen, manche fühlen seelische Kraftwirkungen und erleben Zeichen und Wunder. Sie werden erschlagen im Geist, reden in Zungen, prophezeien, haben prophetische Träume und lesen die Bibel.

Wenn ich diese Zeugnisse höre, dann werde ich bei vielen stutzig. Der christliche Glaube beruht auf dem geoffenbarten Wort Gottes und nicht auf Erlebnissen. Der Teufel kann auch Erlebnisse geben. Auch Schamanen, Zauberer und Hexen, also Heiden, können tiefe geistliche Erlebnisse haben, obwohl sie nicht an Jesus Christus glauben. In den fernöstlichen Religionen können durch Meditation und Yoga auch Glücksgefühle und seelische Höhenflüge ausgelöst werden; niemand wird bestreiten, dass dahinter nicht der Heilige Geist steht. Auch Wahrsager können richtige Dingen prophezeien, die auch noch eintreffen. Zusammenfassend kann gesagt werden: Der Teufel kann auch schöne Gefühle, Wärme, eine Art von Liebe und Glücksgefühle erzeugen, wie wenn man auf Droge wäre. Das muss alles nichts mit Gott zu tun haben. Der Teufel kann auch Wunder tun.

Im Matthäusevangelium steht eine Aussage von Jesus Christus, die es in sich hat:

Mt 7,21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? 23 Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!

Die Leute, die hier genannt werden, bekannten sich offensichtlich zu Jesus Christus. Hinter ihnen stand eine Macht, eine Kraft, durch die sie wirkten. Sie weissagten, trieben Dämonen aus und bewirkten Wunder. Sie nannten Jesus sogar „Herr, Herr“; also wusste sie um seine Bedeutung. Sie waren stolz auf sich und ihre Taten, aber sie hatten nie eine echte Bekehrung. Sie mögen vielleicht seelische Höhenflüge gehabt haben, aber haben nie wirklich Buße getan, denn sonst hätten sie vielleicht gesagt: „Herr Jesus, bist du nicht für unsere Schuld am Kreuz gestorben?“ Natürlich kannten sie die Bibel, denn sonst hätten sie nichts gewusst. Aber sie waren nicht bekehrt.

Und so fürchte ich, dass viele (Jesus sagte ausdrücklich: VIELE) im Reich Gottes unterwegs sind, die Kraftwirkungen erfahren, die Wunder erleben, die Visionen und Erscheinungen haben und trotzdem nie bekehrt waren. (So einer war ich auch.)

Stattdessen sollten wir uns Petrus orientieren. Als er auf Jesus traf, nachdem er eine Nacht erfolglos gefischt hatte, sagte Jesus, Petrus solle die Netze noch einmal auswerfen. Petrus antwortete:

Lk 5,5 Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht hindurch gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen!

Petrus sagte nicht: „Weil ich mich gut fühle, werfe ich nochmal die Netze aus.“ Er richtete sich einfach nach Gottes Wort, nach dem Wort des Herrn.

Jesus sagte außerdem:

Mt 7,24 Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute.

Es geht um´s Hören auf das Wort und nicht um seelische, geistliche Erlebnisse, die der Teufel auch tun kann, indem er sich selbst als Gott ausgibt. Wenn man auf das Wort vertraut und es tut, dann ist es egal, ob man sich gut oder schlecht fühlt. Das Wort ist unabhängig von unseren Emotionen. Wenn wir auf das Wort vertrauen, und nicht auf Erlebnisse, sind wir immer auf der richtigen Seite. Sollten wir durch Depressionen unsere Heilsgewissheit verlieren, dann bleiben wir gerettet, weil wir uns nach Gottes Wort richten. Wer sich jedoch auf geistliche Erlebnisse stützt, statt auf das Wort Gottes zu vertrauen und es zu tun, dem wird folgendes früher oder später passieren:

Mt 7,26 Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, wird einem törichten Mann gleich sein, der sein Haus auf den Sand baute. 27 Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, da stürzte es ein, und sein Einsturz war gewaltig.

Also: Bauen wir auf das richtige Fundament!

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