Zurück zum Ursprung – Back to the Root

DSCN1100 (Large)Manche meinen, dass Gott irgendwie weit weg ist und wenig Anteil an unserem Leben hat. Sie meinen auch, dass dieser Gott überhaupt kein Recht hat, sich in ihr Leben einzumischen, da er getrennt von ihnen ist. Durch eine unsichtbare Barriere ist er getrennt vom irdischen Menschen. Gott ist im Himmel, und wir sind auf der Erde, meinen sie.

Man meint oft, dass Gott über allen Dingen steht. Fern und unnahbar. Das tut er auch, aber er ist auch ein Gott, der Anteil an unserem Leben nimmt, wie wir an Jesus Christus sehen können. Das sehen wir vor allem an der Geschichte Israels und in den Evangelien. Jesus heilte, tröstete, befreite und liebte die Menschen. Auch seine Feinde. Das tut er übrigens auch heute noch. (Lesen sie darum die Evangelien.)

Jesus Christus behauptete:

Mt 10,37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.

Wie kann er das behaupten? Wir haben ihn doch nicht gesehen. Er hat vielleicht noch nie akustisch in unser Ohr geredet, und wir haben noch nie akustisch seine Stimme gehört. Ja, Vater und Mutter kennen wir schon seit unserer frühsten Kindheit – aber Gott? Gott hat uns doch nicht großgezogen?

Doch – hat er! Gott ist uns näher als Vater und Mutter, weil er uns gemacht hat:

Joh 1,1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. 2 Dieses war im Anfang bei Gott. 3 Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. 4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. 5 Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen.

Gott steht uns näher als Vater und Mutter, denn er hat uns geschaffen. „Alles ist durch dasselbe entstanden“, schreibt Johannes und meint damit das Wort Gottes, welches in Jesus Christus Fleisch wurde. Jesus ist das Wort Gottes als Mensch. Daher steht uns Jesus Christus näher als unsere Eltern, weil er uns gemacht hat.

In Psalm 139 steht unter anderem, dass Gott uns im Mutterleib gestaltet und gesehen hat:

Ps 139,13 Denn du hast meine Nieren gebildet; du hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter. 14 Ich danke dir dafür, daß ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl! 15 Mein Gebein war nicht verhüllt vor dir, als ich im Verborgenen gemacht wurde, kunstvoll gewirkt tief unten auf Erden. 16 Deine Augen sahen mich schon als ungeformten Keim, und in dein Buch waren geschrieben alle Tage, die noch werden sollten, als noch keiner von ihnen war.

Gott, der auch der Heilige Vater ist, und Jesus Christus, sein Sohn, stehen uns näher als jeder andere Mensch. Gott ist nicht fern. Er hat uns Menschen gemacht und begleitet unser ganzes Leben. Gott kennt uns sogar besser als wir uns selber und andere Menschen, die in unserem Umfeld sind:

Ps 139,1b Herr, du erforschst mich und kennst mich! 2 Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. 3 Du beobachtest mich, ob ich gehe oder liege, und bist vertraut mit allen meinen Wegen; 4 ja, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht völlig wüßtest. 5 Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. 6 Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar, zu hoch, als daß ich sie fassen könnte!

Er weiß, was wir denken, sagen oder wohin wir gehen. Er kennt unseren Charakter und unser ganzes Leben und liebt uns auch.

Daher ist es in unserem Leben wichtig, dass wir uns, falls wir Gott noch nicht kennen, an ihn wenden. Gott ruft alle Menschen zur Buße, also Umkehr. Sie sollen ihre Gedanken und Wege ändern und sich Gott wieder zuwenden. Der Mittler zwischen Gott und uns Menschen ist Jesus Christus. Er starb am Kreuz und hat unsere Sünden dadurch bezahlt. Wenn wir uns an ihn wenden, werden wir gerettet. Dann können wir Gott auch Vater nennen. Jesus ist nur ein Gebet weit entfernt.

Wenn wir uns an Gott wenden, dann wenden wir uns nicht an einen fernen Gott, der teilnahmslos die Welt regiert. Nein, wir kommen zum Ursprung. Zum Ursprung unseres Lebens.

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